Produkt: Sound & Recording 12/2019
Sound & Recording 12/2019
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Aus dem neuen Heft:

Ian Kirkpatrick produziert Don’t Start Now von Dua Lipa

»Nicht wenige Leute glauben tatsächlich, Pop wäre minderwertige Musik. Ich dagegen bin der Ansicht, dass es sich dabei um die interessanteste und auch geheimnisvollste Musik überhaupt handelt«, sagt Ian Kirkpatrick, einer der aktuell angesagtesten Popmusik-Komponisten und Produzenten weltweit. »Warum? Weil du damit unvergleichlich viele Menschen glücklich machen kannst!«

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»Und der Schlüssel dazu ist und bleibt ein Rätsel« führt er weiter aus. »Klar gibt es Leute wie Max Martin, die dir Kochrezepte für Hits anbieten und damit sicher nicht ganz falsch liegen. Dennoch stolpert man immer wieder über Dinge, die einen Hit ausmachen, die aber nach Rezept nie hätten funktionieren dürfen. Ein Pophit bleibt nach wie vor ein ungelöstes Rätsel – eine total verrückte und faszinierende Sache …«

Tatsächlich hat Ian erst vor Kurzem eine Menge Leute glücklich gemacht – nämlich als der Mann hinter Dua Lipas Megahit Don’t Start Now, Nummer 1 in nahezu einem Dutzend Ländern und vertreten in den Top-Ten von mehreren Dutzend Ländern. Auch für den Erfolg von Dua Lipas 2017er MeeToo-Hymne New Rules zeichnet sich Ian verantwortlich. Darüber hinaus finden sich in seinem Portfolio Credits für Songwriting und Produktion mit Künstlern wie Selena Gomez, Jason Derulo, Justin Bieber, Nick Jonas und viele mehr.

Abb. 01: Den Löwenanteil des extrem groovenden Bass-Sounds, der zusammen mit den Drums nahezu alleine die Strophen trägt, bestreitet der Scarbee MM-Bass aus NI Kontakt.
Abb. 02: Der Gesang wird dreimal unterschiedlich komprimiert und schnipselweise nach Bedarf wieder zusammengesetzt.
Abb. 03: Mit dem Xfer LFO Tool werden Lead-Vocal und Hall moduliert. Die Modulationsstärke ist in die Automationsspuren (oben) eingezeichnet.

Angesichts seiner beeindruckenden und umfangreichen Credit-Liste sollte man meinen, Ian Kirkpatrick schreibt Hits im Handumdrehen – weit gefehlt: »Ich hätte nie gedacht, was für harte Arbeit Popmusik ist. Noch zu Beginn meiner Karriere schickte mir Mike Caron von APG Music ungefähr eine Tonne A Capellas von Jason Derulo mit der Bitte, damit einen Track zu produzieren. Ganze zwei Jahre lang startete ich immer wieder neue Versuche – alle wurden abgelehnt. Aber genau deshalb habe ich mich geradezu obsessiv in die Sache hineingesteigert. Immer wieder stellte ich mir die Frage, warum mein Zeug nicht so gut klingt wie das, was man im Radio hört. Ich war sicher, dass der Grund dafür bei mir zu finden sein musste.

Immer wenn du ein neues Karriere-Level erreicht hast, denkst du, jetzt hast du es richtig drauf. In Wirklichkeit fängst du aber wieder von vorne an – umgeben von neuen Konkurrenten, die es ebenso draufhaben. Hast du endlich einen Song in den Charts, haben deine neuen Mitbewerber auch allesamt Songs in den Charts. So entwickelte ich mir einen Plan B: Um auf der sicheren Seite zu sein, verdiente ich meinen Lebensunterhalt zunächst weiter mit der Programmierung von Webseiten und der Aufnahme von lokalen Bands. Zusammen mit meinem Manager (Dan Petel von This Is Noise) suchte ich aber weiterhin vollkommen besessen nach dem Grund, warum meine Songs durchweg abgelehnt wurden. Auch nachdem ich einen Vertrag bei Warner Chappell unterschrieben hatte, änderte sich zunächst nicht wirklich viel an dieser Tatsache. Wir waren lange Zeit richtig gute Verlierer – bis der Knoten eines Tages schließlich doch noch platzte …«

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 03/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Produkt: Sound & Recording 11/2019
Sound & Recording 11/2019
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