Produkt: Sound & Recording 09-10/2019
Sound & Recording 09-10/2019
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Die Messdaten

PSI AVAA C20 – Aktiver Bass-Absorber im Test

(Bild: Dieter Stork)

Für Projektstudios oder fürs Home-Recording werden häufig kleine Räume als Arbeitsumgebung genutzt. Um dort ein akustisch angemessenes Verhalten zu erzielen, bedarf es in der Regel einiger raumakustischer Maßnahmen in Form von Absorbern und Diffusoren, die zum einen die Nachhallzeit der Räumlichkeit auf den gewünschten Wert bringen und harte Reflexionen von homogenen schallharten Flächen verhindern.

Entsprechende Absorber in Form von porösen Materialien wie Schaumstoff, Basotect oder Mineralwolle sind ebenso wie Diffusoren unterschiedlicher Größe und Bauform im Fachhandel erhältlich. Die raumakustischen Verhältnisse lassen sich damit für mittlere und hohe Frequenzen meist gut in den Griff bekommen. Schwieriger wird es dagegen bei tiefen Frequenzen, die von einzelnen sogenannten Raummoden dominiert werden. Je nach Aufstellung der Lautsprecher und Position des Hörplatzes kann es vorkommen, dass es bei manchen Frequenzen unschön dröhnt und bei anderen fast nichts am Hörplatz ankommt. Die Ursache liegt in den Raummoden.

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Um dieses Phänomen zu verstehen, bedarf es eines kurzen Ausflugs in die Theorie der Schallausbreitung in geschlossenen Räumen. Wird ein Raum durch mehr oder weniger schallharte Flächen (Boden, Decke und Wände) begrenzt, dann geben diese als physikalische Randbedingung vor, dass auf deren Oberfläche die Schallschnelle gleich null und der Schalldruck maximal ist. Stellen wir uns dazu zwei schallharte Wände in einem Abstand von 3,4 m vor, dann kann diese Randbedingung nur für bestimmte Frequenzen, die Eigenfrequenzen oder Raummoden, erfüllt werden. Abb.01 zeigt dazu den Schalldruckverlauf zwischen den schallharten Wänden für 50 Hz, 100 Hz und 150 Hz. Für alle dazwischen liegenden Frequenzen wäre unter Idealbedingungen keine Schallausbreitung möglich, da die Randbedingungen nicht erfüllt werden können. So extrem ist es in der Realität jedoch nicht, da die Raumbegrenzungsflächen nur selten ideal schallhart sind und Einrichtungsgegenstände die Verhältnisse zudem verändern.

Mehr zum Thema Raummoden findest du hier.

Grafiken und Messungen

01 Pegelverlauf zwischen zwei schallharten Wänden für die Moden (1,0,0) bei 50 Hz (rot), (2,0,0) bei 100 Hz (blau) und (3,0,0) bei 150 Hz (grün)
02 Hörraum mit Absorbern an den Wänden und an der Decke. Breitbandabsorber (dunkelblau) und poröse Absorber (hellblau).
03 Drei Frequenzbereiche mit verschiedenen Beschreibungen zur Schallausbreitung
04 Tabelle mit Eigenfrequenzen und deren Dichte in Abhängigkeit von der Frequenz für einen Raum mit einer Länge von 6,2 m, einer Breite von 3,4 m und einer Höhe von 2,5 m
05 Frequenzgang der KH310-Monitore an der Hörposition ohne (blau) und mit (rot) AVAA
06 Spektrogramm der KH310-Monitore gemessen an der Hörposition ohne AVAA-Unterstützung
07 Spektrogramm der KH310-Monitore gemessen an der Hörposition mit AVAA-Unterstützung
08 Frequenzgang der Subwoofer an der Hörposition ohne (blau) und mit (rot) AVAA
09 Spektrogramm der Subwoofer gemessen an der Hörposition ohne AVAA-Unterstützung
10 Spektrogramm der Subwoofer gemessen an der Hörposition mit AVAA-Unterstützung

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 11/2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

(Bild: Dieter Stork)

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Messwerte
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Klangqualität
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Einsatzmöglichkeiten
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Verarbeitung und Wertigkeit
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Preis/Leistungs-Verhältnis


Hersteller/Vertrieb: Psi Audio Schweiz / Audiowerk, Hargesheim

Preis: 2.350,− Euro

www.psiaudio.swiss


Profil AVAA

Maße: 424 x 509 x 300 mm (B x H x T)

Gewicht: 15 kg

Produkt: Sound & Recording 06/2019
Sound & Recording 06/2019
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