Produkt: Sound & Recording 09-10/2019
Sound & Recording 09-10/2019
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Interview mit Tontechniker Martin Berger

Im Studio-Bulli durch Europa

Recording Session in the nature with chair (Bild: Marten Berger)

Zwei Jahre lang durch Europa reisen mit einem umgebauten VW Bulli, um Straßenmusiker aufzunehmen: Marten Berger erfüllte sich damit einen Traum, weit weg vom Alltagsstress langer Studioschichten. Das Erlebnis hat ihn für sein weiteres Berufsleben geprägt.

Marten Berger hat sich schon immer für Aufnahmen begeistert – dem 27-Jährigen geht es darum, Dinge »einzufangen« und Live-Performances zu konservieren, sodass sie nicht schlicht vorbei wären, wie er in der Einleitung zum kommenden Buch seines »Sounds Like Van Spirit«-Projekts erklärt: Berger war mit einem umgebauten VW Bulli zwei Jahre lang quer durch Europa unterwegs, um Straßenmusiker aufzunehmen. Zuvor hatte der Tontechniker, aufgewachsen nahe der holländischen Grenze, Musikproduktion und Komposition am Art-EZ Institute of Arts in Enschede studiert.

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Damals traf er den holländischen Straßenmusiker Christiaan Maurer, der John Denvers Take Me Home, Country Roads coverte – die Performance rührte ihn so sehr, dass er ihn später aufnahm, ohne Overdubs oder Hilfsmittel. Die Idee seines Recording-Mobils war geboren, mit dem er in 25 Ländern Musiker aufnahm und ein komplettes Album zusammenstellte. Zusätzlich arbeitet er am erwähnten Buch und einem Dokumentationsfilm über die Reise. Und: Berger will nach Möglichkeit nicht zurück in den »herkömmlichen« Studioalltag eines Tontechnikers.

»Recording-Abenteurer« Marten Berger
Aufnahme der Band Boanae in Valencia im November 2017
Recording des Duos Alpine Dweller in Wien im Oktober 2017
Die experimentelle Combo Ramm Tamm Tilda in Erfurt im Juni 2018
Recording der Musikerin Thoa Ró in Athen im Februar 2019

Als Vehikel für dein Unterfangen hattest du für 1.400 Euro einen 1991er VW T3-Bulli gekauft, einen alten Eiswagen, der viel Arbeit bedeutete. Du kanntest dich praktisch nicht mit Autos aus?

Absolut nicht! Das Auto fuhr, hatte ein paar Rostlöcher. Ich wusste, dass eine Reparatur machbar wäre. Da ich ländlich wohnte, kannte ich Leute, die ein Schweißgerät bedienen konnten. Die Herausforderungen entstanden später: Zwei Wochen vor meiner Abreise ging das Getriebe kaputt. Auch stellte sich die Frage, wie ich den Innenraum umbauen könnte, um darin aufzunehmen und wohnen zu können. Letztlich hat alles funktioniert. Drei Tage, nachdem ich zurück war, hatte ich einen Motor-Totalschaden – nach zwei Jahren ohne Panne! Den konnte ich immer noch nicht völlig beheben.

soundslikevanspirit.eu

Das komplette Interview findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 04/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Produkt: Sound & Recording 11/2019
Sound & Recording 11/2019
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