Tascam US-4×4

Die US-Serie ist ein Dauerbrenner bei Tascam, kommt mit dem US-4×4 doch inzwischen das zwölfte Model mit diesem Kürzel auf den Markt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein USB-Interface mit vier Eingängen und vier Ausgängen: robustes Outfit, integrierte Preamps für Mic-, Line- und Instrument-Signale, zwei Kopfhörer-Anschlüsse — das Teil scheint für Homerecording-Zwecke und den mobilen Einsatz wie gemacht

Tascam US-4x4-front

Das Chassis besteht aus schwarzem Aluminium und besitzt Maße von 280 x 49 x 145 mm (B x H x T). An den Seiten ist jeweils ein silbernes Aluminiumgitter angeschraubt, welches das Interface leicht an der Front anhebt. Somit ist das US-4×4 werkseitig als Desktopgerät ausgelegt, macht aufgrund seiner sehr robusten Verarbeitung aber bestimmt auch Einsätze “on the road” mit. Mit knapp 1,5 kg Gewicht findet es außerdem sicheren Halt am Recording-Desktop. Die Rückseite ist recht übersichtlich gestaltet. Rechts eingelassen sind eine Buchse für die Stromzufuhr sowie ein USB-Port. Links hingegen findet man vier Line-Ausgänge in Form von symmetrischen Klinkenbuchsen. In der Mitte spendiert Tascam noch ein MIDIDuo. Digitale Schnittstellen wie S/PDIF oder ADAT fehlen allerdings.

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Alles im Griff

Auf der Frontseite befinden sich die vier Eingangskanäle, die je mit XLR- und Klinkenbuchse sowie Gain-Poti inklusive Signal- und Peak-LED aufwarten. Der Schalter “+48V” kann alle Eingänge global mit Phantomspeisung versorgen. Die Phantomspeisung bringt 44,9 Volt auf das Messgerät und liegt somit noch im Toleranzbereich von ±4 Volt.

Acht Anschlussbuchsen, aber nur vier Eingangskanäle? Ja, das Eingangsrouting übernehmen die beiden Schalter namens “IN1” und “IN2”. Sie führen den beiden ersten ADWandlern separat entweder “Mic/Line”- oder “Inst”-Signal zu. Und wie erfolgt die Umschaltung von Kanal 3 und 4? Zumindest ohne Schalter! Zwar dürfen beide Buchsen belegt sein, steckt jedoch ein XLR-Kabel, hat dieses Vorrang gegenüber dem Klinke-Port; ganz simpel also − man sollte halt dran denken, den XLR-Stecker herauszuziehen, wenn man das Klinkenkabel benutzen möchte. Alle Drehregler sitzen sehr stabil auf ihrer Achse und legen dennoch ein sehr flüssiges, angenehmes Regelverhalten an den Tag.

In The Box

Zum Lieferumfang gehören ein Netzteil und ein USB-Kabel. Mit in der Packung sind neben einer deutschsprachigen Schnellstartanleitung auch Download-Codes für Cakewalk Sonar LE und Ableton Live Lite. Ein Datenträger ist nicht mit dabei, und so muss man den entsprechenden Treiber auf der Homepage des Herstellers herunterladen.

Für Windows findet man hier je eine 32- Bit- und 64-Bit-Version; auf dem Mac ist nur die Installation des “Settings Panel” nötig. Diese Kontrolloberfläche ermöglicht innerhalb beider Betriebssysteme Zugriff auf die Abtastraten des US-4×4, also 44.1, 48, 88.2 und 96 kHz. Auch lässt sich hier die Puffergröße zwischen 64 und 2.048 Samples definieren. Der Wertebereich der Ausgangslatenz in Cubase (Intel Core i7-2600K @ 3,40 GHz, Windows 7) erstreckt sich somit von 7,9 bis 64,3 Millisekunden. Bei 1.024 Samples liegt die Verzögerung bei 39,0 ms. Das sind keine Bestwerte, besonders im Vergleich zum Referenzgerät “Fireface 400” von RME mit Werten zwischen 3,6 (bei 64 Samples) und 25,3 ms (bei 1.024 Samples).

 

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