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Steinberg Cubase: MIDI-Noten in Echtzeit korrigieren

Cubase bietet gleich mehrere Editoren an, um eingespieltes MIDI-Material zu bearbeiten. Doch einmal geändert, kann in der „Liste der Bearbeitungsschritte“ ein großer Sprung zurück nötig sein, um Änderungen zu wiederrufen. Das muss nicht sein, denn der Steinberg-Sequenzer wird mit zahlreichen Werkzeugen zur Echtzeitbearbeitung ausgeliefert. Der Vorteil dieser MIDI-Plugins ist, dass man „on-the-fly“ diverse Einstellungen testen kann, ohne die eigentlichen MIDI-Noten im Editor zu verändern.

 

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CUBASE-MIDI
Quantisierung und Korrektur der Anschlagsstärke gehören bei MIDI-Events wohl zu den häufigsten Bearbeitungsschritten. Mit zwei der sogenannten „MIDI-Insert-Effekte“ kann man das gewünschte Ergebnis erzielen, auch ohne den Piano-Roll-Editor in Cubase zu bemühen … und das „nicht-destruktiv“.

Selektiere die betroffene MIDI-Spur, und klappe im Inspector das Tab „MIDI-Insert-Effekte“ aus. Hier stehen vier Slots zur Verfügung, die mit verschiedenen Effekten bestückt werden können. Weil die wohl am häufigsten durchgeführten Bearbeitungen der Korrektur von Timing und Anschlagsstärke dienen, werfen wir einen genaueren Blick auf die entsprechenden Tools. Im ersten Slot landet deshalb der „Quantizer“. Unter „Quantize Note“ kann man das Raster bestimmen, auf das die einzelnen Noten gerückt werden. Häufig eignet sich ein Startwert von „1/8“ oder „1/16“. Um einen Teil der natürlichen Spielweise beizubehalten, kann man mit dem Parameter „Strength“ experimentieren. Während „100 %“ ein statisches Ergebnis liefert, lassen niedrigere Werte mehr oder weniger starke Timing-Schwankungen zu.

Mit einem „Compressor“ verbindet man in erster Linie einen Dynamikprozessor, der Pegelsprünge von Audiomaterial in Zaum hält. Aber warum sollte dieses Prinzip nicht auch in der MIDI-Domäne funktionieren? Das gleichnamige Plugin eignet sich bestens, um unterschiedliche Anschlagsstärken einer MIDI-Performance anzugleichen. Der Parameter „Threshold“ stellt, wie gewohnt, den Schwellwert dar, ab dem der Kompressor seine Arbeit beginnt. „Ratio“ hingegen bestimmt den Grad der Dynamikbearbeitung. Ein Wert von „1:2“ oder „1:4“ stellt meist eine gute Ausgangsposition dar. Durch die MIDI-Kompression verlieren die Noten natürlich an Kraft. Deshalb ist auch hier ein Parameter namens „Gain“ zu finden, der die Anschlagsstärke um einen Wertebereich zwischen „0“ und „127“ verstärken kann.

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