Produkt: Sound & Recording 03/2020
Sound & Recording 03/2020
Mixpraxis: Ian Kirkpatrick produziert Don't Start Now von Dua Lipa +++ Willem Twee Studios: Enthusiasmus und Know-how mit Vision +++ Test: Modal Argon 8 Wavetable Synthesizer +++ Arturia Audiofuse Studio USB 2.0 Audio-Interface
Desktop Deluxe

Waldorf Iridium – Desktop-Synthesizer im Test

Der Quantum ist sicher der feuchte Traum vieler Synthesizerliebhaber, für viele Musiker aber nicht erschwinglich. Mit dem Iridium konvertiert Waldorf das Konzept nun in ein Desktopformat, das zwar auf analoge Filter verzichtet, an anderen Stellen jedoch mit interessanten Neuerungen aufwartet.

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Mit dem Quantum hat Waldorf 2018 einen hybriden Synthesizer der Superlative vorgestellt. Er vereint klassische Wavetable-Synthese, Sampling, Granularsynthese und mehr mit analoger Nachbearbeitung. Weil das Instrument mit einem Preis jenseits der 4.000 Euro nicht für jedermann zu haben ist, hat Waldorf das Konzept sinnvoll variiert. Der duotimbrale Iridium kommt im Rack-fähigen Pultgehäuse ohne Klaviatur und wartet stattdessen mit 16 beleuchteten (nicht dynamischen) RGB-Pads auf, über die sich Noten (chromatisch, skalengebunden) oder programmierbare Akkorde sowie Arpeggios und Sequenzen triggern lassen. Die Klangerzeugung verzichtet auf die analogen Filter, ist ansonsten identisch und in beide Richtungen klangkompatibel (dank kompatibler Emulation der Analogfilter). Dabei kann Iridium sogar 16 Stimmen errechnen, doppelt so viele wie der große Bruder, und arbeitet durchgängig in Stereo. Gleichzeitig hat Alex Hartmann beim Neudesign die Chance genutzt, eine Masterpage für den Ausgang, einen Temporegler und einen Start/Stopp-Taster zu integrieren.

Schon allein die drei Oszillatoren des Iridium eröffnen dank der vielen, vielen Wellenformen unzählige Basis-Sounds.
Links und rechts vom 7"-Touchdisplay liegen je drei kontextsensitive Encoder, und oberhalb gibt es acht Taster, die zu dedizierten Bereichen führen.
Anders als der Waldorf Quantum besitzt der Iridium keine Pedaleingänge, aber dafür hat man ihm acht 3,5-mm-Klinkenbuchsen spendiert, um ihn mit modularem Equipment verbinden zu können: Gate, Clock-In/Out, Start und vier CV-Eingänge.

Die Klangerzeugung bietet pro Stimme drei Stereo-Oszillatoren, eine doppelte digitale Filterabteilung, die um eine weitere Filter-/Bearbeitungsstufe namens »Digital Former« erweitert wird. Hinzu kommen üppige Möglichkeiten der Modulation sowie ein umfassender Effektbereich. Die 16 Stimmen teilen sich in zwei Layer auf, die sich hier einen Stereoausgang teilen. Weiterhin finden sich ein Stereo-Audioeingang, Kopfhöreranschluss, MIDI-Trio, USB-MIDI, USB-Host, microSD-Slot, aber keine Pedaleingänge. Dafür gibt es nunmehr acht 3,5-mm-Klinkenbuchsen, über die sich bestens mit modularen Systemen kommunizieren lässt: Gate, Clock-In/Out, Start und vier CV-Eingänge. Anders als beim Quantum gibt es hier ein externes Netzteil.

Den kompletten Testbericht findest du im Studioszene Heft von Sound&Recording. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Produkt: Sonderheft Sound & Recording Studioszene 2020
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