Zahlen und Fakten

Die Erlöse der Musikindustrie

Grafik über die Erlöse der Musikindustrie

U2 lösten mit der Ankündigung, ihr Album bei iTunes kostenlos anzubieten vor ein paar Jahren kontroverse und sehr hitzige Diskussionen über den Einfluss des Internets auf die Musikindustrie aus. Wir haben eine interaktive Grafik gefunden, die den Zusammenhang zwischen Musikverkäufen und dem Internet auf faszinierende Weise offenbart.

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In den letzten Jahren explodierten Streaming-Dienste wie Spotity förmlich. Traditionelle Formate wie CD’s befinden sich unterdessen auf einem fortwährenden Abwärtstrend. Fazit: Immer mehr Menschen streamen Musik, statt sie zu kaufen. Die Website A.Track.Tion hat den Gesamtumsatz der populärsten Musikrichtungen der letzten Jahrzehnte visualisiert – in einer interaktiven Infografik.

Track.Tion ist ein Projekt, das von dem in Barcelona ansässigen Supercomputing Center finanziert wird. Grundlage der Grafik sind die Musik-Verkäufe, die seit 1954 aus den Charts hervorgehen und Informationen des The Whitburn Projects. Hier geht es zur Grafik! http://www.bsc.es/atracktion/rivers.html

Die Grafik zeigt, dass zahlreiche Genres ihren Umsatz-Höhepunkt um 2000 erreichten. Seitdem gehen die Umsätze jedoch wieder zurück. Die Grafik liefert zudem interessante Einblicke auf Subgenres (Doppelklick auf ein Genre). Rock beispielsweise ist in ca. 10 weitere Subgenres unterteilt.

Die einzige Musikrichtung, die dem Abwärtstrend entgegen geht, ist Electro. Dieses florierende Genre ist jedoch die Ausnahme. Die Grafik gibt dennoch Anlass zu Hoffnung: Die Musikindustrie befindet sich in einem ständigen Fluss. Möchte sie nicht untergehen, sollte sie sich jedoch an die Gewohnheiten ihrer Konsumenten anpassen.

Der Bundesverband für Musikindustrie (BMVI) hat hingegen vor Kurzem seine offiziellen Zahlen bekannt gegeben, über die Musikindustrie in Deutschland (Halbjahresreport 2017).

Insgesamt hat der Industriezweig ein Zuwachs von 2,9 Prozent erwirtschaftet, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Mit 52,5 % sind die physischen Datenträger leicht den rein digitalen Medien (Downloads und Streamingdiensten) mit 47,5 % im Vorsprung. Allerdings legen die Streaming-Portale mit einem Marktanteil von 24,4 % im ersten Halbjahr 2016 zu 34,7 % im gleich diesjährigen Zeitraum um 10,3 Prozentpunkte stark zu. Downloads kommen auf 11 % und Vinyl wächst weiter auf auf 5 %. CDs haben noch den stärksten Marktanteil mit 44,7 %

Weitere Zahlen und Infos findest du hier:

www.musikindustrie.de/

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Auch hier gilt; “The trend is your friend!” , )

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