DIY Raumakustik für dein Homestudio

4 No-Budget-Tipps, die die Akustik in deinem Homestudio verbessern

Bevor man sich als DIY-Musiker tief in die Theorie stürzt, gibt es einige Dinge, die man akustisch in Angriff nehmen kann, und zwar ganz und gar ohne Geld für akustische Baumaßnahmen zu investieren. Sicher ist jeder Raum speziell, aber mit den vier folgenden Kochrezepten lassen sich gute Voraussetzungen für ein Nahfeld-Monitoring in eurem Homestudio schaffen:

DIY Studiobau2
Der wohl krasseste Gegensatz zum DIY-Regieraum: Mastering-Studios. Sie bestehen praktisch nur aus Regieraum, bei dem auf höchstem Niveau für eine optimale Abhör – situation gesorgt wird. So z. B. im Mastering Mansion Madrid, das selbst unter den Mastering-Studios ein sehr ambitioniertes Projekt ist.

Homestudio Tipp 1 − Stereo-Symmetrie: Man sollte keinen L-förmigen Raum nehmen und die Monitore so positionieren, dass der linke und der rechte Lautsprecher ungefähr den gleichen Raumanteil als akustische Impedanz haben. Ebenfalls sollen die Übertragungswege von beiden Lautsprechern auf die Ohren annährungsweise gleich sein. Das ist die wichtigste Voraussetzung für eine Phantommitte.

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Homestudio Tipp 2 − Raummitte vermeiden: Wenn man sich aus Gründen des Stereobildes bereits in der Mitte der Raumbreite befindet, sollte sich der Regieplatz nicht auch in der Mitte der Raumlänge befinden. Besonders in der Mitte können die Bassmoden starke Effekte haben: Die Grundmode hat dort ein Loch, eine Oktave höher ist wieder eine Anhebung, eine weitere Oktave darüber gibt es wieder eine Absenkung usw.

>> Raumakustik im DIY-Studio Expertentipps von Markus Bertram (mbakustik) <<

Homestudio Tipp 3 − Längsausrichtung vermeiden: Wenn ich einen 3 x 5 Meter großen Raum habe, sollte man als Stirnwand möglichst die kürzere Wand wählen, da in der Längsausrichtung wiederum Bass-Probleme zu erwarten sind. Nicht immer, aber meistens ist die längste − also tiefste − Bassmode im Raum dominant, und in diese begibt man sich, würde man den Regieplatz genau in der Mitte des Raumes stellen.

Homestudio Tipp 4 − Experimentieren! Die Tipps 1 bis 3 sollen kein Dogma sein, in den seltensten Fällen erlaubt die räumliche Anordnung eine optimale Aufstellung des Regieplatzes. Man kann sich sogar ganz bewusst für eine nicht symmetrische Aufstellung entscheiden, so kann es völlig legitim sein, wenn z. B. ein Techno-Producer auf die möglichst exakte Stereoabbildung verzichtet zugunsten einer Positionierung, die für ihn den besseren Bass-Response hat. Ebenso ist jeder Raum anders, und ohne Herumprobieren kriegt man die beste Positionierung nicht heraus. Außerdem kann ich nur empfehlen, immer wieder verschiedene Referenz-Aufnahmen zu hören und zu vergleichen.

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Interessant, aber das Studio auf dem Bild ist doch in Längsausrichtung, oder?

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  2. So war es wohl auch gemeint, mit “Längsausrichtung” eben das Gesicht zur langen Wand.
    Immerhin steht im Artikel auch “als Stirnwand möglichst die kürzere Wand wählen”…

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  3. BENUTZT EURE OHREN! Wenn Ihr als Tonengineer arbeiten wollt, solltet Ihr hier beginnen eure Ohren zu benutzen! Findet den Platz an dem euer setup am ausgeglichtendsden klingt. Ist ganz easy. Stellt eure Monitore korrekt auf auf (Höhe, Ausrichtung zur Sitzposition) und verschiebt sie dann im Raum… und findet euren Sweetspot.

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  4. Ein Tip für das Einrichten von Abhören mit Subwoofer:
    Stellt den Subwoofer genau auf eure spätere Sitz- bzw. Abhörposition. Bewegt euch nun z.B. mit einem rollenden Bürostuhl im Raum und findet eine der Stellen, wo ihr den besten Bass- Höreindruck habt.
    Stellt nun an genau dieser Stelle den Subwoofer auf und setzt euch selbst anschliessend zurück auf eure Abhörposition.
    Ggf noch die Phasenlage zwischen Sub und den Monitoren korrigieren und ihr solltet einen Top Sound haben 🙂
    Ein simpler aber effektiver und schnell umzusetzender Trick.

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