Produkt: Sound & Recording 11/2019
Sound & Recording 11/2019
ANALOGVIBES: Analoge Hardware-Legenden als DIY-Nachbau +++ MIXPRAXIS: Louis Bell – Magie und Musikproduktion +++ SYLVIA MASSY - Die Session zu einem Event machen +++ PSI AVAA C20 - Aktiver Bass-Absorber
Wir sind On Air!

Zoom Livetrak L-8 – Kompakter Mixer, Audio-Interface & Recorder für Podcaster im Test

Nach den Mehrspurrekordern L-20 und L-12, die eher bei Bandrecordings und im Live-Bereich Anwendung finden, erfüllt Zoom mit dem L-8 nun die Wünsche der Podcaster. Der L-8 ist die Schaltzentrale im Recording-Setup unseres Sound&Recording-Podcasts. Was der kompakte Mixer, das Audio-Interface und der mobile Recorder kann, zeigen wir euch hier!

Anzeige

Der Zoom LiveTrack L-8 ist ein kompakter 8-Kanal-Mixer mit integriertem Recorder und Audio-Interface. Er bietet die Möglichkeit, 12 Spuren auf SD-Karte im Standalone-Modus in maximal 24 Bit und 96 kHz oder am Rechner per USB-2.0-Anbindung in maximal 24 Bit und 48 kHz aufzunehmen. Damit eignet sich der kompakte Mixer besonders für das Aufnehmen von Podcasts, kleineren Bands, Proberaum-Aufnahmen oder auch als Live-Mixer und -Recorder. Klingt nach einer Eierlegendenwollmilchsau!

Mit den Maßen von 282 x 268 x 74 mm und einem Gewicht von lediglich 1,56 kg lässt sich der LiveTrak L-8 wirklich als kompakt bezeichnen und passt in jede Handtasche für unterwegs oder in ein festinstalliertes Podcast-Setup. On The Road läuft der Zoom L-8 nämlich auch mit vier AA-Batterien. Das schlichte und aufgeräumte Design ist an das seiner großen Brüder L-12 und L-20 angelehnt. Auch das Kunststoffgehäuse ist wie bei den Vorgängern wirklich gut verarbeitet. Die Fader und Drehregler auf der Oberfläche besitzen eine gute Haptik und lassen sich angenehm bewegen.

Im Lieferumfang enthalten sind neben der Bedienungsanleitung ein USB-Typ-A-Kabel, das den Zoom L-8 mit dem Rechner verbindet. Der USB-Anschluss, über den auch Stromversorgung mit 5V/1A läuft, sitzt auf der Unterseite des Geräts. Es liegt auch ein Netzteil bei, das den L-8 in Kombination mit dem USB-Kabel über die Steckdose mit Strom versorgt. Alternativ ist auch der Betrieb per Power-Bank möglich. Hier kommt der Energiesparmodus ins Spiel! Er schaltet alle Anzeigen- und Tastaturbeleuchtung nach 15 Sekunden ab. Das schont die Batterie und schenkt weitere Aufnahmezeit, die nach hinten vielleicht gebraucht wird.

Über den Channelstrip kann jeder Kanal klanglich bearbeitet werden. Hier stehen das Panning, ein EQ mit High (10 kHz), Mid (2,5 kHz) , Low (100 Hz), ein Low-Cut (75 Hz, 12 dB pro Oktave) sowie ein EFX-Send mit den Effekten Hall 1, Hall 2, Room, Plate, Delay, Chorus, Vocal 1 und Vocal 2 bereit. Effekt-Parameter wie Tone, Decay, Time, Feedback, Time-Sync können ebenfalls feinjustiert werden. Ein Kompressor fehlt leider. (Bild: Dieter Stork)

Für mich ist das erste Highlight das beiliegende TRRS-Kabel mit vierpoligem Miniklinkenstecker, über das man ein Smartphone an die passende TRRS-Buchse am L-8 anschließen kann, um beispielsweise einen Gesprächspartner per Anruf in den Podcast zu schalten und aufzunehmen. Grandios! Dass ein solches Kabel im Lieferumfang enthalten ist, finde ich toll, wenngleich ich eine Bluetooth-Anbindung an dieser Stelle auch nicht schlecht gefunden hätte.

Auf der Rückseite des L8 befinden sich neben dem Power-Schalter auch der SD-Karten-Slot für den Einschub von externem Speicher. Einen integrierten Speicher für Audiodateien besitzt der L-8 zwar nicht, aber alle Settings werden intern gespeichert und bleiben für einen Recall erhalten. Bei der Wahl der SD-Karte sollte man sich vorher erkundigen, welche SDHC- oder SDXC-Karten mit dem L-8 kompatibel sind. Zoom empfiehlt SD-Karten der Klasse 10 oder höher. Eine Liste der kompatiblen SD-Karten findet ihr auf der Website des Herstellers.

Bei der Aufnahme in 96 kHz empfiehlt Zoom sogar, die SD-Karten vorher zu formatieren und einen Card-Test durchzuführen, um sicherzustellen, dass die eingesetzte SD-Karte kompatibel und aufnahmebereit ist. Und wie der Zufall so will, gibt es im L-8 beide Features von Haus aus.

Den komplette Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 03/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Hersteller: Zoom
Straßenpreis: 433,- Euro
Internet:
www.zoom.co.jp
www.sound-service.eu

Unsere Meinung:

+++ sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
+ TRRS-Buchse zur Aufnahme von Anrufen
+ Sound Pads
+ Channelstrip: Low-Cut, EQ, Effekte
– durch dreifache Belegung der Eingänge 7 und 8 im Funktionsumfang eingeschränkt

Mehr zum Thema Field-Recording erfährst du auch am Samstag, den 4.7. im Podcast mit Marcel Gnauk um 11 Uhr live. Alle Infos hier:

Produkt: Sound & Recording 07-08/2019
Sound & Recording 07-08/2019
STUDIOSZENE: Bauer Studios, Ludwigsburg +++ MIXPRAXIS: Manon Grandjean / Santan Dave +++ TONI LOITSCH – Studiobau und Verkabelung des Nautilus Studios +++ EVENTIDE H9000 – Next Generation Harmonizer +++ HITS NACHGEBAUT: Henning Wehland de/constructed

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren