Mixpraxis mit Paul Tingen

Tony Maserati mischt Perfect von Ed Sheeran und Beyoncé

Tony Maserati PMC 19
FOTO: Brian A. Petersen

Es scheint, als könne die Welt nicht genug von Ed Sheeran bekommen. Und Ed Sheeran kann seinerseits anscheinend von der Welt nicht genug bekommen. Das Titelsymbol seines dritten Albums ÷, auch divide genannt, kann man durchaus angemessen finden in einer Welt, die gerade mal wieder aus den Fugen zu geraten scheint. Zugleich ist die Welt sich zumindest einig darin, Ed Sheeran jedem anderen Künstler vorzuziehen: ÷ dominierte 2017 wie kein anderes Album und übertraf die Konkurrenz in puncto Verkäufe, Streams und Downloads um Längen.

Als wäre das noch nicht genug, brachte das Album auch noch fünf massive Hit-Singles hervor. Die ersten vier, darunter der Monsterhit Shape Of You, wurden innerhalb der ersten Monate des Jahres 2017 veröffentlicht. Als man gerade dachte, Sheeran würde sich eine Pause und allen anderen eine Chance gönnen, veröffentlichte er im letzten Herbst als fünfte Single aus dem Album Perfect. Auch dieser Song war ein dicker Hit und Nummer 1 in dutzenden Ländern. Und sogar nach dieser Serie hatten Ed Sheeran und die Welt noch nicht genug voneinander: Der britische Sänger und Gitarrist nahm zwei zusätzliche Versionen von Perfect auf – die eine als akustisches Duett mit Beyoncé, die andere als orchestrales Duett mit dem italienischen Tenor Andrea Bocelli. Beide Versionen wurden im vergangenen Dezember veröffentlicht.

Die Beyoncé-Duett-Version von Perfect war besonders erfolgreich und schaffte es in vielen Ländern an die Spitze der Charts. Was durchaus eine Leistung war, angesichts des für einen Hit unüblich reduzierten Arrangements aus nur Orgel, ein paar Akustikgitarren sowie Sheerans und Beyoncés Stimmen. Auch bei der Auswahl des Mixers für den Song traf der britische Sänger eine Entscheidung ein wenig abseits der ausgetretenen Pfade: Die meisten Stücke, die es derzeit in die oberen Regionen der Hitparaden schaffen, sind von einer Hand voll Star-Mixern gemischt worden, allen voran Serban Ghenea und Manny Marroquin in den USA, wohingegen britische Künstler dazu neigen, ihre Landsleute Tom Elmhirst (Adele) und „Spike“ Stent zu engagieren. Letzterer hat tatsächlich das komplette Album ÷ gemischt, ebenso die Bocelli-Version von Perfect. Für die Beyoncé-Version dagegen hat Sheeran mit der Entscheidung für Tony Maserati eine neue Farbe ins Spiel gebracht.

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