Shake That!

Sounddesign – Wir erstellen einen Shaker aus Weißem Rauschen

Sounddesign Laser Sound

Der Shaker ist neben der Hi-Hat wohl das klassische Instrument, um Drum-Patterns mit verschiedenen Achtel-, 16tel- oder ähnlichen Figuren zu untermalen. So ist es kaum verwunderlich, dass es ihn in zigfacher Ausführung in Sample-Libraries und Drumsamplern gibt. Was aber, wenn zufälligerweise mal gerade kein Shaker-Sample zur Hand ist und auch kein echtes Instrument in der Nähe herumliegt?

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Zugegeben, die Situation, dass gerade überhaupt kein Shaker-Sample vorhanden ist, selbst im Content der DAW keines enthalten ist, die mitgelieferte Library des Samplers zufällig nicht mitinstalliert wurde und es keinen Zugang zum Internet gibt, ist wirklich gering. Aber ganz ehrlich: Darum geht es ja auch gar nicht. Es geht um den Spaß, selbst ein Instrument zu entwickeln, und genau deshalb gehen wir diesen Umweg und bauen uns unseren Shaker selber.

Der Shaker-Sound an sich ist, wenn man ihn ganz nüchtern analysiert, ziemlich unspektakulär. Es handelt sich um einen sehr kurzen, mehr oder weniger rauschigen Sound, wobei dieser von der Füllung des Originalinstruments abhängt. Ist die Füllung extrem fein (z. B. Sand), ist der resultierende Sound wirklich ein hochfrequentes Rauschen − handelt es sich hingegen um einen gröberen Inhalt, ist auch der Sound körniger. Sehr wichtig für den Charakter des Shaker-Sounds ist die Attack-Phase die, je nach Spielweise, sehr perkussiv oder auch eher weich und dezent ausfallen kann.

Vorbereitung

Um unsere Arbeit zu erleichtern und auch direkt den Groove unserer Änderungen zu testen, sollten wir uns zunächst ein simples Pattern in unserer DAW anlegen, womit wir unseren Sampler ansteuern. Ein gut funktionierender Basisgroove wäre ein Takt mit 16 Sechzehntelnoten, deren Velocity sich immer nach dem Muster »127 − ca. 100 − ca. 80 − ca. 100« wiederholt. Außerdem benötigt dieses Pattern einen Swing-Faktor von ca. 50−60 %, um so richtig in Schwung zu kommen. Nachdem diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, widmen wir uns noch kurz der Samplewahl: unsere Grundzutat für den Shaker soll Weißes Rauschen sein. Generell funktionieren natürlich auch andere Rauscharten, wobei höhenlastiges Rauschen unsere Arbeit erleichtert. Wer kein Rausch-Sample griffbereit hat, kann das Noise auch aus einem Synthesizer sampeln. Generell lassen sich Shaker übrigens auch mit Synthesizern sehr gut nachbauen − die meisten der folgenden Arbeitsschritte sind identisch. Wer also Spaß am Shaker-Bau gefunden hat, sollte dieselben Schritte auch mal mit dem Synth seiner Wahl ausprobieren.

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording 6/2019. Hier versandkostenfrei bestellen.

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