Wenn Samples nicht infrage kommen

Analoge Drum-Recordings mit Long Distance Calling

(Bild: Dirk Heilmann)

Die deutsch Postrock-Band Long Distance Calling ist gerade mit der Produktion ihres jüngsten Albums Eraser fertig, das am 26. August veröffentlicht werden soll. Passend zum Genre hat die Band auf einen Produzenten verzichtet und sich als Verstärkung nur eines Engineers aus dem edlen, für Rockroduktionen aller Art bekannten Horus Studio bedient. Gemeinsam haben sie ihre eigene Sound-Vision umgesetzt.

Mit Janosch Rathmer, der als Schlagzeuger den Hut in Sachen Drum-Sound aufhat, und Arne Neurand, Engineer und Chef vom Horus Studio in Hannover, hatten wir die Möglichkeit, über analoges Drum-Recording mit über 30 Kanälen im knapp 200 m2 großen Aufnahmeraum des Tessmar Studios zu sprechen. Die Entscheidung dafür wäre ohne Herzblut weder getroffen worden noch umsetzbar gewesen.

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Was war eure Grundidee für den Sound?

Janosch: Wir wollten das Optimum! Und puristischer und noch mehr reinsteigern ins analoge Recording für eine heutige Produktion wäre quasi undenkbar. Wir hatten kein Interesse, Samples zu nutzen, die man schon irgendwo gehört hat, daher war der Entschluss des Selber-Aufnehmens gefallen.

Arne: Richtig! Janosch wollte keine Loop-Machines mehr, keine Libraries – somit bleibt also nur das Selber-Erstellen. Wir hatten glücklicherweise die Zeit dafür und haben uns viele Gedanken gemacht. Das fing beispielsweise mit der Wahl des Schlagzeugs an, und wir hatten ebenfalls einen Drumtechniker kommen lassen, der die Kessel richtig stimmen kann. Eigentlich so, wie man das auch früher gemacht hat, aber heute oft aus Zeit- oder Geldmangel, und weil man es ja schnell digital fixen kann, eben nicht mehr macht.

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recortding-Ausgabe 4/2022. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Janosch Rathmer (links) und Arne Neurand im Horus Studio
Die komplette Mikrofonierung am Tama Starclassic

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