Modern Retro

Studioszene: Voxton Studio, Berlin

(Bild: Jubal Battisti)

Im beschaulichen Berliner Bezirk Weissensee hat sich ein internationales Produzententeam sein Traumstudio verwirklicht. Mit viel Leidenschaft und Eigenleistung entstand hier ein Ort, der in der aktuellen Recording-Landschaft seinesgleichen sucht. Ein Besuch im Voxton Studio …

Etwas mehr Sound-Charakter gefällig? Dann sollte das Berliner Voxton-Studio die richtige Adresse sein. Mit seiner beeindruckenden Auswahl an ausgesuchtem Vintage-Equipment dürften die Betreiber Francesco Donadello und Niels Zuiderhoek sowie das mehr oder weniger regelmäßig dort anzutreffende Produzententeam um Antonio Pulli, Simon Goff und Assistent Henrick-Johansson Havelka in der Lage sein, auch die eigenwilligste Klangvorstellung zu verwirklichen …

Anzeige

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 12 2018. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Im Vintage-Paradies:

Das Berliner Voxton Studio beeindruckt mit einer reichhaltigen und perfekt gepflegten Vintage-Ausstattung. Vom Joe Meek Preamp aus den 50er-Jahren bis zur 16-spurigen Studer A80 finden sich audiophile Schätze mit einem Höchstmaß an Charakter und Charisma. Aber auch eine moderne DAW mit Pro Tools HD, Logic X und Ableton Live fehlt nicht.

Der fast 50 m2 große Regieraum mit seinem Schmuckstück, der Cadac G-Serie Konsole von 1972: 24 Inputs und 12 Busse randvoll mit Marinair-Übertragern, Spulen-EQs und feinster Class-A-Technik. Sie entstammt den niederländischen Soundpush-Studios und wurde vollständig recappt.
Outboard aus 60 Jahren Studiotechnik: Röhren-Preamps von Neumann und Altec, Kompressoren u. a. von API, E-Labs, DBX, Universal Audio, CBS und Ampex, EQs − meist passiv und/oder mit Röhren − von Fairchild, Langewin, Klein&Hummel und White. Unter den Effekten findet sich u. a. ein Federhall von Fairchild, Binson Echorec und mehrere alte Lexicon-Geräte. Auch ein 224XL-Hall fehlt nicht. Das T.C.2290 dient meist als Pre-Delay für die EMT-Hallplatte.
Echte »Charakterschweine«: der passive Langewin EQ-258-A und darunter ein 175B Röhren-Limiter von Universal Audio aus den frühen 60er-Jahren.
Dazu ein Ampex MX15 Röhren-Preamp
EQs von Fairchild (Model 664) und Neve 1272A Preamps
Die drei Studer A80: Neben der 2-Zoll-16-Spur-Maschine finden sich noch zwei 2-Spur-Versionen. Die linke arbeitet mit Halb-Zoll-Bändern und dient als Master-Maschine, die rechte (Viertel-Zoll) wird meist als Effektgerät zweckentfremdet. Zusätzlich sind zwei Ampex-Bandmaschinen vorhanden.
Der gut 120 m2 große Recording-Saal mit reichlich Tageslicht. Dank schräger Decke und zahlreichen Absorbern liefert der Raum eine saubere Akustik mit Nachhallzeiten von 0,7 bis 1,4 Sekunden.
Zu den verfügbaren Instrumenten zählen nicht weniger als drei Flügel (Steinway A, D und Kawai Baby Grand), dazu diverse Orgeln, E-Pianos und Gitarren samt Amps. Nicht zu vergessen: Voxton verfügt über mehr als 80 Mikrofone, ebenfalls aus sechs Jahrzehnten.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Der Text unter dem Foto der zwei Schlagzeugern ist der selbe, wie im Foto von den Studers davor:-) Mal davon abgesehen, analoger Sound hat was eigenes, wohl klingendes.

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Hallo Robert
      Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

      Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren: