Stand: 20.04.2020

Finanzhilfen und neue Wege für Freiberufler, Musiker und Engineers in der Corona-Krise

In diesem Artikel wollen wir möglichst alle für Freiberufler und Musiker relevanten Hilfen auflisten, die ihr auf Grund der Corona-Kriese in Anspruch nehmen könnt. 

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Finanzhilfen und neue Wege für Freiberufler, Musiker und Engineers in der Corona-Krise

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Inhaltsverzeichnis:

Unterstützung vom Bund und den Ländern

  • Corona-Schutzschild
  • Unterstützung auf Landes-Ebene
  • Unterstützung von Nicht-Staatlichen Organisationen
  • Zeitarbeit
  • Notkredite
  • Initiative Musik

 

Unterstützung von Verwertungsgesellschaften

  • GEMA
  • GVL
  • Verdi

Wissenswertes

Motivation im Homestudio & -Office – Wochenrückblick #21


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Unterstützung vom Bund und den Ländern

Corona-Schutzschild

Das Bundesfinanzministerium hat in den letzten Tagen umfassende Finanzhilfen zugesagt. Eine Übersicht finanziellen Hilfen – für Freiberufler und Solo-Selbständige, Unternehmen aller Größen sowie für Beschäftigte findest du hier:

www.bundesfinanzministerium.de/Content/Corona-Schutzschild/2020-03-19-Milliardenhilfe-fuer-alle.html

Seit Montag, den 30.4. können die Hilfen beantragt werden.

Unterstützung auf Landes-Ebene

Inzwischen bieten alle Bundesländer ergänzende Hilfen in verschiedenen Formen an. Wie die Hilfe in deinem Land aussieht, kannst du auf folgender Seite entnehmen: padlet.com/kreativedeutschland/

Unterstützung von Nicht-Staatlichen Organisationen

Der Deutsche Musikrat bietet außerdem einen gute Übersicht an verschiedenen (regionalen) Unterstützungen von Nicht-Staatlichen Organisationen, Unterricht in Corona-Zeiten, digitale Projekte und Petitionen von Verbänden: themen.miz.org/corona/meldungen

Zeitarbeit

Ob die viel besprochene Kurzarbeit eine Option für dich ist, kannst du hier nachlesen:

www.vorwaerts.de/artikel/corona-krise-so-funktioniert-neue-kurzarbeitergeld

Notkredite

Notkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können seit Montag den 23.3.2020 beantragt werden. Sie sollen dann nach ca. zwei bis drei Wochen zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zum Verfahren findest du auf der Website der KfW.

Initiative Musik startet Hilfsprogramm und Spendenkampagne für Musikschaffende

Die Initiative Musik schüttet 1000 Euro aus, wenn du als MusikerIn für den Zeitraum 13.3. – 30.5. mindestens fünf ausgefallene Konzerte nachweisen kannst. Weitere Ausschüttungen für einen späteren Zeitraum stehen noch offen.

www.kultur-kreativ-wirtschaft.de/KUK/Redaktion/

 

 

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Unterstützung von Verwertungsgesellschaften

GEMA

Die GEMA stellt bis zu 40 Mio. Euro starkes Nothilfe-Programm für Mitglieder bereit +++ Für Kunden der GEMA gelten Kulanzregelungen +++ Ausschüttungstermine im April und Juni gesichert

https://www.gema.de/aktuelles/news/corona-pandemie-hilfe-fuer-mitglieder-und-kunden-der-gema/

GVL

Die GVL zahlt als Notmaßnahme für ihre freiberuflichen berechtigten ausübenden Künstler 250,- Euro für die Ausfälle von Konzerten und Produktionen, damit diese zumindest einen finanziellen Spielraum für das Nötigste haben.

www.gvl.de/gvl/aktuelles/gvl-plant-weitere-hilfsangebote

Was sagt die Verdi? Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Die Verdi hat ein Paper veröffentlicht in dem für Kunstschaffende aber auch für die öffentliche Hand, Verwertungsgesellschaften, Medien und Bürger Vorgehensmaßnahmen stehen, die in naher Zukunft getroffen werden sollen oder sollten. Allen betroffenen empfehlen wir die aufmerksame Lektüre.

vs.verdi.de/download/Corona-Handreichung.pdf


Finanzhilfen und neue Wege für Musiker und Engineers in der Corona-Krise – Wochenrückblick #17

In unserem Podcast haben wir bereits am Donnerstag, den 19.3.2020 finanzielle Möglichkeiten besprochen, die Staat und Banken zur Verfügung stellen. Außerdem werfen wir mit Engineer Waldemar Vogel einen Blick auf die Lage in den Tonstudios. Zusammenhalt und Solidarität sind in dieser Zeit wichtig! Deshalb zeigen wir euch auch Ideen auf, wie wir gemeinsam mit gegenseitiger Unterstützung gestärkt aus dieser Phase hervorkommen! #WirvsCorona!

 

 

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Wissenswertes

Folgen von Veranstaltungsabsagen: 

Für freischaffende Künstler bietet das Kompetenzzentrum Popularmusik Rheinland-Pfalz Antworten auf folgende Fragen:

Eine Veranstaltung, auf der ich spiele, wurde ohne behördliche Anordnung abgesagt. Habe ich ein Recht auf ein Ausfallhonorar?

Von dieser Einstufung ist abhängig, ob die Absage aufgrund des Corona-Virus als „höhere Gewalt“ einzustufen ist.

Sollte euer Konzert ohne behördliche Anordnung durch die Veranstalter_innen abgesagt werden, liegt die Verantwortung auf Veranstalter-Seite, eure Gage vollständig auszuzahlen. Ihr habt in den meisten Fällen einen Schadenersatzanspruch. In vielen Verträgen sind diese folgendermaßen geregelt:

100 % bei Absage bis 10 Tage vor Veranstaltungsbeginn
70 % bei Absage bis 20 Tage vor Veranstaltungsbeginn
50 % bei Absage bis 30 Tage vor Veranstaltungsbeginn

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Was passiert wenn ich als Selbstständige_r in Quarantäne muss?

Wenn ihr als Selbstständige aufgrund von Corona in Quarantäne müsst, habt ihr Anspruch auf eine Entschädigung durchs Gesundheitsamt. Euer letztes Jahresgehalt legt die Höhe der Auszahlung fest. Dauert die Quarantäne länger als sechs Wochen, habt ihr ab der siebten Woche Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe des für euch errechneten Krankengeldes von der zuständigen Behörde.

www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/coronavirus-bekomme-ich-in-quarantaene-weiter-gehalt

Weitere Infos zum Thema Event-Ausfall: www.pop-rlp.de/news/2020/factsheet-zu-auswirkungen-des-coronavirus

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Petitionen

Wer sich noch stark machen will, kann folgende Petitionen unterschreiben:

Grundeinkommen für 6 Monate

Eine Petition, die ein nicht unbekanntes und nicht unumstrittenes Thema wieder aufgreift, diesmal aber auf Zeit beschränkt, ist diese: Das bedingungslose Grundeinkommen für 6 Monate. Sie hat es bereits in den Bundestag geschafft. Noch bin zum 27.4.2020 kann die Pedition nun an offizieller Stelle unterzeichnet werden:

epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_03/_14/Petition_108191.nc.html

 

Die Petition fordert 800 – 1200 Euro pro Monat, pro Person für 6 Monate. Ob das eine faire Lösung für die Coronakrise sein kann, bleibt zu diskutieren, in jedem Fall wäre sie, dank des minimalen Bürokratischen Aufwands, eine sehr schnelle Hilfe.

you.wemove.eu/campaigns/notfall-grundeinkommen

Übrigens: Auch der Deutsche Musikrat rät zu einer vorübergehenden Grundeinkommen von 1000,- Euro pro Musiker für 6 Monate. www.musikrat.de/aktuelles/detailseite/coronakrise-deutscher-musikrat-fordert-befristetes-grundeinkommen.

Und sogar in den USA überlegt man jedem Bürger pauschal 1000 Dollar auszuzahlen. www.derbrutkasten.com/corona-grundeinkommen-trump-coronavirus/

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Scholz und Altmeier stellen Milliardenhilfen in Aussicht

Coronakrise: Deutscher Musikrat fordert befristetes Grundeinkommen

Corona-Epedimie: Deutsche Musikrat fordert Solidarität mit Kulturschaffenden

Corona-Pandemie: Kulturrat fordert Notfallfonds für KünstlerInnen

Offener Brief: SOMM fordert Soforthilfen für die MI-Branche

Wirtschaftliche Existenz vieler Jazzmusiker durch Veranstaltungsabsagen in Gefahr

Coronavirus – Kulturstaatsministerin verspricht Kultureinrichtungen und Künstlern Unterstützung – Grütters: „Auf unverschuldete Notlagen und Härtefälle reagieren

Leitfaden für selbstständige und freischaffende Musik- und Kulturschaffende in der Coronakrise

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Warum müssen selbständige Kleinunternehmer, die ein Ladengeschäft gemietet haben, den Totalausfall ihrer Einkünfte hinnehmen, möglicherweise über mehrere Monate, während die Vermieter aber weiterhin ihre oftmals stark überteuerten Mieten einkassieren dürfen, und von der Coronakrise weitgehend unberührt bleiben? Das ist doch ungerecht.

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  2. Weggebrochene Aufträge, Unsicherheit, Angst…
    Wir können absolut nachempfinden wovon ihr sprecht.
    Tolles Sache, dieser Potcast! Wir wären auch für eine Session bereit.
    Viele Grüße und Kopf hoch!
    Bauer Studios

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Ich bin freiberuflich in der Filmbranche tätig. Wenn ich eine Anstellung habe dann mit Vertrag und allen normalen arbeitnehmerrechte aber wenn ich nicht arbeite dann bin ich entweder von Arbeitsamt auf Unterstützung angewiesen . Jetzt ist mir ein Filmprojekt weggebrochen und ich habe nicht genug Arbeitszeiten zusammen um Arbeitslosengeld zu beantragen. Gibt es finanzielle Unterstützung für Fälle wie mich ?

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Völlig unabhängig von sowohl Corona als auch erbrachten Arbeitszeiten kannst Du Hartz 4 (Grundsicherung/Arbeitslosengeld 2) beantragen. Im Gegensatz zu ALG 1 ist der Anspruch unabhängig von geleisteten Arbeitszeiten, sondern basiert auf begründetem Bedarf.

      Auf diesen Kommentar antworten

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