Produkt: Sound & Recording 06/2020 Digital
Sound & Recording 06/2020 Digital
IM TEST: Pro Tool Carbon - Audio-Interface +++ PL Control One & Marc One – Monitor-Controller +++ Yello: Point – Interview mit Boris Blank +++ PRAXIS: Sounddesign – Pluck-Sound kreieren +++
Analog Processing @ Home

Universal Audio Volt 276 – Audio-Interface im Test

(Bild: Dirk Heilmann)

Seit etwa zehn Jahren begeistern Universal Audios Apollo-Interfaces User und Rezensenten gleichermaßen mit herausragenden technischen Werten und eingebauter DSP-Power. Nun möchte der US-Hersteller auch den Massenmarkt erobern mit den preisgünstigen Interfaces der Volt-Serie – ohne DSP-Power, dafür mit eingebautem Analog-Processing. Ob das Konzept aufgeht, haben wir anhand des Volt 276 getestet.

Bei aller berechtigten Begeisterung für die Apollo-Interfaces haben diese doch zwei Nachteile: Sie sind nicht ganz billig, und alle größeren Modelle erfordern einen Thunderbolt-Anschluss. Letzterer ist in der Windows-Welt nach wie vor wenig verbreitet, sodass PC-Usern meist nur die Einstiegsmodelle Apollo Solo USB bzw. Twin USB übrigbleiben … die wiederum nicht mit Macs kompatibel sind!

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Solche Probleme gibt’s bei der neuen Volt-Serie nicht. Sie werden über USB 2.0 angeschlossen und funktionieren an Mac und PC gleichermaßen. Sogar mit iPad und iPhone sind sie kompatibel. Mit Listenpreisen von 165 Euro bis 439 Euro sind die Volts deutlich unter der Apollo-Serie angesiedelt. Insgesamt gibt es fünf Modelle: Volt 1 mit nur einem Mikrofoneingang, Volt 2 mit zwei Mikrofoneingängen, Volt 176 mit einem Mic-Input und integriertem Kompressor, Volt 276 mit zwei Mikrofoneingängen und Kompressoren und Volt 476 mit gleicher Ausstattung plus zwei weiteren Line-Inputs und -Outputs. Alle Modelle verfügen über einen zuschaltbaren Vintage-Modus, der dem Klang eine röhrenähnliche Färbung verleihen soll. Der angesprochene Kompressor von Volt 176, 276 und 476 basiert auf Universal Audios legendärem 1176. An analogem Processing ist also einiges eingebaut, was man bei einem Apollo-Interface gerne als DSP-Emulation verwendet.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 1/2022. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

In der üblichen Abtastrate von 44,1 kHz bleibt der Frequenzgang bis 20 kHz pfeilgerade.
Bei 96 kHz fällt der Frequenzgang erst oberhalb 40 kHz steil ab.
In der höchsten Abtastrate arbeitet das Volt 276 weicher; der –3-dBPunkt liegt bei etwa 65 kHz.
Die harmonischen Gesamtverzerrungen für AD+DA-Wandlung betragen 0,0018 %. Es dominieren K2 und K3.
Im Vintage-Mode steigen die Verzerrungen an. Erst langsam: Bei –6 dBFS sind 0,0072 % THD erreicht.
Bei –1 dBFS steigen die Verzerrungen im Vintage-Mode auf satte 6,53 %.
Der Vintage-Mode hat auch Auswirkungen auf den Frequenzgang. Die Mitten werden breitbandig abgesenkt, die Höhen angehoben.

Hersteller: Universal Audio
UvP/Straßenpreis: 356,– Euro / 286,– Euro
Internet: www.uaudio.com

Unsere Meinung:
+++ rauscharme Preamps
+++ umfangreiches Software-Paket
++ Analog-Processing
++ recht kraftvoller Kopfhörerausgang
– spartanisches Monitoring-Konzept

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