»Godfather of EDM«

Mixpraxis: David Guetta über sein aktuelles Album 7

David Guetta(Bild: © Nacho Dorado Photographer | www.nachodorado.com)

Mit zwei Dutzend Top-Ten-Hits, drei Nummer-1-Alben seit seinem internationalen Durchbruch im Jahr 2009 und 40 Millionen verkauften Platten kann David Guetta eine unfassbare Erfolgsgeschichte vorweisen. Er wurde schon als »Godfather of EDM« eingestuft, und tatsächlich hat er eine entscheidende Rolle gespielt für das bemerkenswerte Wachstum von EDM — von einer eher uncoolen, großraumig angelegten Techno/Electro/Dubstep-Mixtur zu einem der wesentlichen Musikindustrie-Goldesel. Die Verschmelzung von Pop, Hip-Hop, R’n’B und EDM, die heute weite Teile der Charts mit EDM-/Dubstep-artigen Drops füllt, die den Refrain als Main-Hook ersetzen, ist zu keinem geringen Teil seinem Einfluss geschuldet. Wie Guetta mal treffend in einem Interview bemerkte: »Nicht nur ich bin ein Teil des Mainstreams geworden, sondern meine ganze Szene.«

Unüblicherweise kam der ganz große Erfolg, als Guetta schon 20 Jahre im Geschäft war, und so sollte er die weltweite Jugendkultur prägen, während er selbst schon in seinen 40ern war. 1967 geboren, verbrachte der Franzose die ersten Jahre seiner musikalischen Laufbahn als DJ in Pariser Clubs. Über das Auflegen hinaus war er während der 90er wenig musikalisch aktiv, lediglich veröffentlichte er zwei Singles, von denen keine viel Aufmerksamkeit erregte. Das Blatt wendete sich 2001, als er mit Just A Little More Love (featuring Chris Willis) einen Hit in französischsprachigen Ländern hatte, im folgenden Jahr auch mit dem Album gleichen Namens. Im Laufe von 15 Singles und zwei Alben internationalisierte sich Guettas Reichweite, und aus der Welle wurde ein Tsunami mit seinem 2009er-Megahit When Love Takes Over (featuring Kelly Rowland, co-komponiert mit Fred Rister). Zu dem Zeitpunkt war Guetta schon 42.

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Seine drei letzten Alben One Love (2009), Nothing but the Beat (2011) und Listen (2014) waren Multi-Millionen-Seller, zusätzlich kamen bislang neun Ausgaben der von Guetta zusammengestellten Dance-Compilation-Reihe Fuck Me I’m Famous heraus, ebenso wie unzählige Gastauftritte, Produktionen für Tracks anderer Acts und Remixe. Das alles führte zu Awards und Nominierungen, wie sie auf keine Kuhhaut gehen, inklusive Grammy, American Music, Billboard, DJ und MTV Europe Music Awards…

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