Ego-befreite Zone

BeatGees – Produzenten-Team aus Berlin

BeatGees - Produzenten-Team aus Berlin1
Produzenten-Team Beatgees (v.l.): Sipho Sililo, Hannes Büscher, Philip Böllhoff, David Vogt (Bild: Nicolay Ketterer)

Das Produzenten-Quartett Beatgees hat mit Namika, Lary, Tim Bendzko, Yvonne Catterfeld, Andreas Bourani oder Sido gearbeitet. Wir haben sie in der gemeinsamen Studioetage in Berlin besucht und über Produktion, Sounds sowie den hart erarbeiteten Aufstieg in den vergangenen zehn Jahren gesprochen.

In einem Gewerbehof im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg steht ein vierstöckiges Gebäude mit Backsteinfassade. Im Erdgeschoss sitzt ein Filmvertonungsstudio mit eigenem Kinosaal. Ganz oben befindet sich eine Studioetage, die sich das Produzenten-Team Beatgees mit anderen teilt. Der lichtdurchflutete Küchen- und Essbereich vermittelt ungezwungenen WG-Charakter.

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David Vogt, Philip Böllhoff, Sipho Sililo und Hannes Büscher sind in der Konstellation seit 2008 zusammen. Damals wurde die Studioetage gegründet, sie hatten einen Raum. »Nach und nach sind Leute gegangen, wir haben uns ›ausgebreitet‹ und konnten uns mit den Jahren jeder einen eigenen Raum leisten«, erzählt David Vogt. Vier weitere Räume sind vorhanden, in denen unter anderem die Produzenten Simon Triebel und Ali Zuckowski arbeiten. Ende des Jahres werden sie alle »rausgentrifiziert«, so Vogt. »Auf das Gebäude kommt eine weitere Etage − dazu wird unsere Decke aufgerissen. Wir könnten nach einem Jahr eventuell wieder rein, allerdings wohl zum doppelten Preis.« Philip Böllhoff: »Eigentlich wollten wir längst etwas haben, aber es gibt wenig Leerstand oder die Angebote sind so teuer, dass sie sich nur große Firmen leisten können.«

Wie wichtig die zentrale Lage für die eigenen Kunden ist? »Das wissen wir nicht so genau«, meint Böllhoff lachend. »Es entstehen spontane Arbeiten, wenn Künstler in der Stadt sind − die würden eher kurz vorbeikommen«, so David Vogt. Sein Kollege Sipho Sililo ergänzt, das Studio solle »… an einem Ort sein, wo man gutes Essen bestellen kann« − das sei für das Arbeiten mit den Künstlern sinnvoll.

Begonnen hat die Zuammenarbeit 2005. »Nach dem Abi kam ich für ein Praktikum im Trixx-Studio nach Berlin und habe dort anschließend ein Jahr freischaffend gearbeitet. Da habe ich viel gelernt«, erzählt David Vogt. »Später sind Sipho und Philip hochgekommen, und wir haben uns überlegt, unsere Hip-Hop-Beats zusammenzuschmeißen.« Zunächst waren noch zwei DJs beteiligt.

beatgees.tumblr.com

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 12 2018. Hier versandkostenfrei bestellen. 

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