Klangbeispiel: Virus-Sound im Vergleich

Wann ist ein Plug-in gut genug?

Mischpult
(Bild: Matthias Zerres)

Heute können wir mit einem Mausklick legendäre Mischpulte im Rechner simulieren, die es vor wenigen Jahren niemals in ein mittelgroßes Studio geschafft hätten. Virtuelle Synthesizer versprechen uns, genauso analog zu klingen wie das Hardware-Vorbild. Es gibt für jeden Einsatzzweck in – zwischen jede Menge Auswahl und unterschiedlichste Hersteller, die alle für sich behaupten, eine bestimmte legendäre Nuance ins Plug-in-Universum zu retten. Aber selbst, wenn es stimmt: Bringt uns das wirklich was?

Klangbeispiel:

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Wenn ich im Song nun zwischen der Hardware und dem Plug-in umschalte, höre ich bei diesem Sound keinen Unterschied, der wirklich relevant für den Mix wäre. Im Bassbereich und generellen Klangcharakter gibt es winzige Unterschiede, auch der Attack der Hardware passt etwas besser in den Kontext. Hätte ich diesen Vergleich aber nicht und wüsste den Hintergrund des Experiments nicht, hätte ich im Ergebnis immer auf einen Access Virus als Klangerzeuger getippt. Das Ergebnis ist auch deshalb dicht dran, weil die benutzten Bereiche des Virus in diesem speziellen Fall ganz gut mit der Klangstruktur und den Möglichkeiten des Plug-ins zu simulieren sind. Betrachten wir den Zeitfaktor: Der Sound ist auf dem Virus »mal eben« so eingestellt und dann im Laufe des Songs angepasst worden. Das Nachprogrammieren per Software dauerte in diesem Fall aber beinahe so lange wie das Absampeln des Originals …

Den kompletten Artikel findet ihr im Heft:


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Sound&Recording Ausgabe 05/16

Songwriting Special

Diese Ausgabe widmet sich dem Thema Songwriting per App! Wir stellen euch iOS-Tools vor, die eure Kreativität beim Songwriting unterstützen und zeigen euch iOS-Hardware die umfangreiche, mobile Recording-Lösungen anbieten, wie Motive von Shure, die Lurssen Mastering Console und Lightning-Interfaces und –Mikrofone sowie Software. Eine Band die weiß wie man Songs schreibt sind AnnenMayKantereit. Mit ihrem Debüt-Album „Alles nix Konkretes“, das von Moses Schneider produziert wurde, schafften die Kölner-Jungs auf Anhieb den Sprung auf die #1 der deutschen Single Charts. Den Studio-Report findet ihr im Heft. Außerdem waren wir in Chino, USA in der Edel-Maufaktur bei Manley Labs zu Gast. Den dort hergestellten Channelstrip Manley Core haben wir für euch im Test. Für die Mixpraxis spricht Illangelo Montagnese über die Produktion mit The Weeknd und in De/Constructed zerlegt Henning Verlage King Kunta von Kendrick Lamar.

Getestet haben wir das Roli Seaboard Rise 25, das „Volksbändchen“ sE Electronics X1R und in Love The Machines gibt´s den Klassiker Roland JP-8000.

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