Produkt: Sound & Recording 07/2019
Sound & Recording 07/2019
STUDIOSZENE: Bauer Studios, Ludwigsburg +++ MIXPRAXIS: Manon Grandjean / Santan Dave +++ TONI LOITSCH – Studiobau und Verkabelung des Nautilus Studios +++ EVENTIDE H9000 – Next Generation Harmonizer +++ HITS NACHGEBAUT: Henning Wehland de/constructed
Transientendesigner, Kompressor und EQ

Zynaptiq Tutorial – Drumbearbeitung mit Unmix::Drums

Unmix::Drums von Zynaptiq eignet sich nicht nur, um Drums in einem kompletten Mixdown nachträglich zu bearbeiten, sondern auch schon für Einzelsignale während des Mixes. Dabei wirkt das Plug-in wie eine Kombination aus Transientendesigner, Kompressor und EQ. Anhand von vier verschiedenen Snares zeigen wir euch den Effekt im Video.

  1. Nachdem Unmix::Drums auf einer Einzelspur insertiert wurde, lässt sich mit dem zentralen Drumlevel-Regler zunächst einmal die grundlegende Richtung vorgegeben. Wird der Regler nach oben geschoben, bringen wir die Drums mehr nach vorne, der Regler nach unten senkt sie ab.
  2. Auf der Finetune-Seite befinden sich verschiedene Parameter, die das Regelverhalten des Plug-ins bestimmen. Diese lassen sich grob mit den Einstellmöglichkeiten eines Kompressors vergleichen (Threshold, Attack, Release), bilden diese aber nicht 1:1 ab. Hier ist Ausprobieren angesagt, um ein Gefühl für die Regler zu entwickeln.
  3. Die weiteren Regler, wie z. B. Detection Density, sind teilweise auch stark materialabhängig. Auch hier gilt: ausprobieren. Wer sich eingearbeitet hat, findet hier ein tolles Multitool für die Einzelsignalbearbeitung von Drums.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Anzeige


Unchirp Drumloop Refresh

Unchirp ist eigentliche ein Plug-in, das dazu gedacht ist eine schlecht klingende Spur (z.B. wenn sich Artefakte eingeschlichen haben) aufzufrischen. Wir zeigen euch hier, wie man das Plug-in zweckentfremden kann um damit Drumloops zu refreshen.


Unmix::Drums

Mit Unmix::Drums hat Zynaptiq ein Plug-In im Portfolio, welches Drumsignale in fertigen Mixes abschwächen kann. Das ist beispielsweise interessant für Korrekturen oder aber auch für Bearbeitungen im Zuge eines Remixes. Mit Unmix:Drums kann man aber auch Drums zusätzlichen Punch und Charakter verleihen wie wir in unserem Video zeigen:

  • Fügt Unmix::Drums auf einem eigenen Effektkanal ein den ihr mit eurem Drumsignal beschickt. Alternativ könnt ihr auch euer Drumsignal duplizierten und das Duplikat mit Unmix:Drums bearbeiten.
  • Schiebt den zentralen Drum Level Regler soweit nach oben, dass nur noch kurze Attacks vom Drumsignal übrigbleiben. Mit dem Threshold und dem Release Regler lässt sich das Ergebnis noch weiter feintunen.
  • Jetzt mischt ihr das effektierte Signal zu eurem ursprünglichen Drumsignal hinzu und erhaltet so einen knalligeren Drumsound.
  • Wer sich lieber einen Effekt wünscht, der an eine Parallelkompression erinnert, der bewegt den Drum Level Regler nach unten.


Unmix::Drums als Filtereffekt

Mit Unmix::Drums lassen sich nicht nur Drumsignale abschwächen oder featuren; man kann es auch als filterartigen Effekt zweckentfremden. Wie das geht, zeigen wir im Video:

  • Fügt Unmix::Drums auf der zu bearbeitenden Spur ein.
  • Den „Release“ Regler drehen wir ganz nach rechts.
  • Anschließend wechseln wir auf die „Curves“ Seite, aktivieren die „Drumlevel“ Curve und malen eine Kurve in die Kurvendarstellung.
  • Mit dem Drumlevel Regler können wir nun die Intensität des Effektes steigern oder reduzieren.
  • Für andere Instrumentengattungen passen wir den „Threshold“ Regler an um den Effekt zu verdeutlichen.


Knallige Drumräume mit Wormhole

Zynaptiqs letzter Streich heißt Wormhole und ist ein Multieffekt Plug-In, welches vor allem herrlich abgefahrene Vocaleffekte und spacige Soundscapes erzeugt. Es kann aber auch ganz wunderbar knallige und pumpende Drumräume erzeugen und wie das geht, zeigen wir im Video:

  • Wir laden auf eine Drumspur, deaktivieren die „Warp“- und die „Shift“-Sektion und widmen uns den Reverb-Einstellungen.
  • Den „Rev Mix“ Slider schieben wir etwas nach oben und überprüfen, dass Rev Mix auf „Pre Blend“ steht.
  • Jetzt schalten wir „FX Blend“ auf „Morph B“ um und schieben dann den zugehörigen Slider auf ca. 30%. Um diesen Bereich herum gibt es einen Sweet Spot, bei dem der Raum ordentlich in Bewegung gerät und zu pumpen beginnt.
  • Jetzt nehmen wir noch ein wenig Finetuning am Reverb vor.


Drums anrauen mit Morph 2

Morph 2 von Zynaptiq haben wir ja schon mehrfach behandelt und dieses Mal nutzen wir seine Morphingmöglichkeiten, um Rauschen zu rhythmisieren und mit Hilfe dieses Signals, Drums anzurauen und mit zusätzlichem Füllmaterial zu versehen. Wie das genau geht, zeigen wir im Video:

  • Wir benötigen eine Audiospur mit einem Tongenerator, der Rauschen generiert. Alternativ kann dazu auch ein Synthesizer oder ein Sample verwendet werden. Auf diese Spur fügen wir Morph 2 ein.
  • Anschließend routen wir das Signal des Drumloops, den wir bearbeiten wollen, in den Sidechain-Eingang von Morph 2, stellen „Algorithm“ auf „Interweave“ und schieben das XY-Pad an der linken Seite langsam nach oben, bis das statische Rauschen verschwunden und nur noch rhythmisiertes Rauschen zu hören ist.
  • Anschließend mischen wir das resultierende Signal zu unserem Drumloop hinzu und können diesen somit, je nach Rauschart, mit einem anrauenden, füllenden bzw. ergänzenden Element gestalten.
  • Wer sein Rauschen noch detaillierter bearbeiten will, fügt hinter Morph 2 noch einen EQ ein und kann so das breitbandige Rauschen beispielsweise auf bestimmte Frequenzbereiche beschränken oder gezielt bestimmte Frequenzen herausarbeiten.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Produkt: Sound & Recording 07/2019
Sound & Recording 07/2019
STUDIOSZENE: Bauer Studios, Ludwigsburg +++ MIXPRAXIS: Manon Grandjean / Santan Dave +++ TONI LOITSCH – Studiobau und Verkabelung des Nautilus Studios +++ EVENTIDE H9000 – Next Generation Harmonizer +++ HITS NACHGEBAUT: Henning Wehland de/constructed

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren