Studiotipps - Kniffe, die die Welt verbessern!

Einfache EQ-Tricks mit kostenlosen EQs

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Auf den ersten Blick ist so ein moderner Plug-in-EQ ja ein Glücksgriff: jede Menge Bänder mit Vollparametrik, dazu meist noch ein paar Shelving- und Cut-Filter, bisweilen alle mit unterschiedlicher Flankensteilheit und zum Teil verschiedenen Charakteristiken. Das muss ja quasi von alleine gut werden, oder?

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So ein digitaler EQ ist ja beinahe das Gegenteil vom analogen Mischpult mit deutlich weniger Möglichkeiten pro Kanal. Trotzdem finden sich heute noch viele Musiker, die sich den Traum vom analogen Mischpult antun, weil die Anzahl an Parametern nun einmal nicht automatisch mit einem besseren Sound korreliert!

Es gibt zwei kleine kostenlose Plug-ins, die ich in diesem Zusammenhang sehr schätzen gelernt habe: elysia niveau filter von www.plugin-alliance.com und BASIQ von www.kuassa.com.

Wozu braucht man die beiden einfachen Dinger im digitalen Zeitalter überhaupt? Schließlich bietet jede DAW heute Bordmittel, die deutlich leistungsfähiger und flexibler sind!

Unsere Ohren

Es hilft mir immer, wenn ich mich daran erinnere, dass meine Ohren keine geeichten Messwerkzeuge sind. Ohne eine Referenz mische ich nach einiger Zeit falsch und muss mich selber zwingen, Klänge zu vergleichen, die Lautstärke anzupassen oder auch auf das Signal ohne Bearbeitung zurückzuschalten. Und dabei bin ich mir teils so sicher, dass dieses oder jenes Detail nun ganz besonders wichtig ist!

Den kompletten Artikel findet ihr in der Sound&Recording-Ausgabe 1+2 2019. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Ideale Gesangsspur? Eher nicht ... So eine Bearbeitung korrigiert wahrscheinlich mehr die Abhörbedingungen im Homestudio, als dass es wirklich ein Signal in einen Mix einbettet.
Im ersten Moment mögen die Bearbeitungen zwar überzeugen, aber eigentlich wird das Signal hier mit dieser Einstellung vor allem lauter. Statt eines EQs hätte das Signal vielleicht nur ein wenig mehr Lautstärke im Mix gebraucht.
Die Höhen heben wir in einem Teil der Spuren dezent an und senken die restlichen Spuren im Mix etwas ab. Das wirkt als Effekt auf unsere Ohren wie eine viel stärkere Höhenanhebung. Wir nehmen den Unterschied viel drastischer wahr, als die minimale Anpassung vermuten lässt.
Von links nach rechts: Vocals, Playback, Bass/Bassdrum. Anstatt auf den Einzelspuren spitze Anhebungen zu produzieren, stimmst du so den Mix recht breitbandig ab. BASIQ ist schön kompakt, sodass du mehrere Gruppen auf einem Bildschirm ohne Probleme nebeneinander darstellen kannst.
Den SlickEQ von www.tokyodawn.net habe ich in letzter Zeit häufiger mit einer ähnlichen Einstellung als kleine Bassboost-Trickkiste benutzt. Mit dem kostenpflichtigen »TDR VOS SlickEQ − Gentleman’s Edition« erhältst du obendrauf übrigens ein Tilt-Filter, was sich ähnlich wie das niveau filter oder BASIQ hervorragend zum Ausbalancieren von Bussen eignet.

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