Aus Sound werden Noten

Besuch beim Notations-App-Anbieter Klangio

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Das Karlsruher Start-up Klangio bietet Apps, mit denen sich Audiomaterial in Noten verwandeln lässt – darunter Klavierpartituren. Als Schlüssel zur Erkennung dienen neuartige »Deep Learning«-KI-Software-Routinen. Ein Gespräch mit Sebastian Murgul, einem der beiden Gründer, über die Herausforderungen beim Umwandeln von Tönen in Noten – und was das für die Musikerwelt bedeutet.

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Was tun, wenn sich keine Noten zum gewünschten Stück finden – etwa zu einer Song-Melodie auf YouTube – oder wenn eigene Stücke nicht aus MIDI-Daten »mal eben« als Noten ausgegeben werden können?

Sebastian Murgul und Alexander Lüngen gründeten 2018 ihr Start-up-Unternehmen Klangio. »Das Thema lässt mich einfach nicht los«, erklärt Murgul schmunzelnd die Nerd-Faszination der automatischen Transkription von Audiomaterial. Es war das Thema seiner Bachelor-, Master-Arbeit und aktuell der Dreh- und Angelpunkt seiner Promotion, im Rahmen des Elektrotechnik-Studiums.

Die beiden Klangio-Gründer Alexander Lüngen und Sebastian Murgul
Browser-Oberfläche der Software »Melody Scanner«
Blick auf die Benutzeroberfläche von »Piano2Notes«, hier als App auf dem Tablet

Zu der Idee inspirierte ihn seine jüngere Schwester, so Murgul. »Sie hatte ein E-Piano, auf dem eine Melodie eingespeichert war. Diese wollte sie gerne nachspielen, allerdings waren keine Noten vorhanden.« Sie fragte den Bruder. »Ich setzte mich mit einer Oszilloskop-App hin, maß die Frequenzen, berechnete die Noten und notierte das Ergebnis. Das funktioniert nur bei einfachen Melodien – in dem Fall hat es gerade so geklappt.« Sein Ehrgeiz war geweckt, die Aufgabe müsse sich auch einfacher bewerkstelligen lassen. Er schaute nach passenden Apps, fand jedoch keine zufriedenstellenden Lösungen.

Gängige DAWs bieten die Möglichkeit, Audio in MIDI umzuwandeln – und damit Transkription zu ermöglichen. »Mit monofonem Material in Studioqualität lässt sich das noch recht gut umsetzen, aber bei einem Handy-Mitschnitt mit Hintergrundgeräuschen gehen die Programme in die Knie.« Eine große Hürde: Die Programme erfassten die MIDI-Daten lediglich unquantisiert, sprich, ohne die Einordnung in Takte und passende Notenwerte. »Das auf einem Notenblatt darzustellen, ist die nächste Herausforderung.«

Den kompletten Artikel findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 6/2022. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

www.klangio.com

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