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Rupert Neve Designs RMP-D8 Preamp im Test

Rupert-Neve-Designs-RMP(Bild: Dr. Andreas Hau)

Beim Namen Rupert Neve denken viele reflexartig an die klassischen Mischpultkassetten der frühen 1970er wie den legendären 1073-Preamp/EQ, der derzeit von zahlreichen Firmen mehr oder weniger originalgetreu nachgebaut wird. Der Altmeister selbst ist mit seinen fast 93 Lenzen deutlich fortschrittlicher eingestellt. Ein aktuelles Beispiel ist der RMP-D8 von Rupert Neve Designs: ein achtkanaliger, digital gesteuerter Hi-End-Preamp mit eingebautem A/D-Wandler und Dante-Netzwerkanschluss.

»Profi-Equipment« ist ein dehnbarer Begriff, aber beim RMP-D8 ist diese Bezeichnung fraglos zutreffend: acht Preamps von Rupert Neve persönlich designt, gepaart mit State-of-the-Art-Wandlertechnik und zeitgemäßer Dante-Audio-Netzwerktechnik. So viel hochklassige Technik geballt in einem Gerät ist natürlich nicht ganz billig. Bei 6.249 Euro liegt die unverbindliche Preisempfehlung. Schauen wir mal, ob sich das lohnt!

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Harte Ware

Wie es sich für ein Profigerät gehört, kommt Rupert Neves Dante-Preamp in einem sauber verarbeiteten, soliden 19- Zoll-Rackgehäuse mit zwei Höheneinheiten. Die nobel schwarze Frontplatte ist 6 mm stark; den einzigen optischen Akzent setzt ein dunkelrot eloxiertes Eingaberad. Auf der linken Seite befinden sich zwei Statusanzeigen. Die erste zeigt an, ob der Dante-Preamp mit dem Netzwerk verbunden ist, wobei der RMP-D8 über zwei Netzwerkanschlüsse verfügtprimary und secondary. Der zweite Netzteilanschluss ist redundant und dient als »Sicherheitsnetz«, falls der erste ausfällt. Auch die darunter angeordnete Anzeige für die Stromzufuhr (PSU) ist zweigeteilt: Der RMP-D8 ist nämlich mit einem doppelten Netzteil ausgestattet. Auch hier ist das zweite Netzteil redundant und dient nur dazu, Ausfälle zu vermeiden. An dieser Ausstattung sieht man bereits, dass der RMP-D8 nicht zuletzt für hochwertige Live-Mitschnitte und andere kritische Anwendungen gedacht ist, wo man um jeden Preis vermeiden möchte, unwiederbringliche Momente zu verlieren. Die daneben liegende LED-Kette zeigt die Abtastrate an; der RMP-D8 unterstützt alle gängigen Frequenzen von 44,1 bis 192 kHz inklusive Pull-Up und Pull-Down (Letzteres sind minimal abweichende Abtastraten, die man mitunter benötigt, um synchron zu Video/Film zu arbeiten).

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording 6/2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF downloaden. 

Auf der Rückseite befinden sich acht Mic/Line Inputs und vier AES/EBU-Digitalausgänge. Die DanteSchnittstelle und das Netzteil sind doppelt ausgeführt, um auch unter widrigen Umständen Datenverluste zu vermeiden.
Der RMP-D8 ist vorbildlich sauber aufgebaut. Oben im Bild: zwei separate Netzteile − fällt eines aus oder erhält keinen Strom, läuft das Gerät über das zweite.
Der RMP-D8 lässt sich über Dante fernsteuern. Die dazugehörige Control Software funktioniert problemlos; das Screendesign ist jedoch »very 90s«.

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sauberer, klarer Klang, dennoch nicht charakterlos
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durchweg erstklassige Technik
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Dante und AES/EBU
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Ausfallsicherheit dank redundanter Ausstattung bei Netzteil und Netzwerk

Combobuchsen auf der Geräterückseite

Hersteller: Rupert Neve Designs
UvP: 6.249,− Euro

www.megaaudio.de

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