Die Messdaten

Focusrite: Clarett 8Pre, 4Pre und 2Pre USB im Test

Focusrite-Clarett-USB-Aufmacher-Hau(Bild: Dr. Andreas Hau)

Mit seiner Clarett-Serie hat sich das englische Traditionsunternehmen Focusrite einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet: sauberer Klang und extrem flotte Treiber. Nun gibt es die gleichen Audio-Interfaces statt mit Thunderbolt-Schnittstelle auch mit USB-Anschluss. Aber kann Focusrite mit dieser doch erheblich langsameren Schnittstelle eine ähnlich rasante Performance erreichen?

Äußerlich sieht die Clarett-USB-Flotte den in S&R 6.2016 getesteten Thunderbolt-Pendants zum Verwechseln ähnlich: Knallrot eloxierte Frontplatten aus gebürstetem Aluminium bestimmen die Optik. Der Rest des Gehäuses besteht aus schwarz lackiertem Stahlblech mit adäquater Wandstärke. Da biegt sich nichts durch. Die Geräte wirken äußerst robust und haben ein für heutige Verhältnisse hohes Gewicht. Das achtkanalige Spitzenmodell 8Pre USB im Rackgehäuse mit integriertem Netzteil bringt über 4 Kilogramm auf die Waage, und die kleineren Desktopmodelle mit Steckernetzteil haben genügend Masse, um standfest auf der Arbeitsfläche ihren Platz zu finden. Das kleine Clarett 2Pre USB bringt es auf 1,36 kg, das mittlere Modell 4Pre kommt auf rund 1,5 kg.

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Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording 09/2018. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Die Modellpalette 

Das Spitzenmodell der USB-Serie ist das Clarett 8Pre USB im 19-Zoll-Rackgehäuse mit einer Höheneinheit. Wie der Name schon sagt, verfügt das Clarett 8Pre USB über acht analoge Eingänge mit Mic/Line-Preamps mit maximal 57 dB Gain. Jeder der acht Vorverstärker hat einen eigenen Gain-Regler. Die Potis arbeiten rein analog ohne digitale Steuerung und können daher auch nicht kanalübergreifend miteinander verkoppelt werden. P48-Phantomspeisung für Kondensatormikrofone lässt sich in Vierergruppen zuschalten.

Alle Eingänge sind als Combobuchsen ausgeführt. Belegt man sie mit XLR-Steckern, landet man im Mikrofoneingang, führt man einen Klinkenstecker ein, landet man im Line-Input. Die beiden frontseitigen Eingänge lassen sich zudem auch als hochohmige Instrumenteneingänge für Bass und Gitarre nutzen; dazu muss man die Eingänge in der Control-Software umschalten. Je nach Anwendungsprofil könnten sich die rückseitigen Combobuchsen der Eingänge 3 − 8 als ungünstig erweisen: Wer häufig zwischen Mikrofon- und Line-Modus wechselt, wird dazu hinters Rack krabbeln und umstöpseln müssen.


Gute Audio-Performance:

Die Clarett USB Flotte punktet mit einem hohen Dynamikumfang von von 116,5 dB. Die Verzerrungswerte von 0,008 % liegen ein wenig über denen, die wir 2016 für die Thunderbolt-Varianten ermittelt haben, obwohl die gleichen Bausteine zum Einsatz kommen.

 

+++ extrem flotte Treiber (vor allem Windows)
+++ sehr guter Klang
+++ hochwertige Verarbeitung
++   günstiges Preis/Leistungs-Verhältnis
–     Combobuchsen auf der Rückseite (nur Clarett Pre8 USB)

Hersteller/Vertrieb: Focusrite
UvP/Straßenpreise:
Clarett 8Pre USB: 829,99 Euro / ca. 699,− Euro
Clarett 4Pre USB: 619,99 Euro / ca. 519,− Euro
Clarett 2Pre USB: 519,99 Euro / ca. 405,− Euro
www.focusrite.de

Kommentare zu diesem Artikel

  1. War ich nur nicht aufmerksam genug beim Lesen? Irgendwie vermisse ich die Angabe WELCHER USB verbaut ist – 2.0, 3.0, 3.1 ? Das ist ein sehr wichtiges Kriterium, wenn es um digitales Audio geht:-)

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    1. Hallo Robert,
      Welcher USB-Anschluss verbaut ist (und auch noch vieles, vieles mehr) findest du in unserem kompletten Testbericht im Heft. Den Link findest du im Text.
      Ich glaube ich kann in diesem Fall vorweg nehmen, dass es sich hierbei um ein USB-C-Port handelt.
      Lieben Gruß

      Auf diesen Kommentar antworten

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