Produkt: Sound & Recording 12/2019
Sound & Recording 12/2019
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Fahrgemeinschaften für Audiosignale

Schneller und effektiver mischen mit Bussen

Studiotipps-1

Genau wie bei der angestrebten Verkehrswende macht es bisweilen Sinn, wenn nicht jedes Audiosignal im Individualverkehr zum Ziel fährt, sondern auf einem gemeinsamen Bus anliegt. Das rettet dann natürlich nicht das Weltklima, aber es kann dir helfen, deutlich schneller und effektiver zu mischen.

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Im Frühjahr hatte ich angefangen, mal in meinen alten Aufnahmesessions zu wühlen. Zum Teil, um ein paar unfertige Dinge ordentlich aufs Netzlaufwerk zu archivieren, aber vor allem auch, um alte Sounds und Presets durchzuhören und per SysEx-Dump mal wieder zum Leben zu erwecken.

Nostalgie

Beispielsweise hatte ich wohl noch mit SoundDiver 2 auf meinem Mac mit System 7 komplette Instrumenten-Performances für Rolands JV-Serie erstellt, die dadurch per MIDI einen ähnlich schnellen Workflow ermöglichten wie heute ein normales Instrumenten-Template aus Software-Instrumenten in der DAW. Mit dem Laden der Performance ist der Synthesizer dann quasi auf 16 Kanälen vorbefüllt mit all den Sounds, die dann in einem Song verwendet wurden oder die als möglicher Kandidat eben auf Abruf zur Verfügung stehen sollten. Aber während es für uns heute völlig normal ist, dass jeder Sound in der DAW seinen eigenen Kanal und seine individuellen Bearbeitungen mitbringt, quetschten sich die Klänge dieser 16 Kanäle am Ende doch größtenteils über eine Stereosumme und wenige gemeinsame Effektblöcke. Vielleicht gab es mal für den Bass und den Haupt-Lead-Sound einen Einzelausgang, der Rest kam aber gemeinsam am Mixer an.

Nostalgie pur: SoundDiver 2 unter Mac System 7. Damals hat ein JV-2080 als Klangerzeuger mit allen 16 Kanälen nur wenige Kanäle am Mischpult genutzt und war dennoch Lieferant für viele Sounds. Das war quasi eine Bus-Bildung ohne Alternative, sechs Ausgänge galten damals schon als Luxus …
In Logic Pro X ist ein Summenstapel eine schnelle Lösung, um Signale gemeinsam zu bearbeiten; hier beispielsweise ein paar Synthesizer-Sounds mit dem kostenlosen TAL Reverb 4 von tal-software.com, ergänzt um Klanghelms VUMT deluxe für ein bisschen Klangregelung.
In Reaper brauchst du nur die gewünschten Tracks auf einen leeren Track zu ziehen, um daraus einen Foldertrack zu erzeugen. Die Einzel-Tracks kannst du im Mixer dann sogar ausblenden und so gezielt mit den gruppierten Signalen mischen.
Mein Tipp für ein zentrales Plug-in beim Arbeiten mit solchen Bussen auch in kleineren Projekten ist Waves CLA MixHub. Füge das Plug-in auf jedem Bus hinzu, und weise den Bussen, die du am Ende gemeinsam sehen möchtest, die gleichen Bucket-Nummern zu.
Im BucketView siehst du danach deine Busse und kannst einfach zwischen den einzelnen Bereichen wie Eingangslautstärke, EQ, Dynamik und der Lautstärke hin und her schalten.

 Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording 11/2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Produkt: Sound & Recording 11/2019
Sound & Recording 11/2019
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