Hoch hinaus

HEDD Tower Mains 

Klaus Heinz hat sich in seiner 40-jährigen Karriere noch nie mit Durchschnittsware zufrieden gegeben. Als Gründer mehrerer renomierter Lautsprecher-Firmen, darunter ADAM-Audio, hat sich Heinz zu einer festen Größe in der Audiowelt entwickelt. Zusammen mit seinem Sohn, Dr. Frederik Knop betreibt er seit 2015 HEDD-Audio. Auch hier ist das erklärte Ziel, State-of-the-Art-Lautsprecher mit bisweilen ungewöhnlichen technischen Konzepten zu entwickeln und zu fertigen.

In ihrer vergleichsweise kurzen Firmenhistorie haben HEDD ein komplettes Portfolio mit bisher vier hochklassigen Studiomonitoren auf die Beine gestellt. Volle Auftragsbücher, an die 90% Exportanteil und begeisterte Kunden weltweit sprechen ihre eigene Sprache. Durchaus nachvollziehbar wäre es, sich jetzt zurückzulehnen und den Erfolg zu genießen – nicht so die beiden HEDD-Heads: Anstelle einer wohlverdienten Auszeit präsentieren die beiden ein neues und überaus spektakuläres Lautsprechersystem, genannt Tower Mains.

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(Bild: MAXIMILIAN KOENIG FOTOGRAFIE)

Klangfülle und Präzision

Schon auf der Namm-Show 2018 erstmals als Prototyp vorgestellt, sind die Tower Mains nun endgültig serienreif. Laut Klaus Heinz handelt es sich dabei um eine echte „Herzensangelegenheit“: So soll die Klangfülle legendärer Großmonitore aus den 70er und 80er Jahren mit der Präzision moderner Hi-End-Lautsprecher einher gehen. Ergebnis sind die Tower Mains – eine Kombination aus aktivem Main-Monitor (TM 80) und bis zu zwei Subwoofern (TMS 36) pro Seite, allesamt vertikal-symmetrisch fest miteinander verbunden. Größtmögliche Präzision im Bassbereich verlangt ein geschlossenes Gehäuse, wobei der geringere Wirkungsgrad gegenüber Bassreflexsystemen bei den Tower Mains mittels außergewöhnlich hoher Verstärkerleistung ausgeglichen werden soll. Tatsächlich liefern im „Extended Tower“ fünf Endstufen mit zusammen 2.700W Leistung den beeindruckenden Schalldruck von ≥ 120 db (in 1 m Entfernung). Die beiden naturgemäß unvereinbaren Parameter Frequenz- und Phasentreue sollen hier – wie aktuell bei allen HEDD Lautsprechern – mit Hilfe der neu entwickelten HEDD Lineariser Software ausgetrickst werden. Die bekannten Probleme von Subwoofern will man durch die optimale Anpassung der verwendeten Komponenten minimiert haben. Durch die modulare Bauweise lässt sich das System unterschiedlichen Bedürfnissen und Budgets anpassen.

Adäquates Ambiente

Um die beiden je zwei Meter hohen Lautsprechertürme adäquat präsentieren zu können, wurde Mitte Januar in die Emil Berliner Studios geladen, bekannt durch Produktionen für Anna Netrebko, Plácido Domingo, Lang Lang und Anne-Sophie Mutter. Untergebracht im selben Gebäude wie die legendären Hansa-Studios und der angeschlossene Meistersaal, fand sich hier das passende Ambiente für die Präsentation der HEDD Tower Mains. Im gut gefüllten, 100 Quadratmeter großen Aufnahmeraum stellten Frederik Knop und Klaus Heinz zunächst das Konzept und die wesentlichen Merkmale des neuen Produkts vor. Im Anschluss durfte sich das Publikum von der Leitungsfähigkeit der neuen Lautsprecher überzeugen – ein zweifellos beeindruckendes Hörerlebnis bei allen dargebotenen Musikstücken. Die  Auswahl der Hörproben reichte von jazzigem (Bobo Stenson Trio) über Haydn und Stravinsky bis zu Beck, Daft Punk und Funkstörung.

Die Straßenpreise der neuen Tower Mains werden wie folgt angegeben: ca. 17.000 Euro für ein Standard-Paar (zwei TM 80 plus zwei TMS 36) sowie ca. 28.000 Euro für ein Extended Pair (zwei TM 80 plus vier TMS 36). Laut Frederik Knop werden die Tower Mains ab sofort im Handel verfügbar sein.

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