Sounddesign

Sounddesign: Grundlagen des Multisamplings anhand einer Computertastatur

Innerhalb dieser Sounddesign-Reihe haben wir ja schon öfter mit Samplern zu tun gehabt, aber wir haben uns noch nie mit Multisampling beschäftigt. Daher möchte ich gerne anhand eines einfachen Beispiels demonstrieren, wie der Prozess des Multisamplings abläuft, und dazu verwenden wir einen Gegenstand, der ständig vor uns liegt: unsere Computertastatur.

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Jetzt mag der eine oder andere sicherlich berechtigterweise anmerken, dass eine Computertastatur sicherlich nicht das Spannendste ist, was man samplen kann. Völlig richtig, genau so ist es. Eine Tastatur hat allerdings den Vorteil, dass sie ein wunderbares Übungsinstrument zum Multisampling ist, denn jeder hat eine solche Tastatur, kann mit ihr experimentieren und dadurch lernen, was man beim Multisampling so alles beachten muss.

Klären wir aber zunächst kurz, was der Unterschied zwischen einem Sample und einem Multisample ist. Grob gesagt, wenn ein Sample eine Audioaufnahme ist, die ein gewisses Thema beinhaltet (z. B. einen Tastaturanschlag), so enthält ein Multisample mehrere Samples desselben Themas, jedoch in verschiedenen »Zuständen« (beispielsweise verschiedene Tasten oder verschiedene Anschlagsstärken). Das Multisample gibt uns also die Möglichkeit, Sounds genauer abzubilden und detailreicher aufzubauen. Planung: Vor einer Samplingsession ist es zunächst wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, was wie und in welchem Umfang aufgenommen werden soll. Würden wir eine Computertastatur möglichst akkurat absampeln wollen, so müssten wir jede einzelne Taste in mehreren Anschlagsstärken und eventuell auch mit mehreren Mikrofonen aufnehmen – da kämen sehr schnell sehr viele Samples zusammen. Daher verwenden wir zum Üben in diesem Beispiel eine einzelne Taste (das H in der Mitte der Tastatur) und sampeln dieses in fünf verschiedenen Anschlagsstärken mit einem Mikrofon ab. Wir belassen es aber nicht bei einer einzelnen Aufnahme pro Anschlagsstärke, sondern nehmen direkt mehrere Anschläge auf, um daraus sogenannte »Round Robins« zu erzeugen. Dabei handelt es sich um inhaltlich dieselbe Aufnahme, die aber minimal anders gespielt wurde. Bei der anschließenden Wiedergabe werden diese Round Robins dann nach verschiedenen Prinzipien abgespielt und beugen so dem Machine-Gun-Effekt (der Sound klingt immer komplett gleich, wenn man ihn repetiert) vor.

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 03/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

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