Audio-Basics

Signale »zusammenkleben« mit Early Reflection

Signale »zusammenkleben« mit Early Reflection

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Overdubbing, Close-Miking und Klangerzeugung im Rechner zählen bei heutigen Produktionen meist zur Tagesordnung. Diese gängigen Verfahren bringen aber nicht nur Vorteile mit sich, insbesondere wenn es später an die Mischung geht. Da die einzelnen Elemente nicht im gleichen Raum aufgenommen wurden, können sie schnell zu stark separiert wirken − es fehlt der Zusammenhalt, der »Glue«. Mit passender Bus-Kompression ist oft schon ein guter Schritt in Richtung eines homogenen Klangbildes getan. Nicht übersehen sollte man aber auch den Einsatz von passenden Hallprozessoren mit Room- oder Ambience-Programmen. Wichtig ist, dass eine getrennte Regelung von »Early Reflections« und »Reverb Tail« vorhanden ist. Denn um einzelne Elemente nachträglich in einen gemeinsamen Raum zu stellen, sind weniger prägnante Hallfahnen, sondern vielmehr die frühen Reflexionen von Interesse.

Per Aux-Send lässt sich der Raumanteil für jedes Element sehr genau bestimmen. Zudem könnte man je einen eigenen ER-Prozessor für die Drums, einen für Gitarren, einen weiteren für Backing-Vocals im Projekt anlegen. In diesem Fall sollte man unbedingt mit dem Parameter »Pre-Delay« experimentieren. Dieser bestimmt die Zeitdauer, bis die Erstreflexionen nach Eintreffen des Direktschalls erklingen, und ist maßgebend für eine gute Tiefenstaffelung.

Viele Hallprozessoren ermöglichen eine getrennte Regelung von »Early Reflections « und »Tail«. Zum Verbinden von einzelnen Elementen kann auf lange Hallfahnen meist komplett verzichtet werden.

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