Produkt: Sound & Recording 01/2020
Sound & Recording 01/2020
Studioreport Island: Aufnahmen unter Nordlichtern +++ Mixpraxis: Konstantin Kersting mischt Dance Monkey von Tones And I +++ Palmer Monicon XL Monitor-Controller +++ Gehringer WASP: Hybridsynth-Klon +++ Nicolas Godin: Beton, Glas und Vintage-Synths
Einmal mit Alles! Extra Large!

Palmer Monicon XL – Monitor-Controller im Test

Spätestens, wenn ein zweites Paar Studiolautsprecher hinzukommt, wird ein Monitor-Controller unumgänglich, um komfortabel zwischen den Abhören umzuschalten. Dummerweise kostet mancher Monitor-Controller so viel wie ein drittes Paar Lautsprecher. Der Palmer Monicon XL verspricht Linderung: Für rund 300 Euro bietet er alle üblichen Features und darüber hinaus einen internen DA-Wandler, ja sogar einen Korrelationsgradmesser!

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Monitor-Controller bietet der deutsche Hersteller Palmer schon seit einigen Jahren an. Das Monicon-Urmodell war bzw. ist ein kleines, nahezu unzerstörbares Kistchen mit Minimalausstattung: passive Lautstärkeregelung mit Stereo-Ein- und -Ausgängen, dazu Mute- und Mono-Schalter. Etwas später erschien der Monicon L, der immerhin schon zwei umschaltbare Eingangspaare bietet sowie einen Kopfhörerausgang. Für besser ausgestattete Projektstudios ist das aber immer noch ein bisschen wenig. Beim Monicon XL wurde daher die Ausstattung nicht nur ein bisschen aufgebohrt, sondern drastisch erweitert!

Überblick: Seinen Namenszusatz XL trägt das neue Spitzenmodell nicht zu Unrecht. Der Monicon XL ist locker viermal so groß wie das Urmodell! Sein Pultgehäuse beansprucht eine Stellfläche von 254 x 215 mm und ragt maximal 84 mm in die Höhe. Mit knapp 1,5 kg ist der Monicon XL nicht übermäßig schwer; der obere Teil des robusten Gehäuses sowie die Seitenwangen bestehen aus Kunststoff, während der untere Gehäusewinkel samt Anschlussfeld aus Stahlblech gefertigt ist. Das Design ist durchaus gewagt: Das mit orangen Applikationen abgesetzte anthrazitfarbene Gehäuse versprüht einen gewissen 70’s-Retro-Charme, den man mögen kann – oder eben nicht. Geschmackssache! Rein funktional gibt’s jedenfalls nichts zu meckern: Die Funktionsgruppen sind klar gegliedert und sinnvoll angeordnet. Auch die Haptik stimmt: Die Regler laufen geschmeidig, und die großen, beleuchteten Taster lassen sich bestens bedienen.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 01/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

1 Über die analogen Eingänge gespeist agiert der Monicon XL weitestgehend linear bis weit über die menschliche Hörgrenze hinaus.
2 Das Klirrspektrum zeigt Anteile von K3 und K2 knapp über bzw. unter –80 dB unter Vollaussteuerung. Das entspricht einer Gesamtverzerrung von 0,019 %.
3 Über S/PDIF gespeist zeigt der integrierte DA-Wandler ein lineares Verhalten bis zur Grenzfrequenz, die bei einer Abtastrate von 44,1 kHz knapp über 20 kHz liegt.
4 Über den digitalen Eingang gespeist unterscheidet sich das Klirrspektrum nicht wesentlich von dem über die analogen Eingänge gemessenen.
5 Bei der maximalen Abtastrate von 96 kHz reicht der Übertragungsbereich bis über 40 kHz; nahe der Grenzfrequenz zeigt der integrierte DA-Wandler einen leichten Pegelanstieg.

Hersteller: Palmer

UvP/Straßenpreis: 360,– Euro / 299,– Euro

Internet: www.palmer-germany.com

Unsere Meinung
+++ umfassende Ausstattung zum günstigen Preis
++ wichtige Funktionen individuell konfigurierbar
+ Korrelationsgradmesser
+ Digitaleingang und interne DA-Wandler
– nicht so klangneutral wie teurere Produkte

Bis auf die Kopfhörerausgänge befinden sich alle Anschlüsse auf der Rückseite. Es kommen größtenteils Klinkenbuchsen zum Einsatz, die bis auf die Main- und Cue-Outs symmetrisch beschaltet sind. Eine Besonderheit ist der koaxiale S/PDIF-Digitaleingang. Gespeist wird der Monicon XL über ein externes Netzteil.
Produkt: Sound & Recording 01/2020
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Studioreport Island: Aufnahmen unter Nordlichtern +++ Mixpraxis: Konstantin Kersting mischt Dance Monkey von Tones And I +++ Palmer Monicon XL Monitor-Controller +++ Gehringer WASP: Hybridsynth-Klon +++ Nicolas Godin: Beton, Glas und Vintage-Synths

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Interessantes Teil. Folgende Aussage empfinde ich etwas seltsam:”Es kommen größtenteils Klinkenbuchsen zum Einsatz, die bis auf die Main- und Cue-Outs symmetrisch beschaltet sind.” Also, ICH verstehe das so, dass nur die Main- und Cue-Outs NICHT symmetrisch beschaltet sind. Die Logik dahinter erschließt sich mir nicht.

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Hallo Robert
      Du hast durchaus richtig verstanden: Nur die Main- und Cue-Outs sind unsymmetrisch. Die Verwunderung mag an der Nomenklatur liegen; tatsächlich sind die Main- und Cue-Outs sekundäre Ausgänge, z.B. zur Einbindung eines externen Kopfhörerverstärkers für die Musiker. Die primär genutzten Ausgänge eines solchen Monitor Controllers sind die (symmetrischen) Monitor Outputs zum Anschluss der Lautsprecher.
      Lieben Gruß aus der Redaktion.

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  2. In welcher Beziehung steht das Palmer Monicon XL zum Audient Nero?

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Was wäre den eine nächste teurere Alternative die Klangneutraler ist, ich hab mich neulich mal auf die Suche gemacht, aber so richtig überzeugt war ich bei keinem.

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