The Big Splash!

Wobblophones: Neues Kontakt-Instrument „Splash“ im Test

Obwohl die Hauptseite lediglich zwei Parameter aufweist, bieten diese eine gute Kontrolle über den Basissound. „Splashes“ steuert die Länge des Sounds, während „Bubbles“ die Art des Ausklangs beeinflusst.

Das niederländische Klangkünstler-Paar Neon & Landa (aka Wobblophones) machen seit einigen Jahren Sample-Packs und virtuelle Instrumente für Kontakt, Reaktor und Ableton. Grundlage der meisten ihrer Sounds sind Custom-Instrumente, die als physische Klangexperimente gebaut werden, um sie anschließend als virtuelles Abbild in der Welt zu verbreiten. Der neuste Streich der Wobblophones nennt sich Splash und basiert in erster Linie auf Aufnahmen von Wassertropfen, die in eine mit Wasser gefüllte Plexiglasröhre tropfen. Durch unterschiedliche Wasserstände in der Röhre war es möglich die Wassertropfen nach Tonhöhen zu stimmen und diese somit musikalisch Nutzbar zu machen. Wir haben Splash im Kurztest ausprobiert.

Splash umfasst zwei Kontakt Instrumente, die eine unterschiedliche Herangehensweise an die Nutzung der Basissounds bieten. Das eine Instrument nennt sich „Splash“ und bietet Aufnahmen von Wassertropfen und fließendem Wasser, die chromatisch über drei Oktaven mit fünf Wiederholungen spielbar sind. Das zweite Instrument mit dem Namen „Nebulon Splash“ stellt neben den chromatischen Samples weitere Wasseraufnahmen zur Verfügung, die in einer umfangreichen Granular-Sampler Engine verändert werden können. Es handelt sich dabei um ein Sounddesign-Tool, bei dem sogar auch eigene Samples jeglicher Art importiert werden können (die Beschreibung dazu liegt dem Instrument bei).

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Klanglich weist Splash eine hohe Bandbreite auf, wobei das Instrument mit den natürlichen Aufnahmen allein schon den Preis rechtfertigt. Es werden nicht nur statische Samples abgefeuert, sondern Layer genutzt, die eine Kontrolle über die Art der „Splashes“ und den Umfang der „Bubbles“ im Ausklang ermöglichen. Eine wirklich sehr kreative Idee! Zudem stehen viele Effekte zur Nachbearbeitung bereit, die sich allerdings auf mehreren Unterseiten „verstecken“ und übersichtlicher strukturiert sein könnten.

Mit Nebulon Splash ist es möglich umfangreiche Klangtexturen und Atmosphären zu zaubern. Allerdings ist das User-Interface aufgrund der vielen Optionen sehr unübersichtlich und benötigt einige Zeit zur Einarbeitung. Klanglich geht es von atonalen Effekten über Dronen bis zu Sounds, die auf den integrierten Sequenzer und Arpeggiator zurückgreifen und somit die rhythmische Komponente liefern.

Alles in allem liefert die Library ein stimmiges und dem Umfang angemessenes Konzept. Wer Sounds abseits der „üblichen Verdächtigen“ sucht, wird bei Splash fündig.

Um Splash nutzen zu können, benötigt ihr eine Vollversion von Native Instruments Kontakt, da die Library ansonsten nur im 15-minütigen Demo-Modus von Kontakt läuft. Bis zum 20.10.2017 bieten die Wobblophones Splash für den Einführungspreis von 42,50€ an, bevor der reguläre Preis von 50,- Euro verlangt wird.

Überblick:

  • 492MB (330 MB Soundcontent)
  • 2 Instrumente
  • Drei Oktaven chromatisch gesamplet (fließendes Wasser und Tropfen)
  • 5 „Round Robin“-Wiederholungen pro Sample
  • 57 Snapshots (27 für Splash, 30 für Splash Nebulon)
  • Sounds: Wassertropfen und fließendes Wasser sowie hybride Dronen, tonale und atonale Effekte, Arpeggios & Sequenzen
  • Kontakt Player: Nein (Vollversion wird benötigt)
  • Preis: 50€

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