Audio Interface

Das Audio Interface verbindet üblicherweise Tonquellen mit der sie verarbeitenden Recordingumgebung. Ob im Kontext des Home Recordings, professioneller Studioarbeit oder der internen Verschaltung von MIDI-Controllern – die Nutzung gewisser Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Signalverarbeitung ist aus dem Recording nicht mehr wegzudenken.

Hier stellen wir die wichtigsten Spezifikationen der Audio Interfaces vor und geben einen Überblick über die beliebtesten Modelle!

Inhaltsverzeichnis:

Was ist ein Audio Interface?

Ein Audio Interface ist eine Schnittstelle zwischen mehreren Geräten. Üblicherweise verbindet das Audio Interface die analoge Quelle eines Tonsignals mit einer digitalen Umgebung. Ein Beispiel aus dem Home Recording ist die Verbindung einer Gitarre über ein USB Audio Interface mit dem Computer. Mit geeigneten Plug-Ins kann das über USB vermittelte Signal am Computer verarbeitet werden.

Sowohl beim Home Recording als auch im professionellen Studio müssen Geräte mithilfe eines Interfaces verbunden werden. So zum Beispiel Mischpult und Audio-PC. Die abgenommenen Sounds der mikrofonierten Instrumente werden üblicherweise über XLR-Kabel zum Mischpult überführt und mithilfe eines AD/DA-Wandlers in die Umgebung der DAW auf dem Audio-PC eingespeist. Ob die Interfaces hierbei innerhalb dieser Kette fest verbaut oder separat eingebunden sind, hängt von der jeweils genutzten Hardware ab.

Smartphone mit Audio Interface
Natürlich ebenso eine digitale Umgebung, die mithilfe eines Audio Interfaces angefahren werden kann: das Smartphone! (Bild: Focusrite)

Auch bei MIDI Controllern und anderen analogen Steuerelementen digitaler Sounds sind Interfaces eingebaut: So stellt die MIDI-Schnittstelle eines Controllers oder Keyboards ebenso ein MIDI-Interface dar.

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Welche Arten von Audio Interfaces gibt es?

Vielerlei Hersteller bieten die unterschiedlichsten Arten externer Audio Interfaces an. Eine erste Einleitung kann anhand ihrer digitalen Schnittstelle vorgenommen werden:

  • USB-Audioninterfaces, die mit einem USB-Kabel in eine digitale Umgebung integriert werden
  • Interfaces mit FireWire-Anschluss, die kompatibel mit einem diesen Anschluss bereitstellenden Mac (oder entsprechend modifizierten PC) sind
  • Audio Interfaces mit Thunderbolt-Schnittstelle, die eines Gerätes mit entsprechendem Protokoll bedürfen
  • PCI und PCIe Interfaces, die üblicherweise fest in PCs oder anderen digitalen Umgebungen integriert sind
Musiker an seinem Audio PC
Der Hersteller Universal Audio setzt beim Audio-Interface auf Thunderbolt – mittlerweile gibt es Treiber nicht nur für Macs, sondern auch für Windows-PCs.

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Je nach vorhandener Umgebung und Verwendungszweck muss daher entschieden werden, auf welche Art von Audio Interface die Wahl fällt. Dabei fällt natürlich auch die analoge Seite ins Gewicht. Einfache Audio Interfaces mit einem XLR-Eingang und einfachem Line-Eingang reichen für das Songwriting zuhause meist aus. Wer mehrere Quellen zeitgleich einspeisen will, wird mit solch einem Setup schnell an dessen Grenzen stoßen.

Mehr Informationen zu verschiedenen Arten von Audio Interfaces und deren speziellen Features findest du hier: Unser Autor Dr. Andreas Hau klärt die wichtigsten Spezifikationen des Audio Interfaces!

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Welches Audio Interface für Home Recording?

Für den tagtäglichen Gebrauch im heimischen Studio hält der Markt eine Vielzahl an preiswerten und handlichen Audio Interfaces bereit. Um die eigenen Spuren von E-Gitarre oder E-Bass aufzunehmen, reicht schon ein kleines USB-Audiointerface mit moderatem Vorverstärker.

Das erste Beispiel hierfür stellt die Focusrite Scarlett Reihe dar. Das Focusrite Scarlett 2i2 der zweiten Generation verfügt über jeweils zwei Ein- und Ausgänge (XLR/Line), zwei Mikrofonvorverstärker und kostet nur knapp über 100€. Wie bei fast allen Geräten dieser Preis- und Leistungsklasse ist eine DAW-Einheit im Lieferumfang enthalten. Bei Focusrite handelt es sich hierbei um Recording Software von Pro Tools und Ableton Live. Der Anschluss des Interfaces an PC oder Mac erfolgt über USB. Ebenso ist die Stromversorgung des Gerätes über den USB-Port gewährleistet. Wer es etwas handlicher mag: Mit nur einem XLR-Eingang kommt das Scarlett Solo daher.

Audio Interface Scarlett 2i2
Handlich, preiswert und voller Features: Das Focusrite Scarlett 2i2 (Bild: Dieter Stork)

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Wenn es etwas mehr und leicht teurer sein darf, kann sich der Interessierte auch bei den Berlinern von Native Instruments umschauen: Mit dem Native Instruments Komplete Audio 6 hat der Hersteller ein USB Audio Interface mit sechs Kanälen auf dem Markt, das direktes Monitoring über einen separaten Ausgang erlaubt und mit einem Softwarebundle aus Cubase LE, Komplete Elements und Traktor LE2 ausgeliefert wird.

Wie mit dem Komplete Audio 6 aufgenommen wird, kannst du dir in diesem Video genauer ansehen:

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Einen richtigen Hingucker haben M-Audio mit ihrem Interface M-Audio M-Track 2x2M hingelegt. Mit doppeltem MIDI-Anschluss, zwei Line-Eingängen und dem Crystal-Preamp ermöglicht dieses Interface Aufnahmen mit bis zu 192 KHz bei 24-Bit. Pro Tools First und das ein oder andere passende Plug-In sind wiederum im Lieferumfang enthalten.

Focusrite Scarlett oder M-Track? Hier siehst du, welches Interface sich bei welchen Anforderungen besser schlägt:

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Das beste Audio-Interface im Studio oder für unterwegs? Hinter diesen Interfaces steht die Redaktion: Hier geht’s zum großen Interface-Test unseres langjährigen Autoren Dr. Andreas Hau!