Hörvergleich

E-Gitarre aufnehmen mit Bändchenmikrofonen von Royer

Derjenige, der sich mit dem Thema E-Gitarren-Recording beschäftigt, stößt zwangsläufig auf die Bändchenmikrofone von Royer Labs. Die Mikrofon-Kombi aus einem Shure SM57 und einem Royer 121 ist gefühlt so alt, wie das Aufnehmen von Musik selbst. Ich mag die Kombi, in der das Royer 121 dem Gesamtsignal dieses gewisse Britzeln und den nötigen Wumms unten rum mitgibt, für das die Bändchen bekannt sind. Die Boutique-Schmiede aus Kalifornien legt mittlerweile ein großes Angebot an gutem Sound auf das Parkett. Für unser E-Gitarren Recording Special haben wir insgesamt 51 Mikrofone vor einem Gitarren-Amp aufgenommen und miteinander verglichen (den Klangvergleich findest du hier), darunter die Royer Mikrofone R101, R121, R122, R122 MKII und Royer 122V.

Hier gibts die Royer-Mikrofone im Hörvergleich:

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Die Royers im Vergleich

Das Royer 101 ist mit knapp 900€ das günstigste Bändchenmikrofon in diesem Vergleich. Es klingt im ersten Moment sehr warm, aber nicht dumpf und bringt abgerundete Höhen mit sich. Ich finde, es transportiert auch die Stimmung des smoothen Gitarrenpart sehr gut. Im Vergleich zu den anderen Mikrofonen muss man schon genau hinhören, bis man einen Unterschied erkennt. Aber diese kleinen Unterschiede machen es am Ende eben aus. Das 101 klingt beim Wechseln zwischen den Beispielen ein bisschen lasch und fast pappig. Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Der Preis des Royer 121 liegt bei ca. 1600€, sein Klang ist mit starken Tiefen und Mitten, und präzisen Höhen sehr ausgewogen. Mein Favorit in dieser Liste.

 

E-Gitarren Recording Workshop mit Hans-Martin Buff und Ingo Powitzer

 

Ingo Powitzer (links) ist Guitar-Tech und Gitarrist im Dienste der Scorpions und Hans-Martin Buff ist nicht nur Wortakrobat unserer Kolumne Crosstalk, sondern vor allem ein erfahrener Recording Engineer und Produzent. Er hat bereits mit Größen wie No Doubt, Mousse T und Prince gearbeitet, bei dem er sogar im Paisley Park als Tonbuff lebte. (Bild: Dirk Heilmann)

>>E-Gitarren Recording Workshop mit Hans-Martin Buff und Ingo Powitzer am 10.05.2017 – Hier geht´s zu den Infos <<

Das Royer 122, ist im Sound etwas wärmer und britzeliger, was mir persönlich etwas zu viel ist. Aber das ist eben Geschmackssache. Etwas ausgeglichener wiederum klingt das Royer 122 MKII, was zu einem Preis von 1200€ zu kaufen gibt. Das teuerste Mikrofon aus unserem Vergleich ist das Royer 122V. Ein Bändchen-Röhrenmikrofon, was man für ca. 3800€ haben kann. Durch die Röhre könnte man meinen, dass es viel wärmer und bassiger klingt. Für mich klingt es aber dennoch sehr ausgeglichen, mit transparenten Höhen, einem ausgeglichenen Bass und präsenten Mitten.

Was ist eure Meinung?

 

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