Studiotipps Kniffe, die die Welt verbessern

Wahre Schätzchen aus dem Plug-in-Lager

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Stellen wir uns mal einen Schnäppchensammler vor, der gerade einen alten Schuppen durchforstet. Unter gammligen Plastikplanen steht da irgendwelcher Elektronikkrempel von »damals«, und irgendwo zwischen ein paar alten Ölkannen, Regalen voller Werkzeug und Gerätschaften aus dem Amateurfunk blitzt da doch was … Diese Neugier, diesen Enthusiasmus vermisse ich ein wenig im digitalen Zeitalter, irgendwie ist er zumindest mir ein wenig abhandengekommen …

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Früher löste sich ja ab und zu mal eine Band auf, und Jahre später gammelte der ganze nicht verkäufliche Krempel dann noch bei irgendwem im Keller vor sich hin, bis jemand das eine oder andere Schätzchen ganz neu entdeckte. Von dubiosen Gitarrentretminen bis hin zu selbstgelötetem Allerlei war da aber doch ab und zu auch eine Perle dabei, die dann zu neuem Leben erweckt wurde. Ein Alesis Midiverb hatte schon viel durchgemacht, bis es dann endlich bei mir landete … Dieses damit einhergehende Entdecken und Ausprobieren, dieses Testen, Durchmessen, Prüfen und suchend seinen Einsatzzweck zu bestimmen, das ist mir irgendwie mit dem Umzug in die digitale Welt ganz leise und unbemerkt abhandengekommen.

Da kippt so eine Bundle-Installation mal eben 20 Plug-ins gleichzeitig in meinen Ordner, und ich lasse die einzelnen Kandidaten dann wie bei einem schlechten TV-Casting alle kurz einmal aufblitzen. Mal eine Instanz auf ein paar bekannten Spuren eingesetzt, um sie dann im schlimmsten Fall gleich nach wenigen Presets auf Nimmer-Wiedersehen einzumotten. Es hilft zwar etwas, wenn namhafte Größen aus der Audiobranche im Werbetext behaupten, dass man etwas wirklich Tolles mit den neuen Plug-ins machen könnte! Aber wenn ich ehrlich bin: Die Nachfolger der Beatles werde ich wohl leider eher nicht aufnehmen, auch wenn ich es nun zumindest laut der Werbung theoretisch hinkriegen müsste.

Den kompletten Bericht findest du in der Sound&Recording 7+8 2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig downloaden. 

Links der Bass, rechts die Bassdrum — mit unserem EQ-Trick sorgen wir dafür, dass beide Instrumente im Mix auf einfache Weise genug Platz haben. Je nach Instrument musst du natürlich Frequenzen, Anhebung und Absenkung per Gehör noch an dein gewünschtes Klangbild anpassen, im Bild siehst du eher eine Ausgangsbasis.
Mit unserem EQ-Trick wird der Bassbereich meist schon sehr prägnant hervorgehoben. Ein SSL-Buskompressor auf dem gemeinsamen Bass-Bus ist da vielleicht schon zu viel, mir gefällt häufig der Waves CLA-2A als gemeinsamer Abschluss.
So in etwa sieht im Charakter eine EQKurve aus, die wir mit dem G-Channel für den Bass erzeugen. Neben einer Absenkung der ganz tiefen Frequenzen sorgen wir auch für etwas Platz im Mix für E-Gitarren und Gesang und heben im Bereich um 2 kHz wieder etwas an. Und das alles mit ein paar wenigen Klicks.
Störgeräusche auf den Vocals? Sicher gibt es auch viele andere Gate-Plug-ins, aber auch dieses kleine kostenlose Tool funktioniert oft richtig gut − allerdings leider nur auf dem Mac.
Wieso nur eines von beiden? Gerade die Kombination aus zwei unterschiedlichen Klangcharakteren lässt sich viel besser abstimmen. Die Reihenfolge hat übrigens auch Einfluss auf den Gesamtsound …

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