Mikrofonfreund

MOTU 8Pre-ES Audio-Interface mit USB, Thunderbolt und Ethernet im Test

MOTU 8Pre-ES Audio-Interface mit USB, Thunderbolt und Ethernet im Test(Bild: Dr. Andreas Hau)

MOTUs AVB-Flotte hat bereits eine enorme Modellvielfalt erreicht, doch mit dem 8Pre-ES hat der Hersteller aus Cambridge, Massachusetts nun ein Paket geschnürt, das für viele Anwender attraktiver sein könnte als alle bisherigen: Mit acht hochwertigen Mikrofonvorstufen ist das 8Pre-ES prädestiniert für Band-Recording und akustische Aufnahmen von Ensembles oder Schlagzeug.

AVB − unendliche Weiten! Lange waren diese Weiten unendlich leer, bis auf die MOTU-Interfaces, denn für diesen offenen Standard schien sich kaum ein anderer Hersteller zu interessieren. Dante hieß das Zauberwort, denn von den zahlreichen Audio-over-Ethernet-Protokollen war und ist es das am genausten dokumentierte und reglementierte.

Anzeige

Scheinbar hat der Wind sich nun gedreht: Einigen Herstellern ist Dante vielleicht doch zu reglementiert, zudem ist es mit Lizenzgebühren verbunden. Und so war die große Überraschung der Tonmeistertagung 2018 die Rückkehr von AVB. Bereits im Vorfeld hatte RME das Digiface AVB angekündigt, ein rein digitales Audio-Interface (bis auf den Kopfhörerausgang), das von AVB auf USB 3 wandelt. Auch weitere Hersteller wie d&b überraschten mit Vorträgen und Produktankündigungen in Sachen AVB. Denn als offener Standard, so wurde argumentiert, bietet AVB größere Flexibilität als Dante, wenn es darum geht, die spezifischen Vorstellungen der einzelnen Hersteller umzusetzen. Wie gut das funktioniert, zeigt seit gut drei Jahren MOTU!

Der DSP-Mixer ist keine eigenständige Anwendung, sondern wird im Web-Browser angezeigt.
Die neue Touch Console ist eine alternative Mixer-Ansicht, die für Tablets und Touch-Displays optimiert wurde. Alle Elemente sind so angeordnet und mit großen Slidern versehen, dass sich die Settings auch mit Wurstfingern feinfühlig einstellen lassen.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 1+2 2019. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Die Audiowerte sind ausgezeichnet…

…wie bei allen AVB-Interfaces von MOTU. Gegenüber dem direkten Vergleichsmodell 8M hat das neue 8Pre-ES nochmals zugelegt, insbesondere beim über 6 dB höheren Rauschabstand.

In der üblichen Abtastrate von 44,1 kHz bleibt der Frequenzgang bis 20 kHz schnurgerade. Der leichte Ripple in der letzten Oktave fällt nicht ins Gewicht.
Auch bei einer Abtastrate von 96 kHz arbeitet das MOTU 8Pre-ES mit einem steilen Ausgangsfilter. Der Mikrofoneingang hat einen minimal ansteigenden Frequenzgang oberhalb 20 kHz, der Instrument-/Line-Eingang fällt minimal ab.
Bei 192 kHz setzt sich dieses Verhalten fort. Für die praktische Arbeit hat das leicht unterschiedliche Verhalten von Mic und Instrument/Line-Input keinerlei Auswirkungen, zumal die Abweichungen nur den Bereich oberhalb der mensch - lichen Hörgrenze betreffen.
Das Klirrspektrum ist sehr sauber. Die »lauteste« Harmonische K3 liegt 115 dB unter Vollaussteuerung. Die Gesamtverzerrungen betragen nur 0,00026 %.

+++
erstklassige Klangqualität

+++
acht hochwertige, rauscharme Preamps

+++
integrierter Monitor-Controller

++
Thunderbolt und USB 2.0


rückseitige Combobuchsen (s. Text)

Hersteller/Vertrieb: MOTU/Klemm Music
UvP/Straßenpreis: 1.495,− Euro / ca. 1.495,− Euro

www.klemm-music.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren: