Video Tutorial

Bob Clearmountain – Drum Recording mit zwei Mikrofonen

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Ob du’s glaubst oder nicht: zwei Mikrofone reichen aus, um einen ansprechenden Klang aus deinem Schlagzeug zu holen! Der Toningenieur Bob Clearmountain (The Rolling Stones, Bruce Springsteen) und der seit Jahren leidenschaftliche Studiodrummer Matt Chamberlain (Begleiter von David Bowie, Tori Amos, Soundgarden) zeigen in ihrem Video, wie man den bestmöglichen Sound aus dem Schlagzeug mit nur zwei Mikrofonen holt.

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Dabei solltest du dich nicht von der geringen Anzahl verunsichern lassen. Bob Clearmountain erzählt hier sogar von einer Session Aufnahme von Elvis Presley aus den späten 50ern, bei der sogar nur ein einzelnes Mikrofon verwendet wurde, das direkt über den Drums platziert wurde und für einen großartigen Klang sorgte!

Fokus auf Bassdrum und Overhead
Für die Aufnahme verwenden die beiden das Audiointerface Apogee Duet. Das erste Mikrofon ist ein Shure 52A und konzentriert sich nur auf die Bassdrum. Hier ist zu beachten, dass das Mikrofon bei einer Bassdrum mit Loch nicht vor das Loch platziert werden sollte, weil so zu viel Luft auf die Membran des Mikrofons stößt und den Klang verfälscht. Stattdessen kann das Mic ruhig durch das Loch in die Bassdrum gesteckt werden. So wird der Klang korrekt aufgefangen.

Das zweite Mikrofon fungiert als Overhead Mic. Hier verwenden die beiden das Neumann M49 mit Nierencharakteristik und platzieren es grob über die Toms und Snaredrums. Dadurch werden alle wesentlichen Klangaspekte der einzelnen Drums aufgezeichnet, ohne einen zu großen Matsch zu verursachen.#


Sound&Recording – Drum Recording Special

sr_0716_1Die Sommer-Ausgabe 07-08/16 von Sound&Recording steht ganz im Zeichen der Königsdisziplin im Studio – denSchlagzeug-Aufnahmen. In unserem Drum Special haben wir über 100 Mikrofone an den Drums miteinander verglichen. Udo Masshoff gibt euch Tipps, zum Stimmen des Schlagzeugs für eure Recordings. Außerdem beschäftigen wir uns mit den Themen Drum Editing in Studio One 3mobilen Drum Recordings und damit, wie ihr mit NI Massive einen Layer für die Kick Drum basteln könnt. 

 

Weitere Themen:
  • UAD Fender `55 Tweed – Software-AMP
  • iZotope VocalSynth – Vocal Effekte aus dem Rechner
  • Zu Besuch bei Boutique-Hersteller Royer Labs
  • Mixpraxis: Rik Simpson mischt Coldplay – Hymn For The Weekend uvm.

>> Die Sound&Recording-Ausgabe 07-08/16 könnt ihr hier versandkostenfrei bestellen <<


Einfache Gain-Settings
“Lass den Drummer so laut spielen wie es geht, ohne dass er innerhalb der DAW in den roten Bereich kommt”. Mit dieser einfachen Regel pegeln die beiden das Schlagzeug in der DAW ein. Hier sollte dennoch ein Headroom von 2-4 dB eingeplant werden.

Wichtig ist aber vor allem Dingen, dass der Raum, in dem das Schlagzeug aufgenommen wird, stark zum Klang beiträgt. Hier sollte man zunächst ausprobieren, wo man bei großen Räumen beispielsweise das Schlagzeug überhaupt aufstellen sollte, da diverse Raumecken und -kanten zu unvorhersehbaren Reflexionen führen können, die den Gesamtklang beeinflussen. Am besten eignet sich hier natürlich ein schalltoter Raum, in dem idealerweise nichts reflektiert.

>> S&R-Drum Recording Workshop mit Peter Walsh und Jost Nickel <<

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