Produkt: Sound & Recording 09-10/2019
Sound & Recording 09-10/2019
HD-VINYL von REBEAT – höher, weiter, mehr? +++ MIXPRAXIS: Rob Kinelski mischt Billie Eilish +++ INTERVIEW: Elektro-Trio MONOKOMPATIBEL +++ AUSTRIAN AUDIO OC818 – Großmembran-Kondensatormikrofon +++ HITS NACHGEBAUT: Billie Eilish de/constructed
Worauf es wirklich beim Audio PC ankommt!

Unsere Kaufberatung: Audio PC vs. Mac, 32 oder 64 Bit?

Stand: August 2019

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Die Zentrale eines modernen Homestudios ist ein Audio-Rechner. Aber welches Betriebssystem ist das beste? Welche Grundausstattung sollte ein Computer haben, um DAW-Software und ein Audio-Interface zu betreiben? Sind Macs besser als Windows-PCs? Was ist der Unterschied zwischen 32-Bit- und 64-Bit-Software?

Einen Computer hat heute praktisch jeder, aber: Reicht das Teil? Wie so oft lautet die Antwort: Kommt drauf an! Wer ohne größere Ansprüche nur ein paar Spuren aufnehmen möchte, kommt auch mit einem einfachen bzw. älteren Rechner klar. Für komplexere Projekte mit Spurenzahlen im zwei- bis dreistelligen Bereich, virtuellen Instrumenten, Klangbearbeitung mit einer größeren Anzahl von Plug-ins usw. ist ein einigermaßen aktuelles Modell ratsam. Für komfortables Arbeiten ratsam ist:

  • Intel Core i5, i7 oder i9 CPU, vorzugsweise mit vier oder mehr Prozessorkernen
  • mindestens 8 Gigabyte RAM
  • große Festplatte ab 500 Gigabyte
  • möglichst große Bildschirmfläche. Bei Desktop-Rechnern vorzugsweise ab 24-Zoll, mindestens HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel), bei Laptops wird’s erst ab 15 Zoll komfortabel.

Außerdem sollte der Rechner auf Audioanwendungen optimiert sein. Was bedeutet das? Nun, die einfachste und effektivste Methode, einen Rechner für Audio zu optimieren, ist, ihn für nichts anderes zu verwenden und ihn insbesondere nicht zum Internet-Surfen zu benutzen. Es mag nach Verschwendung klingen, einen Rechner allein für Audioanwendungen anzuschaffen, schließlich sind Computer doch Universalwerkzeuge! Tatsächlich erspart man sich so aber eine Menge Stress. Oder anders betrachtet: Mit einer analogen 24-Spur Bandmaschine konnte man ja auch nicht im Internet surfen − und die ist (bzw. war) noch viel, viel teurer.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich darf man auf einem Audio PC auch Textverarbeitung, Videoschnitt und Bildbearbeitung machen. Was man aber tunlichst vermeiden sollte, sind z. B. Games und alle unnötigen Kontakte mit dem Internet. Für Online-Registrierungen von Software sollte man entweder einen zweiten Rechner verwenden – was leider nicht bei jedem Software-Hersteller funktioniert – oder die entsprechenden Webseiten direkt und ohne Umweg aufrufen und anschließend die Internetverbindung gleich wieder trennen. So vermeidet man Virenbefall und braucht erst gar keinen Virenscanner einzusetzen, der nicht nur Rechenleistung frisst, sondern auch der Audioverarbeitung in die Quere kommen kann. Wer dennoch unbedingt mit demselben System ins Internet will, ist mit einem Apple-Rechner deutlich besser bedient, denn nach wie vor gibt es kaum Viren für den Mac.

Stylischer Look vs. Leistungsbolide. Der iMac eignet sich für den Einsatz im Homestudio und sieht dabei auch noch schick aus. Macht man den Vergleich zur...
... Audio Workstation Pro von Digital AudionetworX, bekommt man für deutlich weniger Geld wesentlich mehr Leistung geboten (auch wenn man hier noch Monitor, Tastatur und Maus zusätzlich kaufen muss). Außerdem ist diese Maschine dank PCIe-Steckplätzen erweiterbar, z. B. mit UAD-2-Karten.

Mac oder PC?

Das bringt uns zur nächsten Frage: PC oder Mac? Vielleicht gar Linux? Gegenfrage: Was benutzen deine Freunde? Im Ernst, es ist unproduktiv, ermüdend und langweilig, ewig zu diskutieren, welches System denn nun das bessere ist und ob Bill Gates ein Schurke ist oder Steve Jobs ein Heiliger war bzw. ob der Mac nicht doch eine rechte Maustaste haben sollte. Cleverer ist es, sich das gleiche System zu besorgen wie die Musikerkollegen. Das erleichtert die Zusammenarbeit, und wenn’s Probleme gibt − und die gibt’s gerade beim Einstieg immer −, dann hast du Freunde, die dir weiterhelfen, statt dich schadenfroh auszulachen.

Rechner sind keine Religion, und man sollte sie nicht wichtiger nehmen, als sie sind. Der Kauf eines Rechners ist kein Bund fürs Leben: Im Schnitt ist ein Audio PC nach drei bis sechs Jahren veraltet und wird gegen ein neueres Modell ausgetauscht. Sehr teure Rechner halten sich nicht wesentlich länger als ein ordentliches Mittelklassemodell. Von Billigschnäppchen sollte man dagegen die Finger lassen, denn die verderben einem jeden Spaß durch schlechten Systemaufbau, mechanische Instabilität und anderen Horror. Generell sollte man Rechner kaufen, wie man Kindern Schuhe kauft: Im Zweifelsfall eine Nummer zu groß! Denn die Anforderungen steigen kontinuierlich. Ein Rechner, der heute gerade so ausreicht, ist morgen schon zu langsam. Wer ein etwas teureres Modell kauft, das schneller ist und mehr RAM und Festplattenspeicher hat als aktuell benötigt, wird länger Spaß damit haben.

Wer sich beim Kauf eines Audio-PCs Enttäuschungen ersparen möchte, wendet sich am besten an einen Spezialisten wie Digital AudionetworX oder Steller-Online. Die sind gar nicht mal so viel teurer als Media Markt & Co, und man erhält aufwendig getestete Qualitätsware, After-Sales-Service und vor allem: einen gezielt auf Audio-Anwendungen optimierten Rechner. Auf Wunsch wird die Audio-Software bereits aufgespielt und vorkonfiguriert, sodass man zügig loslegen kann. Die genannten Spezialisten bieten zudem maßgeschneiderte Systeme an, sodass man keinen unnötigen Schnickschnack wie sündhaft teure Gamer-Grafikkarten mitkaufen muss.

Wer zum Mac tendiert, kann praktisch jedes Modell wählen − für Audiobearbeitung sind sie prinzipiell alle geeignet; für große und komplexe Projekte empfiehlt sich allerdings ein etwas leistungsfähigeres Modell. Die derzeit unter Musikern wohl verbreitetste Modelllinie ist der iMac. Das gilt insbesondere für die 27-Zoll-Modelle, die nahezu alles bieten, was man sich wünscht: ein hochauflösendes Display mit großer Bildschirmfläche, hohe Rechenleistung (dank CPUs mit vier, sechs oder gar acht Prozessorkernen), geringe Geräuschentwicklung und eine komfortable Schnittstellenausstattung, u.a. mit USB 3.0 und Thunderbolt 3. Wer noch höhere Rechenleistung benötigt, kann zum iMac Pro greifen – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Die wohl günstigste Möglichkeit an einen musikergerechten Mac zu kommen, ist der neue Mac mini. Die seit Ende 2018 angebotenen Modelle bieten leistungsfähige Prozessoren mit vier bzw. sechs Prozessorkernen und eine ähnlich breite Anschlusspalette wie die iMacs, u.a. mit USB 3.0 und Thunderbolt 3, sodass sich alle modernen Audio-Interfaces nutzen lassen.

“DIE EINFACHSTE UND EFFEKTIVSTE METHODE, EINEN RECHNER FÜR AUDIO ZU OPTIMIEREN, IST, IHN FÜR NICHTS ANDERES ZU VERWENDEN.”

Etwas schwieriger ist die Situation bei Apples Topmodell, dem Mac Pro. Lange Zeit war der Mac Pro im Towergehäuse (Spitzname „Käsereibe“) in Studios weit verbreitet. 2013 wurde er durch ein Desktop-Modell in einem schwarzen Zylindergehäuse ersetzt (die Spitznamen reichen von „Aschenbecher“ bis „Urne“). Trotz hoher Rechenleistung konnte dieses Modell in Musikerkreisen nie an die Popularität des Vorgängers anknüpfen. Denn wer von einem alten Mac Pro mit teuren Erweiterungskarten (Pro Tools, UAD-2) auf einen neuen umsteigen wollte, benötigte zum ohnehin teuren Rechner zusätzlich ein Thunderbolt Expansion Chassis von Sonnet (ab 500 Euro), um die PCIe-Karten weiterverwenden zu können. Auch weitere Festplatten lassen sich in einen Mac Pro nicht einbauen. Nachdem der Mac Pro länger nicht mehr aktualisiert wurde, hat Apple für Herbst 2019 neue Modelle angekündigt, die wieder ein Tower-Gehäuse im Stil der guten alten „Käsereibe“ haben werden und Steckplätze für Erweiterungen bieten sollen. Dank Hochleistungs-CPUs mit bis zu 28 Prozessorkernen (!!!) dringt der neue Mac Pro in Sachen Rechenleistung in bislang unerreichte Sphären hervor. Das gilt freilich auch für das Preisniveau: Bereits das „kleinste“ Modell ist mit 6000 US Dollar veranschlagt; im Maximalausbau werden mittlere fünfstellige Beträge fällig!

Was ist mit Linux? Nun, ein Großteil der kommerziellen Audio-Software läuft leider nur unter MacOS und/oder Windows. Es gibt jedoch Open Source Audio-Software und sogar spezielle Linux-Distributionen für Audioanwendungen. Weit verbreitet ist Linux im Recording-Sektor dennoch nicht, d. h. die Zusammenarbeit mit anderen Musikern könnte sich schwierig gestalten. Für Anfänger empfehlenswert sind Linux-Lösungen nur, wenn man sich bereits mit diesem Betriebssystem gut auskennt. Denn sich gleichzeitig in eine DAW-Software und in ein Betriebssystem einzuarbeiten, dürfte Novizen überfordern. Wenn es primär um die Kostenersparnis geht, findet man auch für Mac und Windows interessante Freeware.

Desktop vs. Laptop 

Bleibt noch die Frage, ob Desktop oder Laptop? Fürs Laptop spricht der geringe Platzbedarf, es lässt sich mobil einsetzen und sieht schick aus. Desktop-Rechner gelten heute als altbackene Klötze, die unnötig viel Platz einnehmen und sich nur unter Mühen transportieren lassen. Trotzdem gibt es triftige Gründe, für rechenintensive Aufgaben − wie eben Harddisk-Recording − Desktop-Rechner zu verwenden: Sie bieten in der Regel deutlich mehr Rechenleistung als ein Laptop, lassen sich besser erweitern mit mehr RAM, zusätzlichen Festplatten, PCIe-Steckkarten u.v.m.. Und bei entsprechend sorgfältigem Aufbau bleiben sie selbst bei hoher CPU-Auslastung nahezu unhörbar leise.

Laptops bieten wenig bis gar keinen Raum für Erweiterungen, ihre Schnittstellenausstattung beschränkt sich auf das, was der Hersteller eingebaut hat (dazu mehr im Artikel über Audio-Interfaces), und ihre Festplattenkapazität ist begrenzt. Rechenleistung bieten die besseren Notebooks inzwischen genügend, doch wenn man sie tatsächlich ausreizt, kommen die winzigen Lüfter mächtig ins Rotieren. So schön leise die meisten Laptops bei Textverarbeitung, Internet-Surfen und anderen weniger rechenintensiven Arbeiten auch sein mögen: Wenn der Prozessor richtig rackert − und das ist spätestens in der Mix-Phase mit vielen Plug-ins der Fall − erhöht sich die Geräuschkulisse erheblich.

Ist trotzdem die Mobilität ein wichtiges Argument, sollte man gerade bei Laptops auf Nummer sicher gehen und ein reines Intel-System wählen, d. h. mit Intel-Mainboard-Chipsatz und Intel-Prozessor, vorzugsweise Core i5 oder i7. Kleinere Prozessormodelle (Pentium, Celeron, Atom) sind für Audiobearbeitung zu schwachbrüstig. Da Audioanwendungen zu den wenigen Programmen gehören, die Mehrkern-Prozessoren voll ausreizen, sollte man sich erkundigen, wie viele Kerne der verbaute Prozessor besitzt. Intels Modellbezeichnungen sind leider sehr undurchsichtig, so gibt es Core-i5- und -i7-CPUs mit zwei und mit vier Prozessorkernen, neuerdings sogar mit sechs. Laptops mit der Quad-Version sind oft kaum teurer als solche mit der Dual-Core-Version, bieten aber nahezu die doppelte Leistung − also Augen auf!

Eine Onboard-Grafiklösung reicht heute meist aus. Auf älteren Systemen führte eine solche »Shared Memory«-Grafik, die also Teile des Hauptspeichers abzwackt, schon bei geringer CPU-Belastung zu Knacksern in der Audiowiedergabe. Bei neueren Intel-Prozessoren (Core i3, i5, i7, i9) ist dieses Problem behoben. Wer ganz sicher gehen möchte, dass das Laptop für Audioanwendungen taugt, wendet sich auch hier am besten an einen Audio-PC-Spezialisten wie Digital AudionetworX. Die Rechner werden stets mit den neusten Prozessoren konfiguriert, und die verbauten Komponenten sind optimal auf maximale Audioleistung abgestimmt.

Ansonsten macht Recording auf großformatigen Notebooks mehr Spaß als auf kleinen. Die Mixer- und Spurenansichten von DAW-Programmen erfordern viel Bildschirmfläche. Praktisch ist außerdem eine Tastatur mit abgesetztem Zehnerblock, wie man sie erst ab dem 15-Zoll-Format findet. Viele Audiosequenzer verwenden nämlich den Zehnerblock für Laufwerksfunktionen wie Start, Stop, Record und die Lokatoren (zum Ansteuern markierter Bereiche).

Unter Apples Mobilrechnern bietet sich für Audioanwendungen die MacBook Pro Baureihe an. Die kleineren Modelle, das MacBook Air und das 12-Zoll-MacBook (ohne Pro) genügen für kleine Projekte mit wenigen Spuren und geringem Rechenbedarf. Wer auch umfangreiche Projekte bewältigen will, greift besser zu einem MacBook Pro mit 15-Zoll-Retina Display (bzw. zum 16-Zoll-Modell, das Gerüchten zufolge Ende 2019 erscheinen soll). Zwar bieten auch die13-Zoll-Modelle der aktuellen Generation genügend Rechenleistung. Aber für DAW-Programme ist die physische Bildschirmgröße – trotz Retina-Auflösung – knapp bemessen. Mit einem größeren Bildschirm lässt sich deutlich komfortabler arbeiten.

Obacht: Apple-Rechner lassen sich meist nur in geringem Umfang aufrüsten. Das gilt ganz besonders für MacBooks, den hier sind Arbeitsspeicher und Massenspeicher (Solid State Disk, s.u.) fest auf der Hauptplatine verlötet. Also lieber nicht knausern, sondern im Zweifelsfall lieber eine etwas größere Ausstattung ordern als aktuell benötigt.

Festplatten und Solid State Disks im Audio PC

In neueren Rechnern findet man häufig Solid State Disks (SSD). Diese arbeiten nicht wie herkömmliche Festplatten mit rotierenden Magnetscheiben, die von Schreib/Leseköpfen abgetastet werden, sondern − ganz ohne Mechanik − mit Speicherchips. Also im Prinzip ähnlich wie die allseits bekannten USB-Speichersticks, nur sehr viel schneller und mit größeren Kapazitäten. SSDs bieten rasante Schreib-/Leseraten, vor allem aber sehr viel kürzere Zugriffszeiten als herkömmliche Festplatten. Zudem arbeiten sie völlig lautlos. Dafür sind sie aber deutlich teurer. Wird eine SSD als Systemplatte verwendet, verkürzen sich Boot-Zeiten und Programmstarts drastisch. Der Rechner fühlt sich viel schneller an. Nüchtern betrachtet, ist die Geschwindigkeitszunahme aber hauptsächlich subjektiv. Ob ein Rechner in 30 Sekunden oder 120 Sekunden einsatzfähig wird, spielt im Großen und Ganzen keine große Rolle. Wer mehrere Stunden am Rechner sitzt, wird die eingesparten 90 Sekunden sicher wieder vertrödeln.

Anders sieht es aus bei großen Sample-Libraries. Der Arbeitsfluss und die Kreativität leiden erheblich, wenn man immer wieder warten muss, bis ein Gigabyte-starkes Piano oder gar ein ganzes virtuelles Orchester geladen ist. Mit einer SSD verkürzen sich diese Wartezeiten drastisch; plötzlich kann man nahezu verzögerungsfrei große Sample Libraries durchstöbern, fast wie die Presets eines Synthesizers.

Als Recording-Disk ist eine SSD unnötig. Eine gewöhnliche Magnetfestplatte kann weit über hundert Spuren gleichzeitig abspielen und gleichzeitig weitere Spuren aufzeichnen. Allerdings sollte man vorzugsweise auf eine interne Festplatte aufnehmen, denn diese ist über ihr SATA-Kabel sehr viel schneller eingebunden als eine externe Festplatte über USB. In Desktop-Rechnern verwendet man meist eine eigene Festplatte für die Recording-Daten. Sample-Libraries installiert man entweder auf der Systemfestplatte oder, besser noch, auf einer separaten SSD, damit sich die Zugriffe auf Samples und Recording-Spuren nicht gegenseitig ins Gehege kommen. Solange es sich nicht um Mega-Projekte mit einer Unmenge an Spuren und Sample-Instrumente handelt, funktioniert ein Recording-Rechner aber in der Regel auch zufriedenstellend mit nur einer SSD für alles.

Musiker an seinem Audio PC
Mobiles Recording deluxe. Beim aktuellen Audio-Interface Apollo Twin setzt Universal Audio auf Thunderbolt – mittlerweile gibt es Treiber nicht nur für Macs, sondern auch für Windows-PCs.

Audio PC: Bits, Betriebssysteme, Pfefferminztee

Als Faustregel gilt: Auf einem neuen Rechner sollte man kein altes Betriebssystem einsetzen. Auf einem aktuellen Audio-PC sollte demnach Windows 10 mit den neusten Updates installiert sein. Entgegen manchen Internet-Gerüchten, sind ältere Versionen nicht besser oder schneller. Umgekehrt muss man aber auf einen bestehenden, gut laufenden Rechner mit Windows 7 oder 8.1 nicht ohne Not Windows 10 aufspielen. Die Faustregel lautet: Never change a running system! Das gilt allerdings nur solange der Audio-PC nicht mit dem Internet verbunden ist! Will man mit einem älteren Rechner das Internet nutzen, führt an einem Update auf Windows 10 kaum ein Weg vorbei, da Microsoft den Support für ältere Versionen einstellt (Windows 7: Stichtag 14.01.2020). Aber Vorsicht: Unbedingt erst prüfen, ob es für die installierte Hardware Windows-10-Treiber gibt. Falls ältere Software weiterverwendet wird, sollte man sich vorab informieren, ob sie unter Windows 10 weiterhin läuft.

Ähnliches gilt für Apple-Rechner. Bevor man ein Update auf eine neue MacOS-Version durchführt, sollte man sich informieren, ob Inkompatibilitäten mit der aktuell verwendeten Software bestehen. Denn die gibt es anfangs häufig. Also erst einmal abwarten und Tee trinken, bis diese Inkompatibilitäten beseitigt sind. Über besagtem Tee sollte man mal in Ruhe überlegen, ob es überhaupt einen Grund für einen Wechsel gibt. Ist das nicht der Fall, kann man die eine oder andere MacOS-Version auch mal aussetzen. Denn auch beim Mac gilt: Never change a running system!

Kleinere Updates und Servicepacks sollte man jedoch auf beiden Plattformen installieren, um Sicherheitslücken zu schließen.

Neuere Betriebssysteme und DAW-Programme liegen z. T. in 32-Bit- und 64-Bit-Versionen vor. Welche sollte man installieren? Ganz klar: 64 Bit! 32-Bit-Software gehört der Vergangenheit an, denn 32-Bit-Programme und -Betriebssysteme können nur maximal 4 GB RAM verwalten, unter Windows sogar nur 2 GB. 64-Bit-Software ist zwar nicht notwendigerweise schneller, aber sie kann den gesamten eingebauten Arbeitsspeicher sinnvoll nutzen. Neuere Software erscheint daher häufig nur noch in 64-Bit-Versionen. Beim Mac wurde die Umstellung auf 64 Bit, vom Nutzer weitgehend unbemerkt, bereits unter der Haube getätigt.

Fazit

Mit Rechnern ist es ähnlich wie mit Autos: Rennboliden machen Spaß, aber man kommt auch mit einem bescheidenen Modell von A nach B. Dass es nicht so sehr auf die Rechenpower ankommt, beweist schon die Tatsache, dass die Klangqualität kommerzieller Produktionen sich in den letzten 10 bis 20 Jahren kaum verändert hat, obwohl in dieser Zeit die Computerentwicklung rasant vorangeschritten ist. Letztlich sind es eben Kreativität und Erfahrung, die das Endergebnis maßgeblich prägen, nicht die dazu verwendeten Tools. Ein solider Mittelklasse-Rechner ist daher für den Anfang absolut ausreichend. Überhaupt sollte man sich gerade als Einsteiger mehr mit den Basics befassen als mit dem Processing. Denn wer lernt, Gesang und Instrumente richtig aufzunehmen, braucht später keine tausend Plug-ins, um Fehler bei der Aufnahme auszubessern.

Checkliste Audio PC 

  1. Mac oder PC? Nimm, was deine Musiker-Freunde verwenden, damit sie dir bei Problemen weiterhelfen können. Außerdem könnt ihr dann leichter an gemeinsamen Projekten arbeiten.
  2. Desktop oder Laptop? Desktop-Computer sind leistungsstärker und bleiben unter hoher Rechenlast länger leise. Laptops eignen sich für mobiles Recording und beanspruchen weniger Platz, werden mit steigender CPU-Last aber meistens laut. Außerdem sind Laptops teurer, schon weil ein Bildschirm mit enthalten ist.
  3. Rechenleistung: Intel Core i5, i7 oder i9 CPU, möglichst mit vier (oder mehr) Prozessorkernen. Mindestens 8 GB Arbeitsspeicher sind heute Standard. Eine große Festplatte ab 500 GB ist ratsam.
  4. Ergonomie: Moderne DAW-Software erfordert eine große Bildschirmfläche. Ein abgesetzter Ziffernblock ist von Vorteil zur Steuerung der Laufwerksfunktionen.
  5. Schnittstellen: USB 3.0 ist heute Standard (viele Audio-Interfaces benötigen eigentlich nur USB 2.0). Zahlreiche Audio-Interfaces für den Mac erfordern einen Thunderbolt-Port. Thunderbolt 3 ist über einen Adapter abwärtskompatibel zu Thunderbolt 1/2. Beim PC ist diese Hochleistungsschnittstelle – Stand August 2019 – immer noch wenig verbreitet. Das ist schade, denn für viele Thunderbolt-Audio-Interfaces existieren sehr flotte Windows-Treiber.
  6. Das beste Preisleistungsverhältnis gibt’s in der Mittelklasse ab ca. 1.000 Euro (Windows). Mac-Anwender sollten für einen ähnlich leistungsstarken Recording-Rechner einen höheren Betrag einkalkulieren: Ein Mac mini mit 512 GB SSD ist ab etwa 1.300 Euro erhältlich. Ein aktueller 27-Zoll iMac kostet ab ca. 2.500 Euro erhältlich – dafür ist ein ausgezeichneter, sehr hochauflösender Bildschirm enthalten. Empfehlenswerte Mobilrechner kosten auf beiden Plattformen deutlich mehr als ein audiotauglicher Desktop-Rechner.

Geräuschentwicklung

In jedem Computer stecken mehrere potenzielle Geräuschquellen. Wer im selben Raum mit Mikrofonen aufnimmt bzw. beim Mix keine Störgeräusche hören möchte, sollte nicht am falschen Ende sparen. Denn mit etwas finanziellem Einsatz und cleverem Systemaufbau kann ein Rechner nahezu unhörbar leise arbeiten, selbst bei hoher CPU-Last. Bei Audio-PC-Ausstattern wie Digital AudionetworX kann man optional ein Silent-Kit hinzubuchen; der Aufpreis lohnt sich.

Hier eine Checkliste von Lärmquellen im Rechner und geeigneten Gegenmaßnahmen:

  • CPU-Lüfter: Leistungsstarke Prozessoren verursachen eine Menge Abwärme, insbesondere bei höherer Rechenlast. Leise Kühlung erreicht man durch einen möglichst voluminösen Kühlkörper mit großen, dafür relativ langsam drehenden Lüftern.
  • Netzteil: Auch Netzteile verursachen Abwärme, die abgeführt werden muss. Es gibt aber moderne Netzteile, die sehr effizient konstruiert sind (was auch der Umwelt zugute kommt) und mit großen, nahezu lautlosen Lüftern arbeiten. Manche besitzen sogar einen Passiv-Modus, in dem der Lüfter erst bei hoher Last anspringt. Solch hochwertige Computernetzteile meist recht teuer, aber die Mehrausgabe lohnt sich.
  • Festplatte: Magnetfestplatten arbeiten mit rotierenden Scheiben, die von Schreib/Leseköpfen abgetastet werden. Dabei entstehen Betriebsgeräusche, die meist umso lauter sind, je schneller die Platten drehen. Völlig lautlos und noch sehr viel schneller arbeiten Solid State Disks, die jedoch auch teurer sind. Tipp: Viel Speicherplatz bei geringer Geräuschentwicklung bieten preisgünstige Notebook-Festplatten im 2,5-Zoll-Format. In ein Desktopgehäuse eingebaut, sind sie kaum zu hören. Ihr Datendurchsatz liegt etwas unter dem größerer 3,5-Zoll-Desktop-Platten, genügt aber für übliche Recording-Anwendungen.
  • Gehäuselüfter: Sehr leistungsstarke Computer sind oft mit zusätzlichen Lüftern ausgestattet, um Warmluft aus dem Gehäuse abzuführen. Geräuschärmer als ein einzelner schnell drehender Lüfter sind mehrere möglichst große, dafür langsamer drehende Lüfter. Wichtig ist auch ein sauberer Systemaufbau, der den Luftstrom durchs Gehäuse nicht durch lose herumhängende Kabel behindert.
  • Grafikkarte: Hochleistungs-Grafikkarten benötigen Lüfter. Wer keine Games spielt und keine professionelle Videobearbeitung betreiben möchte, kann eine weniger leistungsstarke, passiv gekühlte Grafikkarte wählen. In vielen Fällen genügt sogar die in CPU bzw. Chipsatz integrierte Grafikausgabe.

 

Produkt: Sound & Recording 07-08/2019
Sound & Recording 07-08/2019
STUDIOSZENE: Bauer Studios, Ludwigsburg +++ MIXPRAXIS: Manon Grandjean / Santan Dave +++ TONI LOITSCH – Studiobau und Verkabelung des Nautilus Studios +++ EVENTIDE H9000 – Next Generation Harmonizer +++ HITS NACHGEBAUT: Henning Wehland de/constructed

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Gab es da nicht mal noch ein relativ unbekannten Aspekt, der Midi 10er Regel bei Windows? Mir hatte mal jemand vom Korg Support gesagt, dass Windows nur 10 externe Midi-Geräte verwalten kann und deswegen bei mir das Kaoss Pad nicht mehr über die DAW Midigesteuert werden konnte… Das war damals ein Aspekt, der in der Diskussion Mac. vs PC nie aufgekommen ist… Ich weiß nicht, ob der heute bei Windows 7 noch besteht..

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    1. Das mit der Windows-Regel (warens 10?) ist veraltet. Bei WinXP waren schon 64 unabhängige Mid In und Outs möglich … ich spreche aus Erfahrung mit 8 x Emagic AMT8/Unitor8.

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      1. Ich habe auch noch ein sehr großes MIDI Setup mit etlichen AMTs. Werden die AMT und Unitors von neueren Windows Versionen (7, 8, zukünftig 10) vernünftig unterstützt? Gibt es aktuellere Geräte, wie die AMTs, die große MIDI – Netzwerke (40 MIDI In/Outs) unterstützen können?

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        1. Der Mist bei den Emagic-Interfaces ist, dass diese nur einen 32-Bit Treiber haben. Inzwischen habe ich (zum Musik machen) einen alten Mac am start. Dort sind die Emagic wieder anstandslos toll. Mit den Motu MidiExpress 128 war ich bei PC wie auch Mac unzufrieden. Daher hab ich die tollen Emagic am Mac 🙂

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      2. Es geht nicht um die Anzahl der verwalteten Geräte, sondern um die Schnittstellentreiber. Die bis zu 64 Ports eines Unitor8/amt8-Verbunds werden durch einen einzigen Treiber abgehandelt.

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    2. Die Beschränkung auf 10 MIDI Ports gab es bei WIN 2000 (auch WIN2K genannt), Vorläufer von WIN XP.

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  2. Da hat sich nichts geändert. Da Problem hatte ich auch auf Windows 7, Korg Krome Editor. Das lies sich dann aber durch Löschen von alten Einträgen in der registry beheben und seitdem läufts klaglos.

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  3. Seid 2012 hat der Mac-Mini auch USB 3.0 – Schnittstellen, bitte den entsprechenden Absatz korrigieren…..

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      1. Hallo Zusammen,
        Ich hätte da eine frage sie hat zwar nicht sehr viel mit dem Thema zutun ist aber sehr wichtig. Und zwar: Reichen 48 audio spuren um beats zu produzieren? Bitte um antwort LG 😀

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        1. Hi luee!

          Ich denke, 48 Spuren dürften ausreichen.
          Ich nehme an, Drums, Bass, 3 Begleitungen und Melodie und Samples sind 7 Spuren, die man braucht, und dann noch Mikro. 8.

          Mir reichen immer zwei, left, right.
          Ich nehme Sony Audio Studio für meine Beats.

          Soundcloud.com/marvin-stuff

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        2. Ein amerikanischer Top-Produzent hat mal gesagt: “Wenn 24 Spuren nicht für eine Musikproduktion ausreichen stimmt etwas mit der Musik nicht”

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  4. Wie alt ist denn bitte dieser Artikel?
    Oder hat der Autor dieses Artikels die letzten paar Jahre verpasst?
    Dann die gute Nachricht, neue Mac Pros gibt es und zwar schon länger. Das sind diese schwarzen, kleinen Röhren 😉
    USB3 und Thunderbolt ist bei jedem Mac dabei (ausser diesem neuen, flachen Mac Book…)

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    1. … zu schnell geschossen, wird eh erwähnt.

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  5. Nun Herr Dr. man sollte aber schon, wenn man ein neues Betriebssystem installiert auch die Laufzeit DLLs. die meistens in den Service Packs enthalten sind, gleich mit installieren lassen.

    Sonst kann es passieren, das Major Updates von VST und Sequenzer Software nicht mehr starten.

    LG Crisben

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  6. Tja was mach ich nun mit meinem amt8 …hab nun win 8 64bit und aus der Traum vom Musizieren…soll das gute Zeugs nun auf den Schrott wandern? (Midi Interface)
    sonnige Grüße aus der Oberlausitz sendet Simon

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  7. wo kann ich mir den am besten einen geeigneten audio pc kaufen?

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    1. Hey, am besten schaust du mal hier auf der Website: http://www.da-x.de!
      Dort kannst du dir auch deinen eigenen Rechner individuell auf deine Anforderungen anpassen lassen oder selbst konfigurieren.
      Die Sachen sind da zwar etwas teurer aber du bekommst ein tolles Produkt!

      Grüße,
      Marc

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  8. Ich nehme den Mac , denn es gibt weniger Probleme und wenn wissen es Freunde und bekannte auch nicht immer;Da kann man auch gleich in Foren lesen.Und ja den Rechner nur für Musik- nicht ins Netz usw wäre das beste- mein Rechner muss aber alles leisten – also bleibt nur der Mac -wegen viel mehr stress Windows Allergie – Sowie Core Audio habe ich bessere Erfahrungen damit und für Anfänger braucht man so nicht mal eine extra Soundkarte kaufen- Ich finde die Audiochips in Windowsrechnern sind da nicht so gut.Bevor ich mir eine teuere Workstation kaufe – gibt es gleich MacPro oder iMacPro.. Für mich die besseren Geräte .Wie auch hier beschrieben – Windows ohne Netz nur für Musik mit Soundkarte ( meine Meinung : sonst bekomme ich die Abhörkrise bei der Effekthascherei ) Das geht obwohl der Mac trotdessen zuverlössiger läuft .Mit Netz und allem anderen ist Windows wie gewohnt eine Katastrophe : Wie bekannt = Geldverschwendung für mich zudem..!

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  9. Hallo zusammen, ich bin von S&R ein etwas höheres fachliches Niveau gewohnt… Vieles klingt für mich hier nach halbwissen oder hörensagen.
    Beispielsweise der Part, dass ein Windows PC, der dauerhaft Internet hängt quasi ein instabiles Konstrukt sei, welches jederzeit von Viren und anderen bösartigen Gestalten aus dem Internetz-Neuland lahmgelegt werden könnte. Und dann die Mär vom unverwundbaren Mac, für den quasi nicht einmal Schädlinge existieren.
    Viren für MacOS sind ebenso verbreitet wie in der Zahl wachsend – wächst der Marktanteil an Macs, wächst auch die Angriffsfläche. (Gutes Interview dazu: https://www.heise.de/mac-and-i/artikel/Interview-Wie-sicher-sind-iOS-und-macOS-vor-Angriffen-3781809.html?seite=all) Ressourcenschonende Sicherheitssoftware für Windows, die sich zudem an inidivuelle Bedürftnisse anpassen lässt (z.B. der in Windows integrierte Defender) gibt es seit Jahren. Wer zudem sein Netzwerk rudimentär absichert, einigermaßen weiß was er tut (also z.B. nicht wie ein taubstummer Blinder mit Krückstock duchs Internet wandelt), Daten sichert und sich ein bisschen auf dem Laufenden hält (=alles Dinge die jeder Betreiber eines PCs oder Macs im professionellen Umfeld sowieso tun sollte), kann sehr wohl einen Windows-PC als DAW weitestgehend sicher am Internet betreiben.
    Die Angaben im Artikel diesbezüglich sind zwar nicht komplett falsch aber technisch nicht wirklich präzise und IMO aus einer sehr eingeschränkten Perspektive.
    Dass SSD-Festplatten z.B. als Systemfestplatte nur einen gefühlten Unterschied machen kann ich so auch nicht unterschreiben. Eine klassische Festplatte kann – gefühlt wie gemessen – einer der größten Flaschenhälse in der Gesamtperformance Computer-System sein, gerade bei einer DAW.

    Grüße, bp

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    1. Sehr guter Kommentar!
      Der Artikel scheint trotz Aktualisierung nicht an allen Stellen ganz aktuell zu sein. Man schaue auch mal auf die Probleme, die mit den letzten OSX-Updates auf die Nutzer ohne Vorwarnung zurollten, die es sonst gewohnt waren, immer ein stabiles und voll funktionsfähiges System zu besitzen. Die schauten natürlich ziemlich dumm aus der Wäsche.
      Ich will Windows weiß Gott nicht heilig sprechen, aber wir sollten doch bei der Realität bleiben. Und Probleme kann es mit jedem System geben.
      Ein ehemaliger Bandkollege hat jetzt beispielsweise den Schritt auf Ubuntu Linux nach langem Zögern gewagt und ist jetzt absolut glücklich damit. Kommt eben nicht nur auf den persönlichen Geschmack und die eigenen Fähigkeiten bzgl. Betriebssystem an, sondern auch auf die Anforderungen.

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  10. Vielleicht wäre es noch sinnvoll gewesen, auf die Geräuschentwicklung hinzuweisen. Manche Geräte ( auch die vielgelobten Macs) machen vor allem unter Last einen erheblichen Lärm, was vor allem in einer single room Aufnahmesituation sehr lästig ist.

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  11. Was ist denn mit dem im Herbst 2018 erschienenen Mac Mini? Den hat der Autor wohl verschlafen !

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    1. Hallo
      wir updaten diesen Artikel ca. ein mal im Jahr, auch wenn wir ihn häufiger als ein mal im Jahr auf unserer Startseite posten.
      Zuletzt geupdatet wurde er im April 2018, wie oben auch erwähnt.

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  12. Ich finde die Beweihräucherung der Mac-Computer könnten wir doch im Jahre des Herrn 2019 adacta legen. Die unterschwelligen Bemerkungen, dass Windows im Audiobereich nur brauchbar ist und mit den Mac’s nie Probleme hat, kennt sich im heutigen Hardwareangebot nicht aus. Ich arbeite seit vielen Jahren mit Windows und bin nie im Stich gelassen worden. Auch mit den immer wieder auftauchenden angst machenden Zeilen, dass man mit Windows nur Viren hat, ist ja auch nur noch Vergangenheit. Die heutigen Probleme mit Malware etc. ist Betriebssystem unabhängig und kann beide Systeme betreffen. Was mich auch erstaunt ist, das es bis heute keinen Macintosh-Laptop gibt mit Touchscreen, was ja heute eigentlich “Standard” ist. Man/Frau kauft sich lieber einen Mac-Laptop und zugleich ein iPad. So wird die Wirtschaft am laufen gehalten.

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    1. … und wenn “nur noch” jeder Dritte an einem Mac arbeitet, dann sind das immer noch ein paar (Zehn?-)Tausend. Und vielleicht dreht sich auch diese Zahl wieder?? Wer weiß…

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  13. Als mein Macbook pro (2010) irgendwann zu wenig Power hatte – RAM und SSD wurden bereits zwischenzeitlich eingebaut- habe ich mich für einen Win Rechner (Desktop) entschieden.
    Ich habe mich vorher auf unterschiedlichen Seiten zu den einzelnen Komponenten informiert. Diese habe ich dann teilweise gebraucht und neu erstanden. Der Rechner i6500 16 RAM hat mich ca 600 Euro gekostet.
    Er läuft seither stabil ohne nennenswerte Probleme. Ich nutze Reaper.
    Apple ist sicher nett, aber mir sind die Preise in den letzten Jahren einfach zu sehr gestiegen. Ärgerlich finde ich auch den Umstand, dass Speicher und RAM mittlerweile fest verbaut sind.

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  14. Bei Wikiloops (.com, ist aber aus der Eifel) machen wir Musik mit allen Systemen, und der Austausch auch einzelner Stems und/oder Tracks klappt problemlos, egal von welchem System oder aus welcher DAW das nun kommt. Ich bin auf Linux, einige Andere auch, während die meisten auf Windows oder auf Macs unterwegs sind. Probleme? Kaum, und wenn dann redet man drüber und hilft sich gegenseitig.
    Meine Tochter (14) spielt ihr Klavier in ein Notebook mit Ubuntu, ich bin auf Debian, wir benutzen beide bevorzugt Ardour. Seit dem letzten Jahr hab ich 6 Alben auf Wikiloops veröffentlicht, Links sind auf meinem Blog zu finden. Und wie gesagt: man hört da alle möglichen Systeme, nicht nur Linux.

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  15. Leider erfährt man hier nichts über Probleme mit der sehr unterschiedlichen, internen Verarbeitung der USB Eingänge bei verschiedenen Computern. Das ist bei mir der Grund, warum ich trotz leistungsstarkem Computer und teurer VST Instrumente den Rechner nur noch zum Anschauen von YouTube Videos nutze. USB Keyboards werden nach ca. 10 Minuten ausgeworfen und können nicht neu eingebunden werden. Dann heißt es DAW neustarten und alle VSTi neu laden. Die Ereignisanzeige des OS zeigt irgendwelche Probleme mit USB Mini Mapping. Kenne ich mich leider nicht mit aus. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Computer – ist wohl ein teures Glücksspiel. Früher war nicht alles besser, aber als ich noch das MIDI Interface am Druckerport hatte konnte ich einfach nur Musik machen. Jetzt muss ich mich für Mainboards, Chiptreiber und USB Mapping interessieren.

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    1. Hast du da interessante Lösungen gefunden?

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  16. Ich habe mir nun einen Laptop von Lenovo gekauft und stehe jetzt kurz vor dem Kauf von Cubase sowie der Installation von einem freeware Videoschnittprogramm (DaVinci Resolve). Zusätzlich möchte ich Videos von meinem anderen Laptop auf den neuen PC laden. Kann ich das alles wirklich ohne Virenscanner tun? Fühle mich dabei nicht wohl.
    Liebe Grüße

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    1. Hallo, Nadine.

      Ich bin seit SX3 bei Cubase raus, aber wenn Steinberg das immer noch so hat mit Dongle/eLicenser, dann kannst du ja die Aktivierungen am anderen Laptop machen. Einige Software-Hersteller wie Ableton bieten ja auch Offline-Aktivierung an.
      Also, solange du deinen Virenscanner am Internet-Rechner hast und mit dem neuen Lenovo nur offline arbeitest, sollte das kein großes Problem sein. Dateien, die du vom I-PC auf den M-PC verschiebst (Installationsprogramme, Videos usw.), kannst du ja vorsichtshalber vorher nochmal auf dem I-PC scannen.
      Wo ich aber auch Bauchschmerzen hätte: Windows Updates etc, die eine Online-Verbindung erfordern. Ok, aber da hatte ich auch mal schlechte Erfahrungen (das war noch bei Windows XP):
      – XP war neu installiert
      – noch kein Virenscanner installiert
      – keine Internet-Seite aufgerufen oder sonstwas gemacht
      – Service-Pack von XP online upgedatet
      – Tja und da ist irgendwo Huckepack ein Virus mit drauf gelandet, hab ich erst Wochen später bemerkt.
      LG

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  17. Schon lustig, wie man bei den Windowsapologeten diese latente Wut auf den Mac herausspürt, auch wenn sie noch so sehr versuchen, sich sachlich zu geben.
    Es ist doch einfach logisch, daß ein von vornherein aufeinander abgestimmtes System (Mac), runder läuft, als eins, das aus lauter Einzelkomponenten, mit nicht nicht aufeinander abgestimmten Treibern, zusammengestellt ist (Windows).
    Wenn man sich ein Windowssystem von oben erwähnten Fachbetrieben zusammenstellen läßt, kommt man da keinesfalls günstiger weg, als mit einem Mac.
    Und jedes Treiberupdate birgt dann wieder die Gefahr von Unkompatibilitäten in sich.

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    1. Hallo Andreas
      Nein, wütend ist hier niemand. Die Rechner von Digital AudionetworX sind auch eigens für Audio- (und wenn man will Video-) Anwendungen konzipiert. Die laufen schon ziemlich rund und Updates angeht, da ist es einfach unsere allgemeine Empfehlung ein paar Tage zu warten, egal ob Windows oder Mac.
      Lieben Gruß aus der Redaktion.

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  18. Hallo,
    1)
    mich würde noch interessieren ob “M.2-PCIe Module” wirklich besser/schneller sind als normale “SSDs?
    Wenn JA in welchem Anwendungsbereich? (PlugIns, Softwaresynthesizer, Samples,…)

    2)
    ich habe mal die Info von Steinberg bekommen, dass bei der CPU weniger Rechenkerne mit höherer Taktfrequenz oft besser ist als mehr Rechenkerne mit niedrigerer Taktfrequenz, da jeder Rechenkern auch ein bißchen Leistung verbraucht!
    Habt Ihr da Erfahrungen damit?

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