Darf’s ein bisschen mehr sein?

Im Test: SPL Passeq – Passiver Mastering-Equalizer in 120-Volt-Technik

SPL-Passeq(Bild: Dr. Andreas Hau)

Mastering gilt als die Königsdisziplin der Audiobearbeitung, wo erfahrene Goldohren den Tracks den finalen Schliff geben, bevor sie auf das (hoffentlich) jubelnde Publikum treffen. So sollte es jedenfalls sein. In der Praxis muss der Mastering-Engineer nicht selten versuchen, Fehler bei Aufnahme und Mix auszubügeln. In jedem Fall braucht er/sie dafür das allerbeste Werkzeug, und da hat sich die Firma SPL aus Niederkrüchten mit ihrer 120V-Technik zur Weltelite hochgearbeitet. Frisch überarbeitet und noch besser auf Mastering-Aufgaben optimiert wurde SPLs Passiv-Equalizer Passeq.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich einen anderen Mastering-Equalizer von SPL testen durfte, den PQ, Modell 1544, (s. S&R 5.2017): genauso riesig (19 Zoll, vier Höheneinheiten), ähnlich viele Regler (31 vs. 29) und ebenfalls in 120-Volt-Technik gefertigt − und doch sind es ganz unterschiedliche Geräte! Während der PQ pro Kanal fünf Bänder bietet, die jeweils aktiv regeln, d. h. absenken und anheben können, handelt es sich beim Passeq, wie der Name andeutet, um einen Passiv-EQ. Trotz der vielen Regler ist er im Grunde »nur« dreibandig, denn es gibt getrennte Sektionen zum Absenken und Anheben. Man kennt das von älteren EQ-Designs wie dem Pultec.

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Passive Filterschaltungen, d. h. solche, die nur aus Widerständen, Kondensatoren und Spulen aufgebaut sind, können generell nur Frequenzbereiche absenken. Um dennoch auch Frequenzbereiche betonen zu können, werden alle übrigen Frequenzbereiche abgesenkt und der Gesamtpegel um den gleichen Betrag angehoben. Da somit Anheben und Absenken unterschiedliche Filterschaltungen erfordern, arbeiten die meisten Passiv-EQs mit getrennten Sektionen − was wiederum bedeutet, dass man in gleichen bzw. benachbarten Frequenzbereichen gleichzeitig anheben und absenken kann. Das erlaubt ein gewisses Gegensteuern. Trotzdem sind moderne aktive Equalizer bedeutend flexibler und berechenbarer. Dass sich Passiv-Equalizer dennoch bis heute großer Beliebtheit erfreuen, hat einen simplen Grund: Sie klingen fantastisch!

Den kompletten Test findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 1+2 2019. Hier versandkostenfrei bestellen. 

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State of the Art in jeder
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transparenter Sound mit Färbung
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erstklassige Audiowerte
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enormer Headroom dank 120- Volt-Technik
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praxisgerecht austarierte Regelbereiche

Hersteller/Vertrieb: SPL Electronics
UvP: 4.499,− Euro

www.spl.info

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