Die Messwerte

Studiomonitor ADAM Audio T5V im Test

(Bild: Dieter Stork)

Die T-Serie des Berliner Herstellers ADAM Audio ist der preisgünstige Einstieg in die Kategorie der Monitore mit dem legendären Air Motion Transformer (AMT) nach Oscar Heil. Im Angebot aus der T-Serie sind zurzeit mit der T5V und T7V zwei Modelle mit 5″- bzw. 7″- Tieftöner, die beide mit einem 1,9″-AMT-Hochtöner mit Waveguide ausgestattet sind. Die T7V wurden unlängst in der Ausgabe 4.2018 vorgestellt. Aktuell wollen wir uns mit dem kleineren Modell T5V befassen, das im Handel zu einem fast unglaublichen Straßenpreis von 340 Euro pro Paar angeboten wird.

Als großer Vorzug der AMT-Hochtöner wird vor allem die große Membranfläche in Relation zur kleinen Schallaustrittsöffnung mit einem Transformationsfaktor von 4:1 gesehen, womit es gelingt, ohne übertriebene Bündelung den Schall von einer großen Membran über eine deutlich kleinere Fläche abzustrahlen. Durch den gefalteten Aufbau entsteht eine Art Kompressionseffekt, vergleichbar einem Kompressionstreiber, ohne jedoch dessen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Partialschwingungen der Membran werden durch die gleichmäßig angreifende Antriebskraft beim AMT-Hochtöner minimiert, und Resonanzen in einer Kompressionskammer gibt es nicht. Der Pegelgewinn gegenüber einer Kalotte kann daher primär dazu genutzt werden, die erforderlichen Pegel mit weniger Verzerrungen zu erreichen.

Anzeige

ADAM Audio T5V
Signale gelangen per XLR- oder Cinchbuchse in die TV5. Bässe und Höhen lassen sich zur Ortsanpassung per HF- und LF-Schalter um je ±2 dB leicht korrigieren. (Bild: Dieter Stork)

Ein weiterer Vorzug ist der sehr weit ausdehnte Frequenzbereich, da auch jenseits der 20 kHz kaum Probleme mit Resonanzen der Membran oder einer Kammer auftreten. Der AMT ist daher einer der wenigen Hochtöner, die auch noch die Oktave von 20 bis 40 kHz gut abzudecken vermögen. Direkt ausgenutzt wird das in der T-Serie zwar nicht, da die Elektronik bei 24 kHz durch die interne Samplerate von 48 kHz limitiert ist. Trotzdem bleibt das gute Gefühl, einen Hochtöner zu haben, der mehr kann, als das was man von ihm verlangt.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 11/2018. Hier versandkostenfrei bestellen. 


Aus dem Messlabor

unter reflexionsfreien Bedingungen stammen die folgenden Messungen zum Frequenzgang, zum Abstrahlverhalten und zu den Verzerrungswerten. Der Klasse-1-Messraum erlaubt Messentfernung bis zu 8 m und bietet Freifeldbedingungen ab 100 Hz aufwärts. Alle Messungen erfolgen mit einem B&K 1/4″-4939-Messmikrofon bei 96 kHz Abtastrate und 24 Bit Auflösung mit dem Monkey-Forest Audio-Messsystem. Messungen unterhalb von 100 Hz erfolgen als kombinierte Nahfeld-Fernfeldmessungen.


++
Messwerte
++
Klangqualität
++
Einsatzmöglichkeiten
++
Verarbeitung und Wertigkeit
+++
Preis/Leistungs-Verhältnis

Hersteller/Vertrieb: ADAM Audio / diverse

UvP/Straßenpreis pro Paar: 398,− Euro / ca. 340,− Euro

www.adam-audio.com

PROFIL

Frequenzbereich: 50 Hz − 23,3 kHz (−6 dB)
Welligkeit: 4,7 dB (100 Hz − 10 kHz)
hor. Öffnungswinkel: 117 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
hor. STABW (Standardabweichung): 14 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
ver. Öffnungswinkel: 95 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
ver. STABW: 38 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
max. Nutzlautstärke: 101,4 dB (3% THD 100 Hz − 10 kHz)
Basstauglichkeit: 97,3 dB (10% THD 50 − 100 Hz)
Maximalpegel in 1 m (Freifeld) mit EIA-426B Signal bei Vollaussteuerung: 91,7 dBA Leq und 106,7 dB Peak
Paarabweichungen: 0,8 dB (Maxwert 100 Hz − 10 kHz)
Störpegel (A-bew.): 29,7 dBA (10 cm)
Maße/Gewicht: 179 x 298 x 297 mm (B x H x T) / 5,7 kg

ADAM Audio T5V(Bild: Dieter Stork)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren: