Legendäre Gitarren-Sounds mit Vintage Amp Room nachgebaut

Sounds like – The Beatles

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Was soll man über diese Band schreiben!? Sie sind die kommerziell erfolgreichste Band auf diesem Planeten. Und dabei gibt es sie schon seit 1970 nicht mehr. Sie haben eine ganze Generation zehn Jahre lang in Euphorie versetzt und alles, was danach kam, mehr als nachhaltig beeinflusst: The Beatles!

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Die ersten Weichen wurden wohl 1957 gestellt, als sich John Lennon und Paul McCartney über den Weg liefen. Paul spielte kurze Zeit später in Lennons Band Quarryman mit. Es dauerte nicht lang, bis die beiden die ersten Songs zusammen schrieben. 1958 stieß den George Harrison dazu. Am 17.08.1960 fand das erste Beatles-Konzert in Hamburg statt. Damals saß noch Pete Best an den Drums, und Stuart Sutcliffe zupfte den Bass. Selbiger blieb in Hamburg bei seiner Freundin, als die Band wegen Harrisons Minderjährigkeit wieder nach England zurück musste und verstarb dort leider schon 1962 an einer Hirnblutung. Das war auch das Jahr, wo Ringo Starr bei den Beatles einstieg, und es war das Jahr, in dem die Band ihren Durchbruch schaffte. Was dann passierte, war unfassbare Euphorie oder »Beatlemania«, wie man es damals nannte. Erst war UK und Europa davon infiziert, ab 1964 dann auch die USA, obwohl es dort die britischen Musiker nie leicht hatten und heute noch haben.

Klangbeispiel:

Insgesamt haben die vier Liverpooler mehr als 600.000.000 Tonträger verkauft, was schlicht und ergreifend eine unfassbare Zahl ist. George Martin hat als Produzent einen nicht unerheblichen Anteil an diesem gigantischen Erfolg und wird nicht zu Unrecht von vielen als fünfter Beatle bezeichnet. Wenn man die Aufnahmen hört und weiß, mit welchen technischen Möglichkeiten damals gearbeitet wurde, wird einem bewusst, wie unglaublich gut und kreativ die Fab Four waren. Backwards-Aufnahmen kannte man vorher nicht, und sie waren auch alles andere als leicht umzusetzen. Heute wäre das ein Klick im Programm …

Die Beatles spielten verschiedenste Instrumentenmodelle. Angefangen von Rickenbacker, Gretsch, Fender über Gibson bis hin zum legendären Höfner Bass − auch gern »McCartney Geige« genannt. Besonderen Anklang fand die Epiphone Casino, die sich John, Paul und George zulegten. McCartney hat in einem Interview gesagt: »Wenn ich mir ein elektrische Gitarre aussuchen müsste, dann diese!« Die Gitarre ist mit P90-Pickups ausgestattet und hat im Gegensatz zur ES keinen Sustainblock. Lennon hat seine Gitarren später modifiziert, indem er, genau wie George, den Lack abtragen ließ, und er entfernte das Schlagbrett.

Es waren vor allem Amps vom britischen Hersteller Vox, welche die Jungs begeisterten. AC 15, AC 30 und AC 100 zählen zur Auswahl der vier, aber auch Fender Bassman oder Twin wurden später benutzt.

Die Epiphone Casino ist auf diesem Album des Öfteren zu hören. Also nehme ich mein »Inspired by John Lennon«-Modell, welches Epiphone ihm zu Ehren neu auflegte, in die Hand. Der Bridge-PU sorgt für den nötigen Schrrrreng. Der von Softube als Green Amp bezeichnete Verstärker soll es hier richten, denn er simuliert den legendären VOX AC 30, der sich heute genauso wie früher großer Beliebtheit erfreut. Die beiden Regler »Normal« und »Brilliant« stehen circa auf 12 Uhr. Das Tone-Poti ist voll auf »Hi« gerissen. Obenrum kann trotzdem noch Luft rein, weswegen ich den EMI RS 127 in den Signalweg schalte. Sof – tube hatte die Emulation damals für die Abbey-Road-Plugins kreiert und jetzt nach deren »Produktionseinstellung« ins eigene Programm genommen. Ich hoffe, dass sie den TG 12412 auch wieder beleben.

Spielweisen & Tipps. Die Gitarren erklingen im Standard-Tuning in E. Nicht wundern, wenn die DI-Spuren nicht hundertprozentig auf dem Grit sind. Ich habe mit der originalen Aufnahme eingespielt, und die Musik der Beatles lebt in jeglicher Hinsicht! 😉 Das macht wirklich Spaß!!! Auf der linken Seite laufen die Akkordfetzen, wo mit der rechten Hand nur die D-, G- und H-Saite angeschlagen werden sollten; mit der linken dämpfe ich zusätzlich die anderen Saiten ab. Die rechte Gitarre spielt ein mit Hammer-Ons gespicktes, immerwährendes Blues-Lick mit kleinen Variationen. Das muss schön groovig gespielt werden. 

Das EQ-Plug – in von Abbey Road ist grandios!!! Soweit zu meiner Wunschliste an Softube … 😉 Mit dem unteren Regler lässt sich zwischen 2,7, 3,5 und 10 kHz wählen. Letztere ist die Frequenz meiner Wahl, welche ich mit dem oberen Poti um 4 dB anhebe. Nebenbei sei erwähnt, dass die Anhebungen und Absenkungen von −10 bis + 10 dB in 2-dB-Schritten möglich sind. Um noch ein wenig mehr Biss in den Sound zu bekommen, lade ich eine Instanz des ME 1B. 2 kHz ist meine Frequenz, welche auch gehörig angehoben wird. Georges Sound steht jetzt. Nun widmen wir uns der rechten Seite im Klangbild.

Der Part wurde inklusive Solo von Paul gespielt. Hierfür habe ich meine SG auserwählt. Der hintere Pickup ist schneidig genug, um den Sound hinzubekommen. Auch hier soll der AC 30 für ordentlich Lärm sorgen. Volume ist hier aufgerissen. Die Regler gehen hier, Gott sei Dank, nur bis 10! 😉 Um den Klang noch ein wenig zu formen, aktiviere ich den Classic Channel von Tube Tech. Der Kompressor bleibt aus. Mit dem PE C1 senke ich ein wenig die Bässe ab. Das passiert bei 100 Hz. Außerdem werden die Mitten bei 1.500 Hz noch ein bisschen gefeaturet. Beide Sounds sind hart L/R im Panorama angelegt. Das war’s mit den Einstellungen. Los geht’s …

 

 

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