Produkt: Sound & Recording 09-10/2019 Digital
Sound & Recording 09-10/2019 Digital
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Mixing Tutorial

Fender Rhodes zeitgemäß mischen

Fender Rhodes

Das Fender Rhodes hat einen bestimmten Sound mit viel Charakter und Wiedererkennungswert. Leider ist es aber nicht immer einfach, das Instrument in einem Mix unterzubringen. Denn abhängig davon, was gespielt wird, kann das Instrument sehr dick und undurchsichtig klingen. Außerdem ist sein direkter Instrumentenausgang in der Regel mono. Was es umso schwieriger macht, dieses E-Piano in einem modernen und breiten Stereomix richtig zu positionieren.

In dieser Folge möchten wir uns eine mögliche Bearbeitung des Fender Rhodes in einem Mix anschauen. In unserem Beispiel handelt es sich um eine relativ einfach gehaltene Jazz Ballade. Wir haben nur einen Sänger, das Rhodes und ein Klavier. Von der Aufteilung der Instrumente sollten der Gesang und das Rhodes die Hauptelemente sein. Und das Klavier eher im Hintergrund sitzen und die beiden unterstützen.

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Mit dem iZotope Ozone Match EQ wurden die beiden Einzelspuren aufeinander abgestimmt. Der UAD API 560 und der UAD Brainworx digital V3 kamen auf dem Rhodes-Bus und der UAD SPL Twin Tube sowie der UAD Distressor auf dem Parallel-Bus zum Einsatz.

Leider wurde das Rhodes nur mit zwei Mono-Spuren aufgenommen – zum einen als DI-Signal direkt aus dem Instrument und zum anderen über einen Fender Gitarrenverstärker. Das machte es etwas schwierig, das Rhodes größer und wichtiger klingen zu lassen als das Klavier. Denn dieses war bereits im unbearbeiteten Zustand schon sehr breit. Da würden selbst die richtigen Lautstärkeverhältnisse nicht ganz helfen. Als Erstes habe ich die beiden Rhodes-Spuren einfach auseinandergepannt, um das Instrument in der Summe breiter und somit auch in Stereo zu bekommen. Die beiden Signale ähnelten sich zwar grundsätzlich, jedoch war das DI-Signal ein wenig dumpfer und deutlich voller. Dadurch war das Stereobild leider etwas unausgewogen. Das konnte ich aber wiederum mit dem iZotepe Ozone EQ ausgleichen. Denn dieser hat eine »Match EQ«-Funktion, mit der man den Frequenzgang von einem Signal auslesen und auf ein anderes übertragen kann. So konnte ich den Charakter vom Amp-Signal etwas mehr dem des DI-Signals anpassen. Dadurch klangen die Spuren zwar nicht hundertprozentig gleich, aber es reichte, um das Stereobild zu stabilisieren. Diese beiden Spuren habe ich dann auf einem Stereo-Bus zusammengefasst, um sie dort weiter zu bearbeitet.

Das komplett Tutorial findest du in der Sound&Recording+Keyboards-Ausgabe 02/2021. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Ein Rhodes zum “Klingen” zu bringen, ist ganz einfach, wenn man weiß, was in einem Fender- (und den meisten anderen) Gitarrenverstärkern “passiert”.
    Dort gibt es die “Klangregelung”, die alles Andere ist, als ein Equalizer. Die ist “am linearsten”, wenn der Mittenregler ganz “auf” und Bass und Treble ganz “zu” gedreht sind. In jeder anderen Stellung erfolgt grundsätzlich eine starke Mittenabsenkung bei 400Hz. Die Schaltung besteht nur aus den Potis selbst, drei Kondensatoren und einem Widerstand. Gibt es keinen Mittenregler, ist hier ein Festwiderstand verbaut. Ich hatte “seinerzeit” die Schaltung in diversen Rhodes-Pianos fest verbaut (mit Pufferverstärkern davor und dahinter) und alle “Mix-Probleme” waren schlagartig gelöst.
    Man kann das recht gut mit einem “normalen” Equalizer nachvollziehen. Mitten bei 400Hz absenken, Q=0,7 (entspricht “passiv”). Und zwar nicht “chirurgisch”, sondern eher “wie die Axt im Wald”. Traut euch! 😉

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