Messdaten

KSdigital A300 – 3-Wege Studiomonitor mit FIRTEC Equalization im Test

KSdigital A300
(Bild: Dieter Stork)

KSdigital beschäftigt sich nunmehr seit über 20 Jahren mit dem Bau und der Entwicklung digital gefilterter Studiomonitore. Die Besonderheit liegt dabei nicht im Einsatz der Digitalfilter als solches, sondern in der speziellen Technik, die man bei KSdigital als FIRTEC bezeichnet. Der A300 stammt aus der A-Line mit insgesamt sieben Modellen und gehört mit seiner Bestückung und Leistungsfähigkeit zur Kategorie Midfield Monitor für typische Abhörentfernungen von 2 bis 4 Metern.

Möchte man den A300 in punkto Pegelfestigkeit und Tieftonwiedergabe ausbauen, dann gibt es noch die mit zwei 10″-Chassis bestückte Bassextension B300, die den Frequenzbereich unterhalb von 80 Hz übernimmt. A300 und B300 sind elektrisch und mechanisch aufeinander abgestimmt und können als eine große Standbox eingesetzt werden. Zurück zur A300, ist diese als voll aktives 3-Wege System mit einem 10″-Tieftöner, einer 2″-Mitteltonkalotte und mit dem für KSdigital typischen 1″-Hochtontreiber mit Ringmembran bestückt. Der kleine Kompressionstreiber arbeitet hier ohne Horn und ist direkt hinter der Frontplatte mit einem kleinen Waveguide angebracht. Vom Prinzip kommt diese Kombination einer 1″-Kalotte mit Waveguide recht nahe, nur das hier die höhere Sensitivity des Kompressionstreibers zum Tragen kommt und damit eine höhere Pegelfestigkeit respektive weniger Verzerrungen möglich sind. Umgekehrt kann die hohe Sensitivity des Hochtöners aber auch zum Problem werden, wenn es um das Rauschen der Elektronik geht. In der A300 wird er daher intern durch Vorwiderstände um ca. 12 dB bedämpft.

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Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 06/2018. Hier versandkostenfrei bestellen.

Die Elektronik der A300 befindet sich wie üblich auf einer großen Metallplatte auf der Rückseite, die auch als Kühlfläche dient und komplett herausgenommen werden kann. Im Innern finden sich auf der Rückwand ein Schaltnetzteil, eine DSP-Platine mit zwei Endstufen für den Mittel- und Hochtöner, sowie eine weitere Platine mit einer größeren Endstufe für den Tieftöner. Alle Endstufen sind mit Class-D Modulen aufgebaut. Als DSP wird ein TAS3308 von Texas Instruments eingesetzt, der für ein typisches Audio Processing in seiner Struktur bereits optimiert ist und über direkte Ausgänge für die TI-Class-D-Verstärker verfügt. Die Signalzuspielung kann entweder analog über einen BurrBrown PCM1804 AD-Umsetzer oder digital im AES/EBU-Format mit Sample-Rate-Converter erfolgen. Es werden alle Abtastraten von 32 bis 210 kHz akzeptiert.


Aus dem Messlabor

Unter reflexionsfreien Bedingungen stammen die folgenden Messungen zum Frequenzgang, zum Abstrahlverhalten und zu den Verzerrungswerten. Der Klasse-1-Messraum erlaubt Messentfernung bis zu 8 m und bietet Freifeldbedingungen ab 100 Hz aufwärts. Alle Messungen erfolgen mit einem B&K 1/4″-4939-Messmikrofon bei 96 kHz Abtastrate und 24 Bit Auflösung mit dem Monkey-Forest Audio-Messsystem. Messungen unterhalb von 100 Hz erfolgen als kombinierte Nahfeld-Fernfeldmessungen.

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Messwerte
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Klangqualität
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Einsatzmöglichkeiten
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Verarbeitung und Wertigkeit
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Preis/Leistungs-Verhältnis

Hersteller: KSdigital

UvP/Straßenpreis pro Paar: 6.398,− Euro / ca. 5.400,− Euro

www.ksdigital.de

Profil: KSdigital A300

Frequenzbereich: 24 Hz − 20 kHz (−6 dB)
Welligkeit: 4,3 dB (100 Hz − 10 kHz)
hor. Öffnungswinkel: 135 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
hor. STABW (Standardabweichung): 22 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
ver. Öffnungswinkel: 108 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
ver. STABW: 41 Grad (−6 dB Iso 1 kHz − 10 kHz)
max. Nutzlautstärke: 108 dB (3% THD 100 Hz − 10 kHz)
Basstauglichkeit: 106 dB (10% THD 50 − 100 Hz)
Maximalpegel in 1 m (Freifeld) mit EIA-426B Signal bei Vollaussteuerung: 98 dBA Leq und 116 dB Peak
Paarabweichungen: 1,3 dB (Maxwert 100 Hz − 10 kHz)
Störpegel (A-bew.): 28 dBA (10 cm)
Abmessungen: 300 x 560 x 400 mm (BxHxT)
Gewicht: 18 kg

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