Und Ewig Rauscht Die Linde

Julien Krumnack mixt Udo Lindenberg

(Bild: Julien Krumnack)

Mixing- & Mastering-Engineer Julien Krumnack kam in den Genuss, Und ewig rauscht die Linde von Udo Lindenberg aus dem Jahr 1996 neu zu mischen. Das Album soll zusammen in einer Special-Box mit weiteren Alben des Hamburger Kultkünstlers noch in diesem November erscheinen. Im Interview erzählt mir Julien, wie es zur Zusammenarbeit kam, wie genau der Remix-Prozess aussah und — was mich besonders interessiert — wie es sich anfühlt, mit einer Koryphäe wie Udo Lindenberg zu arbeiten.

Per Telefon schalten wir uns zusammen, und ohne viel Vorgeplänkel frage ich ungeduldig:

Anzeige

Wie kam es zur Zusammenarbeit?

Ein sehr guter Freund von mir ist ein ehemaliger Studiomanager und auch im Musik-Management tätig gewesen. Er hatte Kontakt zu Udo und wusste, dass Udo die Platte schon seit Jahren neu gemischt haben wollte. In diesem Zuge hat er nochmal nachgefragt, ob das Interesse nach wie vor besteht, und mich eben als Mixing-Engineer empfohlen. Udo hat dann geantwortet, dass er immer noch großes Interesse daran hat, dass die Platte neu gemischt wird, und uns grünes Licht gegeben. Ich habe mich dann mit Universal Music auseinandergesetzt, die ja Polydor übernommen haben, über die damals das Album erschien. Ich musste dann schauen, dass ich die Original-Bänder auftreibe.

Das Album wurde damals von Franz Plasa in den H.O.M.E-Studios in Hamburg aufgenommen. Ich habe selbst dort ca. 2 Jahre gearbeitet und wusste, welche Bänder da so rumliegen, und war mir sicher, dass dort keine Bänder mehr von Udo Lindenberg existieren. Deshalb musste Universal die Bänder in irgendein Zentrallager gebracht haben. Es hat sehr lange gedauert, bis die Bänder dann in einem Lager in London aufgetaucht sind. Daraufhin wurden alle Bänder von Udo Lindenberg aus dem Zentrallager rausgeholt, und man hat sie direkt zu den Abbey Road Studios gebracht, wo sie alle digitalisiert wurden. Ich habe dann die Bilder des Bandmaterials bekommen, damit ich schauen konnte, was davon überhaupt verwendbar sein könnte. Die Masterfiles bekam ich über einen Server geschickt. Die Spuren und andere Daten, die für die Session wichtig waren, habe ich dann per Nacht-Express bekommen.

Die komplette Story findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 11/2018. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren: