Gone Too Soon

Pop Icon: Eine Hommage an Eva Cassidy

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Irgendwie ist es ja so: Wenn man mehr oder minder professionell mit Musik zu tun hat, dann hängt die Messlatte höher, wenn einen etwas beim ersten Hören wirklich ergreifen soll. Oft denkt man eher: »Ja, kenne ich daher und dorther, ganz nett«, nicht aber viel mehr. Manch einer mag sogar als alteingesessener Musikmensch nur auf das schwören, was top war, als er damals die Musik für sich entdeckte. Selten kommt es also vor, dass man wirklich von den Socken ist, wenn man etwas Neues hört. Noch dazu, wenn es Cover sind. Doch genau das hat Eva bei mir geschafft. Eva wer? Eva Cassidy!

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Ihre Geschichte ist so traurig und ergreifend wie die Songs, die sie interpretiert. Hebt sie an und beginnt zu singen, wird es hell vor Ergriffenheit und dunkel ob des Gefühls, was sie in mir hervorruft – beides zugleich. Selten waren Freude und Leid so nah beieinander.

Freude, weil die Art und Weise, wie sie Autumn Leaves, Fields Of Gold oder Time After Time darbietet, so unbegreiflich gut ist. Sie schafft es, mich mit ihrer dunkelmelancholischen Performance völlig beseelt zurückzulassen. So selbstverständlich singt sie dahin, so einleuchtend haucht sie ihre Worte, so unaufgeregt formt sie ihre Töne, dass es wie ein Kinderspiel wirkt. Doch das ist es nicht, es ist alles andere als das. Es ist die Magie, die ihre Musik zu dem macht, wofür sie da sein sollte: etwas auszudrücken, was Worte und Bilder alleine nicht vermögen.

Leid, weil sie viel zu früh verstarb. Schaut man sich ihre bekanntesten Performances an, so stammen diese alle aus einer Zeit, als der Krebs längst über sie gesiegt hatte. Sie spielt dort in erster Linie vor Freunden, Familie und Bekannten. Wenig später ist sie tot.

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 6/2022. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

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