Wege zum Ruhm

Mixpraxis – Frank Dukes Betätigungsfelder vor, hinter und abseits des Mischpults

(Bild: Dirk Heilmann)

Frank Dukes könnte sich bequem auf seiner ellenlangen Credit-Liste ausruhen. Stattdessen erfindet sich der US Top-Produzent alle paar Jahre neu – als Sample-Pionier, Softsynth-Entwickler und Musiker. Ein Portrait …

»Ich liebe Popmusik, und ich liebe Musik, die sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt – also genau das, was meine Lieblingsmusiker, darunter die Beatles, Nirvana und der Wu-Tang Clan, gemacht haben: Popmusik mit einer ordentlichen Portion ›Dreh‹. Dementsprechend schätzt man mich als Produzent von eigenwilligen Pop-Alben. Dahinter steht jedoch kein Konzept oder eine bewusste Entscheidung – sondern einfach ich selbst. Und ich mache, was ich aufregend finde.«

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So spricht Frank King Feeney, seit den frühen 2000ern besser bekannt als Frank Dukes. »Machen, was ich aufregend finde« ist dann auch sein Beitrag zu einer ganzen Reihe von internationalen Top-Hits von Drake, Eminem, Taylor Swift, Lorde, Kanye West, Camile Cabello, Post Malone, The Weekend, The Jonas Brothers, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Nach seinem gelungenen Start in der Hip-Hop-Welt zählt Frank mittlerweile zu einem der gefragtesten Pop-Songwriter und Produzenten weltweit.

Seit 2014 wurde Frank mit nicht weniger als elf ASCAP-Awards, 16 BMI-Awards, drei Grammys und 29 Grammy-Nominierungen bedacht. Man schätzt seinen außergewöhnlichen Sound-Geschmack und seine Vorliebe für Analog-Equipment. Zudem gilt er als einer der Künstler, die maßgeblichen Einfluss auf die Produktionsweise von Popmusik genommen haben, nicht zuletzt durch seine Kingsway Music Library, welche die Idee der Sample-Library Splice vorweggenommen hat. Frank behauptet selbstbewusst, er hätte nicht weniger im Sinn gehabt, als »einer der besten Produzenten weltweit zu werden, um mit den außergewöhnlichsten Künstlern aller Zeiten zu arbeiten«. Ein Blick auf seine Credit-Liste bestätigt, dass dieses Vorhaben offenbar gelungen ist. Zudem fällt auf, dass sich seine Produktionen größtenteils zu »Dauerbrennern« entwickelt haben.

»Blicke ich auf all meine Produktionen zurück, einschließlich meiner frühen Hits, stelle ich fest, dass es darunter keinerlei Senkrechtstarter gibt. Stattdessen sind sie langsam, aber sicher in die Top-Ten aufgestiegen. Einmal dort angekommen, hielten sie sich länger als viele andere Songs. Darüber bin ich sehr glücklich. Ich glaube, meine Platten besitzen eine gewisse Authentizität, die ihnen etwas verleiht, was rundum durchdesignte, auf schnellen Erfolg ausgerichtete Produktionen nicht bieten.«

Frank nennt in diesem Zusammenhang Rihannas Needed Me (2016), Post Malones Congratulations (2016) und Camila Cabellos Havana (2017) als Beispiele. Rihannas Song verbrachte nicht weniger als 16 Wochen in den US-Top-Ten und gilt somit als dauerhafteste Chart-Platzierung ihrer gesamten Karriere. Post Malone brachte es auf 50 Wochen in den US-Single-Charts. Camila Cabellos Label veröffentlichte Havana zunächst nur als B-Seite. Nicht ohne eine gewisse Genugtuung erinnert sich Frank, dass der Song schließlich zur bestverkauften Digital-Single und zu einem der größten Hits des Jahrzehnts aufstieg.

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