Akkordarbeit

Presonus Studio One 4 Professional im Test

Mit unübertroffener Drag&Drop-Funktionalität, direkter Melodyne-Einbindung und praktischen Arrangement-Werkzeugen wie dem »Scratch Pad« konnte die DAW »Studio One« über die letzten Jahre einen sehr guten Ruf ergattern. Was hat das aktuelle Major-Update diesmal an Finessen zu bieten?

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Auch mit Version 4 bietet Presonus ein sehr großzügiges und unkompliziertes Kopierschutzsystem. Eine Lizenz von Studio One ermöglicht bis zu fünf Aktivierungen. Angemeldete Geräte lassen sich im MyPresonus-Account einsehen und bei Bedarf wieder deaktivieren. Auch das große Repertoire an Soundsets und Tutorials ist hier weiterhin verfügbar.

Am 11. Juli zeigte die Startseite von Studio One ein Update zu Version 4.0.1 an. Wie schon früher, lies sich auch dieses Datenpaket sehr komfortabel direkt innerhalb der Software herunterladen und installieren − so macht man Updates!

Akkordspur

Während hinsichtlich GUI und Browser alles beim Alten bleibt, hat sich einiges beim Workflow getan. Die wohl interessanteste Neuerung in Studio One ist die »Akkordspur«. Cubase-Nutzer kennen die gleichnamige Funktion bereits, allerdings ist die Herangehensweise im Hause Presonus etwas anders. Hier lassen sich Akkorde manuell eintragen bzw. aus MIDI-Clips übertragen − nach einer Analyse sogar aus Audio-Clips. Änderungen der Akkordfolge in dieser Spur wirken sich dann, sofern gewünscht, global auf alle harmonischen Elemente im Projekt aus − nicht-destruktiv natürlich!

Aber sehen wir uns das mal genauer an. Nach einem Rechtsklick auf einen Audio-Clip, etwa eine Piano- oder Streicher-Aufnahme, wählt man aus dem Kontextmenü »Akkorde erkennen«. Nach einer Audio-Analyse werden die entsprechenden Akkorde in einem schmalen Overlay über dem Clip angezeigt, z. B. »C-F-G-C«. Bei Dreiklängen arbeitet die Software sehr zuverlässig, nach dem Vierklang ist jedoch Schluss. Hat sich Studio One mal verschätzt, kann man den Clip im Sample-Editor anzeigen und den entsprechenden Akkord nach einem Doppelklick mithilfe der »Akkordauswahl«, einem separaten Fenster im Stile eines Quintenzirkels, korrigieren. Im Sample-Editor lassen sich auch Start- und Endpunkt der einzelnen Akkorde überprüfen und anpassen. Gerade bei Instrumenten mit einer längeren Einschwingphase, beispielsweise einer Akustikgitarre, kann dieser Vorgang die spätere Klangästhetik deutlich verbessern.

Den Kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 09/2018. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Die Akkordspur mit den dazugehörigen Funktionen …

 

Den beiden Sample-Instrumenten spendierte Presonus eine Modellpflege.

+++
Akkordspur
++
Überarbeitung von Impact XT und SampleOne XT
++
AAF-Unterstützung
++
Pattern-Editor

immer noch keine Surround-Unterstützung

Hersteller: PreSonus
Downloadpreis: 409,20 Euro

www.presonus.com

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