Iconic Songs

Robbie Williams: He Feels Real Love (but too early)

(Bild: Dirk Heilmann)

Performance schlägt im Zweifel die Vorteile eines Recordings unter Highend-Bedingungen. Robbie Williams’ Feel ist ein gutes Beispiel dafür.

Robbie Williams fühlt. Real Love. Das Problem dabei nur: Er fühlt es zu früh. Die Performance super, die Umgebung jedoch nicht perfekt, denn: Er singt gerade die Demo ein. Und diese entsteht nicht im großen Studio während der eigentlichen Aufnahmen zu seinem Erfolgsalbum Escapology, sondern zu eher widrigen Bedingungen beim Produzieren der Demo. Zu dieser Zeit ist das Problem aber noch nicht allzu groß, ist man sich doch sicher, das Ganze dann im großen Studio mit großem Besteck genauso gut, wenn nicht noch besser hinzubekommen. Was nun folgt, ist aber auch ein Mutmacher an alle da draußen.

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Ich weiß zwar nicht, ob ich hier auf Gleichgesinnte treffe, aber ich finde: Feel ist ein ganz astreiner Popsong. Harmonisch traditionell poppig, das Arrangement dafür raffiniert – und der Vibe des Songs unterstützt die Vocals ganz ausgezeichnet. Und wie es sich für einen guten Popsong so ziemt, wird er umso vielseitiger, je mehr man versucht, die einzelnen Spuren und Instrumente zu ergründen. Denn man stellt fest: Ja, das wirkt auf den ersten Blick simpel, aber die Art und Weise, wie Gitarren arrangiert wurden, wann Backings einsetzen, welche Effekte verwendet werden, lässt einen bei näherem Hinsehen mit dem Eindruck zurück, hier etwas sehr Profundes auf die Ohren zu bekommen.

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Cover: Robbie Williams – Feel

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