Alleskönner unter dem Radar

Vintage Park: Moog Opus 3

(Bild: Dirk Heilmann)

Auch wenn viele Musiker sein Potenztial erkannten, stand er immer im Schatten von Flaggschiffen wie Polymoog und Memorymoog: Der kleine, aber feine Moog Opus 3 ist ein polyfoner Universalist, der mit zwei Filtern bestückt ist und von Acts wie Stereolab sehr geschätzt wurde.

1980 brachte Moog einen Synthesizer auf den Markt, der in mehreren Disziplinen punkten sollte. Er wurde vielversprechend auf den Namen Opus 3 getauft und war dazu ausersehen, String-, Orgel- und Bläser-Sounds zu liefern, ohne den leidgeprüften Rücken des schwer schleppenden Keyboarders zu sehr zu belasten, wie etwa beim schwergewichtigen Vorgänger Polymoog (die erste, 5.300 Dollar teure Version kam 1975 heraus, die etwas kostengünstigere Polymoog-Keyboard-Variante 1978).

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(Bild: Dirk Heilmann)
Zu den erfolgreicheren Konkurrenten des Moog Opus 3 gehört der ARP Omni, dessen erste Version schon 1975 herauskam.
Die Rückseite des Opus 3 bietet lediglich einen Stereo- und einen Monoausgang sowie einen Fußschalteranschluss für die Sustain-Funktion.
Herb Deutsch entwickelte den Opus 3.
Ein weiterer Mitbewerber des Opus 3: der Korg Delta, der u .a. auf Human Leagues Don’t You Want Me Baby zu hören ist.
Optisch erinnert das Holzgehäuse des Opus 3 an den Moog Prodigy.
Das Pitch-Rad im typischen Moog-Design befindet sich in der linken der drei Sektionen des Opus 3 – ein Modulationsrad sucht man allerdings vergeblich.
Der Polymoog (Modell 230a) kam 1975 zum stolzen Preis von 5.295 Dollar (damals ca. 12.000 Mark) auf den Markt; er galt mit Features wie Vollpolyfonie, Anschlagsdynamik, Bi-Timbralität und einem Tastaturumfang von 71 Tasten Mitte der 70er-Jahre als konkurrenzloses Traumgerät. Bis 1981 wurden ca. 3.000 Polymoog gebaut.
Die rechte Sektion beinhaltet die Master-Funktionen.
StreicherDie mittlere Sektion des Opus 3; oben die Bedienfelder für Strings, Organ und Brass

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