Keine halben Sachen

MOTU 624 und 8A Audio-Interfaces mit Netzwerkfähigkeiten im Test

(Bild: Dr. Andres Hau)

MOTUs Flotte aus netzwerkfähigen Audio-Interfaces bestand bislang fast ausschließlich aus 19-Zoll-Geräten zu Preisen jenseits der 1.000-Euro-Marke. Mit den Neuzugängen 624 und 8A hat der US-Hersteller nun jedoch zwei mobile Interfaces ins Programm genommen, die einen günstigen Einstieg in die AVB-Welt versprechen. Ohne Abstriche in der Klangqualität und, neben Thunderbolt, sogar mit schneller USB-3.0-Schnittstelle!

MOTUs Produktbezeichnungen mögen nicht unbedingt sexy klingen, doch zumindest sind sie logisch: 624 und 8A sind nicht nur mathematisch die Hälfte von 1248 und 16A, den wohl meistverkauften AVB-Interfaces von MOTU (s. S&R 10.2014). Das 624 und das 8A kommen tatsächlich auch im halben Rackformat, und ihre Ausstattung an Ein- und Ausgängen ist ebenfalls ziemlich genau die Hälfte des 1248 bzw. 16A.

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Löblich ist, dass beiden Interfaces ein Montage-Kit beiliegt, mit dem man zwei 9,5-Zoll-Geräte von MOTU zu einer 19-Zoll-Einheit verschrauben kann. Andere Hersteller kassieren für so ein paar Winkel und Schrauben gerne mal 30 Euro aufwärts.

Eingänge und Ausgänge

Das 8A ist wie sein großer Bruder ausschließlich mit Line-Inputs und -Outputs bestückt, nur eben mit acht statt sechzehn. Zum Anschluss externer Wandler gibt’s ein Paar optische Ein- und Ausgänge für ADAT (maximal achtkanalig) bzw. S/PDIF (stereo). Auf der Frontplatte befindet sich ein separat adressierbarer Kopfhöreranschluss − den bietet das große 16A übrigens nicht.

Das MOTU 624 ist ein Rundum-Sorglos-Audio-Interface mit einem bunten Potpourri an Anschlüssen, als da wären: zwei Mikrofoneingänge inklusive schaltbarer Vordämpfung und Phantomspeisung, vier Line-Inputs und vier Line-Outputs plus ein Paar Main-Outs, die ebenfalls Line-Pegel liefern, aber frontseitig im Pegel regelbar sind, sodass man Aktivmonitorboxen direkt anschließen kann, was in kleineren Setups einen gesonderten Monitor-Controller erspart. Auch das 624 verfügt über ein Paar optische Digitalschnittstellen, die sich im ADAT- oder S/PDIF-Modus betreiben lassen. Im Gegensatz zum großen MOTU 1248 gibt es keine zusätzlichen Coax-Buchsen für S/PDIF. Dafür gibt es wie beim großen Bruder gleich zwei Instrumenteneingänge mit hoher Impedanz (1 Megaohm) für Gitarren und Bässe − rein rechnerisch hätte es ja nur einer sein müssen. Wie beim 8A befindet sich auf der Frontplatte ein Kopfhörerausgang, der über eigene Wandler verfügt und sich separat ansprechen lässt.

Flott und in Farbe

Gegenüber den größeren MOTU AVB-Interfaces wurden aber nicht nur die Ausstattungsmerkmale halbiert, sondern auch neue Features hinzugefügt, auf die Besitzer der größeren Kisten durchaus neidisch sein dürfen. Da wäre zum einen das Display, das zwar deutlich kleiner ausfällt als bei den 19-Zoll-Modellen, dafür aber farbfähig ist. Und das ist in der Praxis wirklich hilfreich, denn wie bei klassischen VU-Metern mit LED-Ketten wechselt die Anzeige von Grün über Gelb nach Rot. Man sieht also mit einem Blick, ob alles noch im »grünen Bereich« liegt. Davon abgesehen haben 624 und 8A ja auch weniger Anschlüsse, deren Pegel visualisiert werden muss, sodass das kleinere Display völlig ausreicht, um eine sehr gute Übersicht zu bieten.

Das zweite neue Feature ist auf der Rückseite zu finden, nämlich ein USB-3.0-Port. In der Praxis ist das vor allem für Windows-User eine gute Nachricht. Mac-User werden weiterhin primär die ebenfalls vorhandene superschnelle Thunderbolt-Schnittstelle nutzen. Zwar hat MOTU inzwischen auch für Windows Thunderbolt-Treiber entwickelt; nach wie vor gibt es aber kaum PCs, die überhaupt über einen Thunderbolt-Port verfügen. Somit bleibt für die allermeisten Windows-User nur die Anbindung über USB. Und da bietet USB 3.0 eben viel mehr Bandbreite als USB 2.0.

Wobei die Bandbreite von USB 2.0 für einzelne Interfaces völlig ausreicht. Allerdings haben wir es bei MOTUs AVB-Flotte ja mit netzwerkfähigen Interfaces zu tun, die sich über Cat5-Ethernet-Kabel zu einem Verbund mit vielen Ein- und Ausgangskanälen verbinden lassen. USB 3.0 verspricht, wie Thunderbolt, genügend Bandbreite, um auch hohe Kanalzahlen zu übertragen, wie sie in einem AVB-Verbund ab zwei Interfaces zusammenkommen.

Bezüglich Thunderbolt sei angemerkt, dass MOTU weiterhin Thunderbolt-2-Buchsen verwendet. Thunderbolt 3, das u. a. bei den neusten MacBook-Pro- und iMac-Modellen zum Einsatz kommt, setzt auf neue Steckverbinder im Format USB-C, also die gleichen Minibuchsen, die auch für USB 3.1 üblich sind. Hier wäre dann ein Adapter erforderlich. Ein Thunderbolt-Kabel liegt den MOTU-Interfaces weiterhin nicht bei, wohl aber ein (ungleich billigeres) USB-3.0-Kabel.



Ausgezeichnete Messwerte bieten die »kleinen« MOTU AVB-Interfaces mit einem Dynamikbereich von über 118 dB und Gesamtverzerrungen von nur 0,0001%! Im Folgenden zeigen wir nur die Diagramme des MOTU 624; das 8A lieferte identische Werte.

 



Treiber-Performance

Seit Erscheinen der ersten AVB-Interfaces Mitte 2014 hat MOTU intensiv an den Treibern gearbeitet. Während die Thunderbolt-Treiber für Macs schon früh eine sehr gute Performance erreichten, hat es bei USB ein Weilchen gedauert, bis die Niedriglatenz- Performance das von MOTU gewohnte Niveau erreichte. Zwischenzeitlich wurden sogar von Grund auf neue Treiber entwickelt, weil der ursprüngliche Ansatz offenbar an seine Grenzen stieß. Auch die Firmware wurde kontinuierlich gepflegt. Überhaupt ist der Langzeit-Support bei MOTU vorbildlich; selbst für viele Uralt-Produkte werden weiterhin Treiber angeboten. Auf solche Dinge sollte man achten, wenn man langfristig Spaß an seinem Audio-Interface haben möchte!

Die aktuellen Mac-Treiber für MOTUs AVB-Interfaces laufen ab OS X (bzw. neuerdings »MacOS«) 10.8. PCs werden ab Windows 7 unterstützt, wobei nicht nur Service Pack 1, sondern auch die neusten Windows-Updates aufgespielt sein sollten, denn ohne diese bricht der Installer mit einer kryptischen Fehlermeldung ab. Wer einen PC mit Thunderbolt-Schnittstelle hat und diese nutzen möchte, braucht zwingend Windows 10.

Getestet habe ich auf beiden Plattformen jeweils mit Cubase 9.0.1. Auf meinem Mac-Book Pro 13(Intel Core i5 @ 2 x 2,4 GHz, 16 GB RAM) unter OS X 10.9.5 liefen die MOTUs via Thunderbolt schon in der niedrigsten Puffereinstellung von 32 Samples mit Ein- und Ausgangslatenzen von je 1,09 ms ohne Audioaussetzer, und sogar acht DIVA-Stimmen waren spielbar (s. Kasten Latenz-Benchmarking). Richtig performant war das nächst höhere Setting mit 64 Samples (je 1,81 ms), und bei 128 Samples (je 3,27 ms) ließen sich alle 16 möglichen DIVA-Stimmen spielen, die das kleine MacBook ohnehin an die Auslastungsgrenze bringen.

Via USB verschiebt sich das Ganze quasi um eine Latenzeinstellung nach oben: Ab 64 Samples (Ein- und Ausgangslatenz je 1,99 ms) liefen die MOTUs bei niedriger CPU-Auslastung knackfrei. Deutlich performanter war das 128-Samples-Setting (je 3,45 ms), und ab 192 Samples ließ sich U-He DIVA mit allen 16 Stimmen spielen. Angemerkt sei, dass mein olles MacBook Pro nur über USB 2.0 verfügt. Wobei dies aber in Sachen Latenzen keinen Unterschied macht; USB 3.0 erhöht lediglich Anzahl der Kanäle, die übertragen werden können − das allerdings drastisch! Während über USB 2.0 bislang »nur« je 64 Ein- und Ausgangskanäle von und zum Computer übertragen werden konnten − bei höheren Abtastraten von 96 bzw. 192 kHz entsprechend nur 32 bzw. 16 −, bietet USB 3.0 die gleichen Kanalzahlen wie Thunderbolt, nämlich je 128 Ein- und Ausgangskanäle, und zwar bis 96 kHz (!). Bei 192 kHz sind es immer noch je 64 Kanäle. Das sollte auch für größere Setups genügen!

Testen konnte ich die USB-3.0-Anbindung auf meinem Audio-PC. Die gute Nachricht ist, dass sie funktioniert. Die schlechte: nicht mit jedem Chipsatz. Weil Intel erst nach langem Zögern USB 3.0 in die Mainboard-Chipsätze integrierte, gab und gibt es viele USB-3.0-Chips von Fremdherstellern wie Texas Instruments, VIA, Asmedia, Fresno Logic und NEC/Renesas, die mitunter Probleme bereiten. Und zwar besonders dann, wenn es um Echtzeitanwendungen geht! Der in meinen Audio-PC integrierte Etron-Chipsatz hat bis heute noch nie mit irgendeinem USB-Audio-Interface funktioniert − die MOTUs machten keine Ausnahme. Bessere Erfahrungen habe ich mit einer USB-3.0-PCIe-Erweiterungskarte gemacht, die einen NEC/Renesas-Chip verwendet. An dieser Karte lief z. B. das Universal Audio Satellite USB, das zwingend USB 3.0 voraussetzt, völlig problemlos. Das MOTU 624 bzw. 8A wollte mit dieser Karte leider nicht so recht harmonieren. Mal lief’s, dann wieder nicht. In Sachen Kompatibilität scheint es noch Optimierungsbedarf zu geben. Von einem problemlosen Betrieb über USB 3.0 kann man derzeit wohl nur aus – gehen, wenn der Computer-Port direkt am Intel-Mainboard-Chipsatz hängt. Das ist bei neueren Computern der letzten drei bis vier Jahre meist der Fall; allerdings sind nicht selten zusätzliche USB-3.0-Ports über die oben genannten Drittanbieter-Chips realisiert. Im Zweifelsfall sollte man daher die Anschlüsse durchprobieren.

Ansonsten können das MOTU 624 und 8A natürlich auch an einem USB-2.0-Port betrieben werden; das sollte eigentlich immer problemlos funktionieren. Interessanterweise bieten die neuen MOTUs sogar dann noch eine etwas höhere Bandbreite: Statt je 64 Ein- und Ausgangskanäle (bei 44,1/48 kHz) schaffen sie nämlich 72. Das liegt offenbar am verwendeten Chipsatz, denn mein 1248 und 16 (die ich selbst im Studio verwende) schaffen mit demselben Treiber weiterhin nur je 64 Kanäle.

Die Latenz-Performance (egal ob USB 2.0 oder 3.0) ist mit dem neusten Treiber wirklich gut. Getestet habe ich auf einem Audio-PC mit Windows 7 64 Bit (Intel Core i7 @ 4 x 3,5 GHz, 16 GB RAM). Die Latenzeinstellungen haben zwei Settings: »Host Buffer Size« und »Host Safety Offset«. Letzteres ist ein zusätzlicher Sicherheitspuffer, um Knackser zu vermeiden. Übrigens kommt auch MacOS ohne solche Sicherheitspuffer nicht aus, nur werden sie dort für den User unsichtbar vom System gesetzt. Dass man die MOTUs Windows-Treiber von Hand einstellen muss, ist zwar etwas fummeliger, erlaubt aber Einstellungen, die optimal auf die jeweilige Rechner-Hardware abgestimmt sind. Auf meinem Audio-PC genügte beispielsweise schon ein Safety-Offset von 24 Samples.

In der Praxis liefen die MOTUs schon ab einer Buffer-Size von 64 Samples rund (Ein- und Ausgabelatenz je 1,99 ms). Die vollen 16 DIVA-Voices waren ab dem 128-Samples- Setting mit Latenzen von je 3,45 ms spielbar. Das sind gute Werte und ein deutlicher Fortschritt gegenüber älteren Treiberversionen!

Die Thunderbolt-Performance konnte ich unter Windows leider nicht testen, da mein Computer, wie die meisten Windows-PCs, über keinen entsprechenden Port verfügt. Thunderbolt lässt sich übrigens nicht per PCIe-Karte nachrüsten, sondern muss auf dem Mainboard vorhanden bzw. zumindest als Option vorbereitet sein.

Praxis und Audioperformance

Das Beste an MOTUs neuen Mini-Interfaces ist fraglos ihre Audio-Performance! Dabei hat MOTU mit den bisherigen AVB-Interfaces die Messlatte bereits sehr hoch gelegt: Die Modelle 1248 und 16A brachten es auf eine Gesamtdynamik von 117,5 dB, gemessen im Loop-Test, d. h., dies ist die kumulative Performance von AD+DA-Wandlung! Die neuen Modelle 624 und 8A verbessern diesen sehr, sehr guten Wert geringfügig auf knapp über 118 dB.

Beispiellos niedrig sind die Verzerrungen. Kamen 1248 und 16A auf sensationelle 0,0002 % THD, so gelingt es den neuen Minis, selbst diesen Wert noch zu toppen, nämlich auf 0,0001 %! Wirklich spektakulär sind die dazugehörigen Klirrspektren: Die »lauteste« Harmonische liegt bei −127 dBFS und damit nochmals 10 dB (!!) niedriger als bei den größeren Interfaces. Auch Brummartefakte sind nirgends zu erkennen. Ein derart sauberes Klirrspektrum zeigen selbst die wenigsten Mastering-Wandler! Über die Frequenzgänge brauchen wir nicht weiterreden: Sie sind nicht nur über den gesamten Hörbereich schnurgerade, sondern auch im untersten Tiefbassbereich − vermutlich sind die Ausgänge gleichstromgekoppelt, um Phasenabweichungen zu vermeiden.

Bei so perfekten Messwerten dürfte niemanden wundern, dass die kleinen MOTUs absolut quietschsauber klingen. Das gilt gleichermaßen für die rauscharmen Mikrofonvorstufen (Eingangsrauschen −128 dBu) und Instrumenteneingänge des 624. Einzig die Digital-Effekte des internen Mixers können mich nicht so recht begeistern. Der Hall scheppert schlimmer als mein seliges Alesis Midiverb II aus den 80ern. Aber okay, ist ja nur fürs Monitoring! Die Möglichkeiten des internen Mixers sind immens; jeder Kanal verfügt über einen stufenlosen Low-Cut, einen parametrischen 3-Band-EQ, Gate und Kompressor − wobei aber nicht alle Sektionen auf allen Kanälen genutzt werden können; dafür reicht die Leistung des internen DSPs nicht aus. Für die nötigen Korrekturen auf einzelnen Kanälen kommt man aber hin.

Ob der komplexen Möglichkeiten erfordert die Konfiguration etwas Einarbeitung. MOTUs AVB-Interfaces werden per Internet-Browser verwaltet. Hilfreich ist es, separate Tabs für die Gerätekonfiguration, die Routing-Matrix und den Monitormix anzulegen. Zwei AVB-Interfaces lassen sich mit einem einfachen Ethernet-Kabel miteinander verbinden; ab drei Interfaces ist der MOTU AVB Switch vonnöten, der es darüber hinaus auch ermöglicht, einen WLAN-Router einzubinden, sodass man auf alle Funktionen auch drahtlos zugreifen kann, z. B. über ein Smartphone oder Tablet. Für iOS gibt es sogar eine kostenlose App. So kann jeder Musiker seinen eigenen Monitor-Mix nachregeln. Um ungewünschten Manipulationen vorzubeugen, hat MOTU − nicht zuletzt im Hinblick auf Live-Anwendungen − nun einen optionalen Passwortschutz eingebaut. Sicher ist sicher!

Fazit

Mit einer Vielzahl von Ein- und Ausgängen zum günstigen Preis sind die Modelle 624 und 8A ein idealer Einstieg in die Welt der AVB-Interfaces. Aber nicht nur das: Selbst wenn man die Netzwerkfähigkeiten (zunächst) gar nicht benötigt, beeindrucken die kleinen MOTUs alleine schon ob ihrer aus – gezeichneten Audioqualität; in Sachen Verzerrungsarmut setzen sie gar Maßstäbe!

Dazu kommt die doppelte Schnittstellenausstattung mit Thunderbolt und USB bei (inzwischen) sehr guter Treiber-Performance. Alleine die Kompatibilität mit verschiedenen USB-3.0-Chipsätzen lässt noch zu wünschen übrig. Bis MOTU die Probleme mit Nicht-Intel-Chipsätzen beseitigt hat, lassen sich das 624 und das 8A jedoch ohne Einschränkungen auch an USB-2.0-Ports betreiben, jedenfalls in kleineren bis mittleren Setups unter 72 Ein- und Ausgangskanälen. Lobenswert ist, dass MOTU sich bereits jetzt um das Thema Thunderbolt auf Windows-Rechnern kümmert. Für die meisten Anwender mag das noch Zukunftsmusik sein, aber der nächste Rechner kommt bestimmt! Und nach Intels Plänen dürfte der Thunderbolt 3 mitbringen.

Nein, halbe Sachen sind das MOTU 624 und 8A gewiss nicht! Halbes Rackformat zum halben Preis bei vollen Netzwerkfähigkeiten, doppelter Schnittstellenausstattung und überragender Klangqualität … da kann das Urteil nur lauten: beide Daumen hoch!

(Bild: Dr. Andres Hau)

+++
hervorragende Audioqualität
+++
Netzwerkfähigkeiten, Erweiterbarkeit
+++
Thunderbolt und USB 3.0
++
gutes Preis/Leistungs-Verhältnis

nicht mit allen USB-3.0-Chipsätzen kompatibel

 

Hersteller/Vertrieb: MOTU/Klemm Music
UvP/Straßenpreis: je 995,95 Euro / ca. 900,− Euro
www.klemm-music.de


Latenz-Benchmarking

Hersteller werben gerne mit ultraschnellen Latenzen. Als Anwender möchte man aber nicht nur Audiofiles abspielen, sondern mit DAW-Software arbeiten und Plug-ins einsetzen, die eine gewisse CPU-Last bedingen. Entscheidend ist daher, ab welcher Latenzeinstellung man sorglos mischen und musizieren kann.

Eine praxisgerechte CPU-Last reproduzierbar erzeugen lässt sich beispielsweise mit dem leistungshungrigen Edel-Softsynth DIVA von U-He. Um gleiche Testbedingungen zu garantieren, verwende ich stets das Preset »BS Beauty Pad« im besonders CPU-hungrigen »Divine«-Modus bei aktivierter Multicore-Unterstützung. Bei jeder Latenzeinstellung teste ich nun, wie viele der maximal 16 Voices ohne Audioaussetzer wiedergegeben werden können. Als Testplattform dient die jeweils neuste Cubase-Version.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Aloha! Ich habe ein Yoga 720 mit TB3 und Win10. Ich spiele mit dem Gedanken, das 624 AVB zu kaufen, leider werden dafür auch teure Adapter und Kabel nötig, was den Brutto-Kaufpreis immens ansteigen lässt. Gibt es denn schon Erfahrungen mit MOTU-Interfaces an TB3 mit Win10?

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