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Zu Besuch bei Vovox – Jürg Vogt im Interview

Es ist ein Thema, das sehr kontrovers diskutiert wird: Studiokabel! Können XLR- oder Klinken-Kabel den Klang meines Instruments, meines Mikrofons oder meiner Studiomonitore positiv beeinflussen? Haben Kabel also einen eigenen Sound? Hat man sich zumindest an den Gedanken gewöhnt, dass ein leitender Kupferdraht vielleicht mitentscheidend für den Klang ist, kommt Jürg Vogt von Vovox um die Ecke und behautet, dass USB-Kabel, sprich die Verbindung zwischen Audio-Interface und Rechner, sowie Kaltgerätekabel — für Gitarren-Amps oder Studio-Hardware aus seiner Produktion — einen positiven Effekt auf den Klang haben. Und dann gibt es noch ganz nebenbei eine Laufrichtung (?). Puh, das sitzt! Ist das noch Klangqualität oder schon Klangesoterik? Wir haben den Schweizer und sein Team im Vovox-Firmensitz in Luzern besucht und kritisch und offen zugehört.

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Vom Flughafen Köln/Bonn fliegen mein Kollege Martin Mercer und ich nach Zürich, um von dort mit der Bahn nach Luzern zu fahren, wo Jürg uns abholt. Wie wir uns auf das Interview vorbereitet haben? Mit dem Wissen, dass dieses Thema so kritisch beäugt wird wie jeder Tweet von Herrn Trump, haben wir von Anfang an festgelegt, dass wir nach Punkten kritisch fragen, die in der Studioszene belächelt werden, wie beispielsweise die Laufrichtung. Trotzdem wollten wir Jürg und dem Klang seiner Kabel offen und unvoreingenommen zuhören, um schließlich einen transparenten und informativen Artikel schreiben zu können. Aber natürlich geht es nicht nur darum, herauszufinden, ob Vovox-Kabel den Klang beeinflussen, eine hohe Qualität haben oder ob alles nur Esoterik ist. Was mir bei solchen Besuchen immer wichtig ist: Die Menschen, die hinter dem Logo stehen, kennenzulernen und einen Einblick in ihre Arbeit und Philosophie bekommen. Wir sind mittlerweile im Firmensitz angekommen und stellen Jürg unsere Fragen.

Im Video steht Jürg Vogt Rede und Antwort zum seinen Klangleitern.

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www.listensoulution.com

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Tja, was soll man da sagen? Wenn man Werkstofftechnik studiert hat, und sich nicht vorstellen kann, dass bei Bass und Gitarre das Kabel einen wesentlichen Einfluss auf den Klang hat? Hätte man vielleicht Elektrotechnik studieren müssen? Bei B+G bildet die Kabelkapazität zusammen mit der Pickup-Induktivität (passiver Pickup!) einen Resonanzkreis, dessen Resonanzfrequenz mitten im Hörbereich liegt. Ändert man die Kabelkapazität, so verstimmt man diese Resonanz. Um bis zu einer Oktave, der Effekt kann gewaltig sein. Als Beispiel: Man hebt mit dem EQ um 5dB an, und ändert f zwischen 2 und 4kHz. Und sage keiner, ein Bass- oder Gitarrenkabel solle den Instrumentenklang “unverfälscht” übertragen! Ohne diese Resonanz haben E-Bass und E-Gitarre erst gar nicht ihren typischen Klang. Also: Das Kabel >muss< den Klang verändern. Um eine bestimmte Kabelkapazität (typisch 250 bis über 1000pF) zu erreichen muss man aber kein besonders teures Kabel kaufen. Da wählt man ein kapazitätsarmes, und schaltet bei Bedarf einen Kondensator dazu (20 Cent). Oder kauft bei der Liechtensteiner Firma, für die wir hier keine Werbung machen wollen, einen "Timbre-Switch" = Klinkenstecker mit schaltbaren Kapazitäten.
    Ausführliche (kostenlose) Literatur bei http://www.gitec-forum.de
    Prof. Dr.-Ing. Manfred Zollner

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  2. Laufrichtung bei Audio Kabeln. hä !? WECHSELSTROM / Laufrichtung !!!??!!! Einen grösseren technischen Schwachsinn hab ich bis dato noch nicht gelesen. Ok, bedeutet zum Beispiel bei 50 Hz müsste man das Vovox Kabel 50 mal in der Sekunde Umstecken um diesen “Vorteil” praktisch umzusetzen Kartoffelsalat für Linkshänder scheint mir da wesentlich logischer. Nach lesen des Artikels hab ich dann auch brav mein Abo gekündigt. Gruss, Alex (gelernter Radio und Fernseh – Mechaniker)

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  3. Bitte statt subjektiver und esoterischer Beweihräucherung mal einen A/B Vergleich mit Messwerten. Macht ihr bei jedem Mikro und Studiomonitor, warum nicht bei den überteuerten Kabeln von Vovox? Beweis erbringen! Das lässt sich messen und in feinen Diagrammen ausdrucken. Ansonsten gehört das in den Bereich von Aberglauben und anderem esoterischen Quatsch.

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  4. Ich bin kein Kabel-Wissender. Aber ein Praktiker. Bei Aufnahmen mit MKH-20+50 und SPL Mic-Preamp ist mir sehr wohl aufgefallen, dass je nach dem welches Mikrofonkabel ich einsetzte unterschiedlichen Klang als Ergebnis hatte. Diesen Effekt habe ich auch ohne den SPL, der eine Röhrenstufe hat. Ein Freund von mir, der seit seiner Jugend Verstärker konstruierte und baut, erklärte mir, dass das an der Kabelkapazität und dem Widerstand läge. Gut, da ich die Anschlußwerte sehr wohl beachte, war es für mich eher die Kapazität, was es mir erklären könnte. Das “schlechtere” Kabel kostete für die 7 m ca ein Drittel von dem “besser” klingendem Kabel. Von dieser Erfahrung an, achte ich darauf was für Kabel ich kaufe. Allerdings empfinde ich die Vovox, bei aller Wertschätzung für deren Qualität, exorbitant teuer. Meiner unwissenschaftlichen Meinung nach ist es IMMER das Zusammenspiel von den Einzelteilen in der gesamten Übertragungskette. Ist im Prinzip, wie bei den Menschen – wenn die “richtigen” zusammen kommen funktionierst es prima:-)

    Was die “Laufrichtung” angeht, ist es für mich logisch, das es eine gibt, denn das Nutzsignal “läuft” (die Elektronen) vom Mikrofon (Ausgang) zum Vorverstärker (Eingang), danach vom dortigen Ausgang übers andere Kabel zum Eingang in den Recorder. Ich kann mich nicht erinnern, im Elektrounterricht gehört zu haben, dass da gleichzeitig Elektronen in die entgegengesetzte Richtung herum schwirren:-) Vielleicht habe ich da auch nicht gut aufgepasst?

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  5. Am besten ein Demokabel ordern und selber ausprobieren! Verglichen mit HiFi Kabeln – die Vovox ja auch herstellt – ist Vovox sogar günstig 😉

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