Musikkonsum

Wie, wo und welche Musik hören wir eigentlich?

Welche Musik hören wir Deutschen eigentlich am liebsten? Wo hören wir Musik und über welche Geräte? Das Münchner Marktforschungsinstitut „Facit Media Efficiency“ fand in einer Studie heraus, wie und in welchem Ausmaß das „Audio“-Medium in der heutigen Gesellschaft genutzt wird.

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Im Juni und Juli 2015 führte Facit die Studie „Age of Ears“ durch, bei der über 8.200 Menschen zwischen 14 und 59 Jahren per Online-Befragung Details über ihre Audionutzung preisgaben.

„Die 63,7 Millionen Deutschen zwischen 14 und 59 Jahren lassen sich in zwei große Gruppen einteilen“  – zum einen gibt es da die Menschen, die ausnahmslos das UKW-Radio und eigene Tonträger verwenden und zum anderen die, die „digitale Angebote wie [das] Webradio, Radio-Apps oder Musik-Streaming nutzen und Audio auch auf Smartphones etc. hören.“ So heißt es in der Studie von facit.

Die letztgenannte Gruppe umfasst dabei umgerechnet ca. 40,6 Millionen Menschen, was nahezu zwei Drittel der an der Umfrage-teilgenommenen Personen ausmacht. Diese wiederum wurden von dem Marktforschungsinstitut noch einmal in fünf weitere Kategorien unterteilt werden – die sogenannten „Lover“ (12%), „Digital Natives“(20%), „Transformer“(25%), „Traditional“(24%) und „Selectives“(19%). Innerhalb der Gruppen konnte man außerdem bestimmte Muster erkennen, was die Freizeitaktivitäten oder die allgemeinen Interessen und Werte angeht.

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Lover

In der Regel sind es Männer, die um die 35 Jahre alt sind. Audio-Lover lieben die Musik – sie nutzen jede Gelegenheit, um Musik zu hören. Deshalb kommen sie auch auf gut 36h „Musik-Genuss“ in der Woche und „nutzen alle Angebote über Durchschnitt – so sind Smartphone, Radio und Kopfhörer immer im Einsatz und spielen Radio, eigene Tonträger, viel Webradio und Music-on-Demand.“

Mobile Natives

Mobile Natives umfasst sowohl Männer als auch Frauen, die im Schnitt 29 Jahre alt sind. Ihre Vorliebe gebührt den mobilen Geräten wie Smartphones, weil sie bereits mit „Discman und MP3-Player“ aufgewachsen sind. Außerdem stehen bei Mobile Natives „Music-on-Demand-Dienste hoch im Kurs.“

Transformer

Die Transformer sind im Durchschnitt um die 40 Jahre alt und gehören zu den Tonträger-Sammlern. Aber auch anderen Angeboten gegenüber sind sie nicht abgeneigt. So nutzen sie ebenfalls häufig das UKW-Radio, Webradio sowie Music-on-Demand Angebote. Zudem dürfen Kopfhörer in ihrem Repertoire nicht fehlen.

Traditionals

Die Traditionals umfassen die älteste Gruppe mit einem Durchschnittsalter von 43 Jahren. Sie halten an ihren Stereoanlagen und Radios fest und scheren sich nicht besonders um mobile Audiogeräte. Und wenn doch, dann ist es nur ein Bruchteil von ihnen, der diese als Ergänzung zu ihren Hi-Fi-Anlagen nutzt. So kommt es auch, dass sie „überdurchschnittlich viel“ UKW-Radio hören.


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Sound&Recording Ausgabe 05/16

Songwriting Special

Diese Ausgabe widmet sich dem Thema Songwriting per App! Wir stellen euch iOS-Tools vor, die eure Kreativität beim Songwriting unterstützen und zeigen euch iOS-Hardware die umfangreiche, mobile Recording-Lösungen anbieten, wie Motive von Shure, die Lurssen Mastering Console und Lightning-Interfaces und –Mikrofone sowie Software. Eine Band die weiß wie man Songs schreibt sind AnnenMayKantereit. Mit ihrem Debüt-Album „Alles nix Konkretes“, das von Moses Schneider produziert wurde, schafften die Kölner-Jungs auf Anhieb den Sprung auf die #1 der deutschen Single Charts. Den Studio-Report findet ihr im Heft. Außerdem waren wir in Chino, USA in der Edel-Maufaktur bei Manley Labs zu Gast. Den dort hergestellten Channelstrip Manley Core haben wir für euch im Test. Für die Mixpraxis spricht Illangelo Montagnese über die Produktion mit The Weeknd und in De/Constructed zerlegt Henning Verlage King Kunta von Kendrick Lamar.

Getestet haben wir das Roli Seaboard Rise 25, das „Volksbändchen“ sE Electronics X1R und in Love The Machines gibt´s den Klassiker Roland JP-8000.

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Selectives

Die Selectives beschreiben die letzte Gruppe. Sie sind durchschnittlich 36 Jahre alt und vorwiegend männlich. Sie benutzen Audio mit 19 Stunden pro Woche am wenigsten und „auch [allgemein] in Sachen Mediennutzung und Freizeitgestaltung sind sie eher zurückhaltend.“ Wenn sie Audio doch mal verwenden, dann meist über ihre Mobilgeräte – obendrein „bevorzugen [sie] […]kostenlose oder werbefinanzierte Angebote.“

Fazit

„Lover, Mobile Natives und Transformer nutzen Audio überwiegend auf mobile und moderne Weise.“ Sie umfassen dabei ca. 23 Millionen Menschen.  Ergo konsumiert rund ein Viertel der Deutschen Musik bereits via Stream.

Mit den Traditionals und Selectives hören ca. 17 Millionen Musik auf „klassische“ Weise. Mobile Geräte und Angebote sind hier eher eine Ergänzung. Diese Traditionsbewussten-Hörer haben jedoch ohnehin ein etwas niedrigeres Mediennutzungsverhalten.

Als Trend lässt sich ausmachen, dass die Nutzung des modernen Audios immer mehr an Bedeutung gewinnt.

 

Quelle: http://www.serviceplan.com/de/presse-detail/age-of-ears_de.html

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Was für bescheuerte Gruppen Namensgebung! Kopfschüttel. Aber “PR” ist ja auch dem Krieg von der CIA als Synonym für “Propaganda” eingeführt worden. Klingt halt “freundlich”…

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