Produkt: Sound & Recording 03/2020
Sound & Recording 03/2020
Mixpraxis: Ian Kirkpatrick produziert Don't Start Now von Dua Lipa +++ Willem Twee Studios: Enthusiasmus und Know-how mit Vision +++ Test: Modal Argon 8 Wavetable Synthesizer +++ Arturia Audiofuse Studio USB 2.0 Audio-Interface
Erschütterung der Macht

ASM Hydrasynth – Wavemorphing-Synthesizer im Test

(Bild: Bob Humid)

Sicher, die letzte halbe Dekade waren gefühlt Analog-, wenn nicht Moog-Jahre. Just auf dieses Momentum hin getimt taucht die neue, kleine, aber erstaunlich gut personell durchstrukturierte Synthschmiede Ashun Sound Machines auf, mit zwei durchdachten Gerätevarianten eines Digitalsynth-Konzeptes mit erweiterter Wavetablesynthese – Wavemorphing – und hochwertig verarbeiteten Spiel- Anschluss- und Steuerelementen.

In der griechischen Mythologie ist die Hydra jenes zwölfköpfige Schlangenmonster, mit dem man sich lieber nicht anlegt, wachsen ihm doch für jeden abgeschlagenen Kopf glatt zwei neue, sicher noch hungrigere nach. Da das als Synthesizer reinkarnierte gute Stück in diesem Testbericht 10 kg wiegt und eine Ober- und Unterplatte aus Stahl sowie zwei Seitenplatten aus Aluminium besitzt, glaube ich sogar, dass auch Feuer ihr nicht so schnell etwas anhaben können wird. Angst braucht man bei der Erstellung seiner Patches dann aber doch nicht zu haben: Nach relativ kurzem Studium einiger quer gelesenen Teile des Manuals kann man schon grob mit der Klangsynthese loslegen, und was man noch nicht versteht, schaut man sich eben später an.

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Filter 2 ist als Ergänzung zu Filter 1 sinnvollerweise als 2-Pol-State-variable-Filter ausgelegt und bietet 12 dB (SEM-style) pro Oktave inkl. kontinuierlichem Sweep von Tief- über Band- bis Hochpass-Charakteristik. (Bild: Bob Humid)

Der angehende Hydrasynth-Fan wird sicher erstmal mit dem großen und haptisch einladenden Auswahlpoti durch die gebotenen Welten von Sounds jagen, ein bisschen an den zwei Filtersektionen mit Cutoff, Resonanz , Drive oder Envelope drehen und angesichts der komplexen Klang-Epen, die sich nun in Verbindung mit den Spielmöglichkeiten am Ribbon-Controller oder dem üppig ausgestattenden Arpegiator entfalten und ihn umweben und umgarnen, sich bald fragen, wieso nicht alle Synthesizer bei Erstbetrieb so eine Wirkung auf den davorsitzenden Menschen haben. »Meine Güte, klingt der gut!«, denkt wirklich jeder!

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 01/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen.

Hersteller: ASM

Preise
Keyboard: ca. 1.399,– Euro
Desktop: ca. 899,– Euro

Internet: www.ashunsoundmachines.com

Produkt: Sound & Recording 01/2020
Sound & Recording 01/2020
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